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Monographie Kein Zugriff

Nichtehelichkeit als Normalität

Ledige badische Mütter in Basel im 19. Jahrhundert
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

»Unehelichkeit« als Normalität in der Mitte des 19. Jahrhunderts: Eine mikrohistorische Studie über Familie und Sexualität.

Außerhalb der Ehe geborene Kinder stellen heute keine Besonderheit dar. Ganz anders vor 200 Jahren: Im frühen 19. Jahrhundert stieg die Rate der unehelichen Kinder von zuvor zwei bis vier Prozent auf nun über 20 Prozent an, lokal – etwa im Südwesten des Großherzogtums Baden – sogar auf über 60 Prozent. Dieser enorme Anstieg wurde registriert, vielfach kommentiert und von bürgerlicher wie kirchlicher Seite häufig als bedrohlich empfunden.

Karin Orth untersucht an zwei regionalen badischen Fallbeispielen und der Schweizer Metropole Basel die strukturellen Ursachen dieses Anstiegs und zeigt die Praktiken, Erfahrungen und Auswirkungen der »Illegitimität« auf: »Männerbekanntschaften« und der nichteheliche »Beyschlaf«, (verheimlichte) Schwangerschaft und Niederkunft, »Kindsaussetzung« und »Kindsmord« sowie das Gebären im Basler Bürgerspital. Im Zentrum stehen rund 400 ledige junge Frauen aus dem badischen Südwesten. Sie waren mehrheitlich in unterbäuerlichen Familien aufgewachsen, die in Baden »Unehelichkeit« als Normalität lebten, und transferierten dieses Muster der nichtehelichen Familiengründung nach Basel. An ihrem Beispiel wird der Mikrokosmos der »Unehelichkeit« exemplarisch analysiert.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-8353-5234-6
ISBN-Online
978-3-8353-4906-3
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
336
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 28
      1. a. Alter und Herkunft der ledigen badischen Mütter Kein Zugriff
      2. b. Das badische Heimatrecht Kein Zugriff
      3. c. Das badische Eherecht Kein Zugriff
      1. a. »viel günstiger als in den Waldgemeinden […]« – Partielle Nichtehelichkeit in der Markgräfler Rheinebene und im Markgräfler Hügelland Kein Zugriff
      2. b. »Die unehelichen Kinder sind eine förmliche Brut.« Nichtehelichkeit im oberen Hotzenwald und im Klosterwald Kein Zugriff
    1. 3. Wege nach Basel. Fernstraßen und Eisenbahnstrecken als notwendige Infrastruktur Kein Zugriff Seiten 98 - 104
    1. 4. Strukturen der »Illegitimität« in Basel Kein Zugriff Seiten 106 - 140
      1. a. »Männerbekanntschaften« und »Beyschlaf« Kein Zugriff
      2. b. Verheimlichte Schwangerschaft und Geburt, Schwangerschaftsabbruch, »Kindsaussetzung« und »Kindsmord« Kein Zugriff
      3. c. Gebären im Bürgerspital Kein Zugriff
    2. 6. »Badische« (Familien-)Verhältnisse in Basel Kein Zugriff Seiten 258 - 286
  3. Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 287 - 302
  4. Dank Kein Zugriff Seiten 303 - 304
  5. Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 305 - 305
  6. Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 306 - 336

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