
Leistungsgerechtigkeit im Politischen Liberalismus
Eine philosophische Untersuchung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2018
Zusammenfassung
Die Begriffe »Leistung« und »Verdienst« gehören nicht ohne Grund zum gerechtigkeitstheoretischen Grundvokabular: Normativ aufgeladen dienen sie vor allem und seit jeher als Legitimationsinstanzen ungleicher Güterverteilung. Sie sind gerechtigkeitsrelevante und gesellschaftsnormierende Prinzipien. Wer mehr und anderes geleistet hat, so die allgemeine Vorstellung, soll auch mehr bekommen. Doch wie genau lassen sich der Leistungsgedanke und das Leistungsprinzip wissenschaftlich und philosophisch fassen? Was hat (soziale) Gerechtigkeit insgesamt mit Leistung zu tun? Warum sollten sich, von einem moralischen Standpunkt aus betrachtet, rationale Individuen auf das Leistungsprinzip und nicht auf ein anderes Verteilungsprinzip einigen? Taugt der Begriff der Leistungsgerechtigkeit überhaupt, um Gerechtigkeitsforderungen problemadäquat zu formulieren? Die vorliegende Studie setzt sich mit den spezifischen Kriterien der sogenannten Verteilungsgerechtigkeit aus einer politikphilosophischen wie auch wirtschaftsphilosophischen Perspektive auseinander. Im Anschluss an liberale Gerechtigkeitstheorien, wie sie von John Rawls, aber auch der Rawls-Kritik entworfen wurden, geht es um die Frage, welche Rolle und welchen systematischen Ort das Leistungsprinzip in Theorien distributiver Gerechtigkeit einnehmen kann. Der Leistungsbegriff und das Leistungsprinzip sind erheblich umstritten. Es wird bemängelt, das Leistungsprinzip sei im Wesentlichen unscharf, begrifflich wie empirisch schwer fassbar und daher unterbestimmt. Der Autor argumentiert demgegenüber, dass ein aufgeklärter Leistungsbegriff als marktkritisches Korrektiv verstanden werden kann und somit eine gerechtigkeitsethische Funktion erfüllt. Die Arbeit reflektiert den Leistungsbegriff philosophisch, um so die disziplininterne Diskussion um Leistungsgerechtigkeit weiterzuentwickeln. Dabei wird ebenfalls ein Blick auf angrenzende Fächer geworfen, da gezeigt wird, dass der Leistungsbegriff nicht nur moralische Aspekte, sondern ebenso soziale, bildungstheoretische und nicht zuletzt psychologische Aspekte aufweist.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2018
- ISBN-Print
- 978-3-95832-150-2
- ISBN-Online
- 978-3-8452-9884-9
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 232
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Hinführung zum Thema Kein Zugriff
- Begriffliche Systematik: Leistung und (Verteilungs-)Gerechtigkeit Kein Zugriff
- Die Perspektive: Liberale Politische Philosophie Kein Zugriff
- Überblick über die Arbeit Kein Zugriff
- Leistung interdisziplinär Kein Zugriff
- Leistung – eine philosophische Auffassung Kein Zugriff
- Das Problem der Zurechenbarkeit Kein Zugriff
- Das Problem der Subjektivität Kein Zugriff
- Das Problem der praktischen Irrelevanz Kein Zugriff
- Die Ideologiefunktion des Leistungsprinzips Kein Zugriff
- Die ungewollte Meritokratie Kein Zugriff
- Konkurrierende Verteilungsprinzipien Kein Zugriff
- Sens Flöten-Beispiel Kein Zugriff
- Das Problem der relevanten Eigenschaften Kein Zugriff
- Vergabe von Plätzen: Das Beispiel der Quotierung Kein Zugriff
- Quotenregelungen in der ethischen Diskussion Kein Zugriff
- Begründungen für Quotenregelungen Kein Zugriff
- Zur Komplexität von Gleichheit und Gerechtigkeit Kein Zugriff
- Kritik egalitaristischer Gerechtigkeitskonzeptionen Kein Zugriff
- Leistungsprinzip und Sozialstaatsprinzip Kein Zugriff
- Gerechtigkeit im Markt? Kein Zugriff
- Zum Verdienstbegriff Kein Zugriff
- Rawls und die Verdienst-Debatte Kein Zugriff
- Kritik an Rawls Kein Zugriff
- Eine moderate Verdienstkonzeption Kein Zugriff
- Die Ausgangsthese: Kritik des starren Begabungsbegriffs Kein Zugriff
- Begabungen und Talente in Theorien distributiver Gerechtigkeit Kein Zugriff
- Kritik philosophischer Auffassungen Kein Zugriff
- Expertiseforschung Kein Zugriff
- Theorie des dynamischen Selbstbildes Kein Zugriff
- Entmythologisierung Kein Zugriff
- Folgerungen Kein Zugriff
- Problemstellung: Arbeit und Leistung Kein Zugriff
- Arbeit als Produktionsfaktor Kein Zugriff
- Lohngerechtigkeit als Thema der Philosophie Kein Zugriff
- Grundeinkommen oder Mindestlohn? Kein Zugriff
- Geschlechtersensible Ökonomiekritik Kein Zugriff
- Thesen und Folgerungen Kein Zugriff
- Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 206 - 212
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 213 - 213
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 214 - 232



