
Warum es kein islamisches Mittelalter gab
Das Erbe der Antike und der Orient- Autor:innen:
- Verlag:
- 2018
Zusammenfassung
Der Islam ist im Mittelalter steckengeblieben, hat Renaissance, Reformation und Aufklärung verpasst. So lautet die gängige Diagnose. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt bis zum 11. Jahrhundert die Antike weiterlebte, und widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und unser Bild von einem reformbedürftigen «mittelalterlichen» Islam. Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Glas, Dachziegel, Papier: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert anschaulich, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Ein kleines Meisterwerk, das konzise, verständlich und mit der nötigen Portion Gnadenlosigkeit eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurechtrückt.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2018
- ISBN-Print
- 978-3-406-72730-6
- ISBN-Online
- 978-3-406-72731-3
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 184
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- 1. Mangelnde Präzision Kein Zugriff
- 2. Fehlschlüsse Kein Zugriff
- 3. Mögliche Herabsetzung Kein Zugriff
- 4. Exotisierung Kein Zugriff
- 5. Imperialistischer Beiklang Kein Zugriff
- 6. Ein Begriff ohne sachliche Grundlage Kein Zugriff
- Analphabetismus Kein Zugriff
- Bäder Kein Zugriff
- Chancen Kein Zugriff
- Dachziegel Kein Zugriff
- Erbsündenlehre Kein Zugriff
- Feste Kein Zugriff
- Glas Kein Zugriff
- Homoerotik Kein Zugriff
- Individualismus Kein Zugriff
- Juden Kein Zugriff
- Kupfermünzen Kein Zugriff
- «Die Liebesdichtung Kein Zugriff
- Medizin Kein Zugriff
- Naturwissenschaften Kein Zugriff
- Ordal Kein Zugriff
- Papier Kein Zugriff
- Quellen Kein Zugriff
- Religion Kein Zugriff
- Sexualität Kein Zugriff
- Tiere und Pflanzen Kein Zugriff
- Urbanität Kein Zugriff
- Verkehrswege Kein Zugriff
- Witze Kein Zugriff
- Xenophobie Kein Zugriff
- Ysop Kein Zugriff
- Ziffern und Zahlen Kein Zugriff
- Epochenkonstruktionen Kein Zugriff
- Merkmalsbündel Kein Zugriff
- Die restringierte Antike Kein Zugriff
- Die islamische Spätantike Kein Zugriff
- Zwei Regionen in zwei Epochen? Kein Zugriff
- Die ausgehende Spätantike als formative Periode Kein Zugriff
- Das erste Jahrtausend als Epoche Kein Zugriff
- Das islamische Curriculum: Zwei Zeugen aus dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert Kein Zugriff
- Das elfte Jahrhundert, ein saeculum horribile? Kein Zugriff
- Warum es kein islamisches Mittelalter gab Kein Zugriff
- Ein Blick auf Afrika Kein Zugriff
- Und danach? Kein Zugriff
- Zur Umschrift des Arabischen Kein Zugriff Seiten 159 - 159
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 160 - 168
- Literatur Kein Zugriff Seiten 169 - 170
- Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 171 - 171
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 172 - 175
- Tafelteil Kein Zugriff Seiten 176 - 184




