
Nicht-Landschaften
Zur Rezeption der Romantik bei Wolfgang Hilbig und Wolfgang Mattheuer- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
In ihren Portraits von Industrielandschaften setzten Wolfgang Hilbig und Wolfgang Mattheuer auf ein ganz ähnliches Verfahren: eine Verkehrung romantischer Modi der Natur- und Landschaftsdarstellung. In den Werken des Schriftstellers Wolfgang Hilbig und des Malers Wolfgang Mattheuer bildet die Landschaft rund um Leipzig eine wichtige Konstante. Die seinerzeit vor allem durch die DDR-Braunkohleindustrie und ihren Raubbau zunehmend geschändete Gegend galt als eine der dreckigsten in ganz Europa. Ein dort zu Tage tretendes, zerrüttetes Mensch-Natur-Verhältnis war auch Sinnbild eines gescheiterten Staates und seines Systems. Von daher war eine künstlerische Auseinandersetzung mit ihr vor einem doppelten Hintergrund problematisch. Zum einen weil die Ausmaße der Zerstörung historisch unvergleichlich waren, zum anderen weil die ästhetische Kategorie der Landschaft zu DDR-Zeiten per se als eine politische verstanden werden musste. Hilbig und Mattheuer versuchten dem zu begegnen, indem sie in der Adaption und Revision der vor allem durch die Romantiker entwickelten Verfahren der Landschaftsdarstellung einen Zugang suchten, der beiden Problematiken Rechnung trug.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5748-8
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8741-6
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 286
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Prolog (mit Joachim Jansong und Marc Augé) Kein Zugriff Seiten 7 - 12
- 1.1 Romantik als Epoche Kein Zugriff
- 1.2 Romantik als Streitfall Kein Zugriff
- 1.3 Romantik als Modell Kein Zugriff
- 2.1 Reflexionslandschaften Kein Zugriff
- 2.2 Sehnsuchtslandschaften Kein Zugriff
- 2.3 Empfindungslandschaften Kein Zugriff
- Prolegomena zu den Analysen Kein Zugriff Seiten 49 - 50
- 3.1 Auf romantischer Spur – ›Der trügerische Grund‹ und ›Der Blick von unten‹ Kein Zugriff
- 3.2 Hilbig und die romantische Moderne der DDR Kein Zugriff
- 3.3.1 Inhalt und Form Kein Zugriff
- 3.3.2 Brüche im Kontinuum: räumliche und temporale Gegenlogiken Kein Zugriff
- 3.3.3 »Tod und Verwesung hatten Besitz genommen von Gaia« – Anthropomorphe Landschaft und modifizierter Mythos Kein Zugriff
- 3.3.4 Manifestation des Übergangs: Die Rampe Kein Zugriff
- 3.3.5.1 Romantische Theorien der Apokalypse und Der Tod des letzten Menschen um 1800 Kein Zugriff
- 3.3.5.2 Der Tod des letzten Menschen, die Apokalypse und das zyklische Geschichtsmodell in ›Alte Abdeckerei‹ Kein Zugriff
- 3.3.6 Fazit Kein Zugriff
- 3.4.1 Inhalt und Form Kein Zugriff
- 3.4.2 Multiple Persönlichkeit Waller – Alter Ego oder nachromantischer Taugenichts? Kein Zugriff
- 3.4.3.1 Eine Landschaft Hilbigs – Die Modifikation Eichendorffscher Landschaft Kein Zugriff
- 3.4.3.2 Landschaft als erlebter und als erlittener Raum Kein Zugriff
- 3.4.4 Präsenz der Absenz – Erinnerungslandschaft aus Asche Kein Zugriff
- 3.4.5 Fazit Kein Zugriff
- 4.1.1 Der politische Bildermacher Kein Zugriff
- 4.1.2 ›Hinter den sieben Bergen‹ (1973) Kein Zugriff
- 4.2 Vom Erben I – Die kunstwissenschaftliche Romantikrezeption in der DDR Kein Zugriff
- 4.3 Vom Erben II – Sozialistischer Surrealismus, Romantischer Realismus und Malerische Mythenkorrekturen: Wolfgang Mattheuers Konfigurationen politischer Landschaft Kein Zugriff
- 4.4.1 Komposition und rezeptionsästhetische Temporalität Kein Zugriff
- 4.4.2 »Meine Sonnen heißen ›Trotz alledem‹« – ›Talsperre Pöhl mit Sonne und Sturz des Ikarus‹ als Pendant? Kein Zugriff
- 4.5 Fazit Kein Zugriff
- Epilegomena zu den Analysen Kein Zugriff Seiten 251 - 254
- Epilog (mit Inge Rambow und Martin Warnke) Kein Zugriff Seiten 255 - 258
- Literatur Kein Zugriff Seiten 259 - 282
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 283 - 286




