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Monographie Kein Zugriff

Hoffnung Hauptschule

Zur Geschichte eines vergessenen Gesellschaftsprojekts der Bildungsreformära 1957-1973
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Ein Beitrag zur Zeitgeschichte der Schule und der westdeutschen Bildungsreform.

Leistungssteigerung, Verwissenschaftlichung, sozialer Aufstieg – die Hoffnungen, die in den 1960er Jahren in Hauptschulen gesetzt wurden, waren groß. Die neuen Hauptschulen waren das Ergebnis umfassender Auseinandersetzungen über die Neugestaltung der Volksschule, einer Schulform, die von der überwiegenden Mehrheit der Kinder besucht wurde. Doch was Politiker:innen und Pädagog:innen unterschiedlichster Ausrichtung seit den späten 1950er Jahren umtrieb – von der Auflösung der alten Dorfschule bis zur Einrichtung von Jahrgangsklassen – wird heute kaum noch mit der Bildungsreformära in Verbindung gebracht.

Sandra Wenk beleuchtet diesen vergessenen Aspekt der Bildungsreform und verfolgt am Beispiel Nordrhein-Westfalens, wie die Hauptschule nach langen Reformdebatten vom kurzzeitigen bildungspolitischen Vorzeigeprojekt zum Gegenstand umfassender Kritik wurde. Sie betont den grundlegenden Wandel schulischer Bildung sowie die folgenreichen Widersprüche der Reformära, in der dem Individuum neue, aber vielfach ungedeckte Aufstiegs- und Partizipationsversprechen gemacht wurden und sich zugleich die Ansprüche an Schüler:innen und Schulen radikal steigerten.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-8353-5014-4
ISBN-Online
978-3-8353-4802-8
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
461
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
    1. 1.1 Problemaufriss: Hauptschule und Hauptschüler*innen in der ›Bildungsgesellschaft‹ Kein Zugriff Seiten 9 - 11
    2. 1.2 Forschungsstand und Forschungskontext: Westdeutsche Schulgeschichte und Deutungen ›der‹ bundesdeutschen Bildungsreform jenseits des Scheiterns Kein Zugriff Seiten 12 - 27
    3. 1.3 Im Maschinenraum der Bildungsreform: Fragestellung, Ansatz und Zugriff der Arbeit Kein Zugriff Seiten 28 - 37
    4. 1.4 Das Fallbeispiel und die Quellengrundlage der Arbeit Kein Zugriff Seiten 38 - 41
    5. 1.5 Aufbau und Argumentationsgang Kein Zugriff Seiten 42 - 44
      1. 2.1 Die Einführung der Grundschule und die ›Krise‹ der Volksschuloberstufe seit der Zwischenkriegszeit Kein Zugriff
      2. 2.2 Reeducation, britische und deutsche Reformkonzepte in der Nachkriegszeit in Nordrhein-Westfalen Kein Zugriff
      1. 3.1 Kinder des Volkes – das Volk als Kind. Die Schüler*innen der Volksschule und ihre Anlagen Kein Zugriff
      2. 3.2 Die Attraktivität der volkstümlichen Bildung für die innere Volksschulreform Kein Zugriff
      3. 3.3 Die Grenzen der zeitgenössischen Sagbarkeit und die Infragestellung der volkstümlichen Bildung als Grundlegung einer distinkten Schulform Kein Zugriff
      4. 3.4 Resümee Kein Zugriff
      1. 4.1 Die Bedeutung eines weiteren Jahres Kein Zugriff
      2. 4.2 Die Verschulung der Kindheit und die schulische Sorge um die Jugend im 19. und frühen 20. Jahrhundert Kein Zugriff
      3. 4.3 Bewahrung von Heranwachsenden und Impulse zur Schulreform. Die Schulpflichtdebatten seit der Zwischenkriegszeit Kein Zugriff
      4. 4.4 Die pädagogische Gestaltung eines »Entwicklungsschonbezirks«. Gewandelte Argumente für den längeren Schulbesuch und die Ausweitung zur Volksschulreform seit den ausgehenden 1950er Jahren Kein Zugriff
      5. 4.5 Mehr als ein weiteres Jahr. Die »Hauptschule« des Deutschen Ausschusses als Alternative zur Volksschule Kein Zugriff
      6. 4.6 Schulreform als kollektiver Lernprozess. Das (freiwillige) 9. Schuljahr als »Brückenkopf« der Volksschulreform in Nordrhein-Westfalen Kein Zugriff
      7. 4.7 Resümee Kein Zugriff
      1. 5.1 Dem Wesen des Mädchens gerecht werden. Volksschule und Geschlecht in den 1950er Jahren Kein Zugriff
      2. 5.2 Schulpflichtverlängerung katholisch: Das 9. Schuljahr als Beitrag zur weiblichen »Persönlichkeitsbildung« Kein Zugriff
      3. 5.3 Bildung des Mädchens als individueller Anspruch und Pflicht. Positionen innerhalb der GEW Kein Zugriff
      4. 5.4 Lebenspraktische Mädchenbildung und Schulpflichtverlängerung in Nordrhein-Westfalen Kein Zugriff
      5. 5.5 Resümee Kein Zugriff
      1. 6.1 Ländliche Volksschulen zwischen pädagogischer Provinz und schulischer Provinzialität Kein Zugriff
      2. 6.2 Die Schule im Dorf (lassen). Zur Tradition der ländlichen Volksschulen vor 1945 Kein Zugriff
      3. 6.3 Leitbilder der ländlichen Volksschule in den 1950er Jahren zwischen »Heimat«, »Religion« und »Lebensnähe« oder »Rationalität«, »Pluralität« und »Leistungsfähigkeit« Kein Zugriff
      4. 6.4 Zwischen Anachronismus und Revolution. Politische Aushandlungen zeitgemäßer Landschulbildung in Nordrhein-Westfalen Kein Zugriff
      5. 6.5 Die »Wirklichkeit der Dorfschule«. Die ländliche Volksschule im Blick der Schulverwaltung Kein Zugriff
      6. 6.6 Das Ende der Zwergschule und die Anbahnung der Hauptschule zwischen organischer und rationaler Reform Kein Zugriff
      7. 6.7 Resümee Kein Zugriff
      1. 7.1 Politische Aushandlungen und Konflikte: Die Verfassungsänderung und die Frage der Konfessionalität Kein Zugriff
      2. 7.2 »Bildungsansprüche, die vorher nur für Eliten galten«. Die nordrhein-westfälische Hauptschulkonzeption in den späten 1960er Jahren Kein Zugriff
      3. 7.3 Rationalisierung oder Legitimierung der Schulreform? Planungskommission und Forschungsgruppe Hauptschule zwischen wissenschaftlicher Expertise, eigener Agenda und politischem Auftrag Kein Zugriff
      4. 7.4 Die Hauptschule einfordern: Entkonfessionalisierung, Verwaltungsstreitigkeiten und Konflikte in der Schulpraxis Kein Zugriff
      5. 7.5 Die Proklamation der Hauptschule und die Konfrontation der Schulpraxis mit den neuen Anforderungen Kein Zugriff
      6. 7.6 Resümee Kein Zugriff
      1. 8.1 ›Keine Sackgasse mehr‹. Die Möglichkeit zur Erlangung des mittleren Bildungsabschlusses an der Hauptschule Kein Zugriff
      2. 8.2 Die Hauptschule im Kreuzfeuer der Kritik Kein Zugriff
      3. 8.3 ›Nicht an den Hauptschülern vorbeiplanen und vorbeiunterrichten‹. Die Revision der Richtlinien und das Plädoyer für einen ›realistischen‹ Blick auf die Hauptschule Kein Zugriff
      4. 8.4 Nach der Expansion: Hauptschulen in den 1970er und frühen 1980er Jahren – Ausblick Kein Zugriff
      5. 8.5 Resümee Kein Zugriff
  2. 9. Schluss Kein Zugriff Seiten 404 - 413
  3. Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 414 - 414
  4. Bildnachweise Kein Zugriff Seiten 415 - 415
  5. Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 416 - 459
  6. Dank Kein Zugriff Seiten 460 - 461

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