
Mesopotamische Hemerologien und ihre gesellschaftliche Bedeutung
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- 2025
Zusammenfassung
Im alten Mesopotamien wurden die Tage als inhärent positiv oder negativ gedeutet, was sich auf die Ergebnisse der Tätigkeiten oder auf die Geschehnisse an dem gegebenen Tag auswirkte. Diese Lehre von grundsätzlich guten und schlechten Tagen wurde in einer Gruppe von kalendarischen Texten dokumentiert, die in der modernen Terminologie „Hemerologien“ genannt werden. Hemerologien ermitteln die Beurteilung, ob ein gewisser Tag positiv oder negativ ist. Darüber hinaus verfügen wir über Texte, in denen nach der Angemessenheit einer bestimmten Tätigkeit anhand der Tagesqualität gefragt wird. Diese Texte boten also Ratschläge zum alltäglichen Leben darüber, ob die gewünschte Handlung an dem fraglichen Tag ausgeführt oder unterlassen werden sollte. – Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, eine systematische Darstellung von Hemerologien aus Mesopotamien im ersten Jt. v.Chr. mit thematischen Untersuchungen zu verschiedenen Aspekten zu präsentieren. Die Studie beginnt mit einem allgemeinen Überblick über die Hemerologien im alten Mesopotamien (Kap. 2): die Terminologie in der modernen Wissenschaft, die divinatorische Tradition, zu der die Hemerologien gehörten, sowie die Quellen und ihre zeitliche und geografische Verbreitung.In Kapitel 3 stellt die Kalender vor, die als Grundlage für die zeitliche Orientierung der angewiesenen Tätigkeiten der Hemerologien sowie des Alltagslebens dienten. Das Kapitel 4 befasst sich mit den Sammeltafeln und Kompilationen, die Produkte der gelehrten Redaktionsarbeit sind. Einerseits spiegelt ihre Erstellung ein gewisses Interesse der Verfasser wider, was ein Schlüssel für die Verwendung der Hemerologien in der Praxis ist. Andererseits ist die aktive Bearbeitung der bestehenden Texte durch Kompilierung von Bedeutung, wenn man die Rolle des hemerologischen Korpus in der Gelehrtentradition und die Frage der Standardisierung in Betracht zieht. In Kapitel 5 wird die Logik und Systematik dargelegt, aufgrund derer ein bestimmter hemerologischer Gedanke mit einem spezifischen Kalendertag in Verbindung gebracht wurde. Das Kapitel 6 geht der Frage nach, wie Hemerologien in der Praxis verwendet wurden, und zwar anhand der Texte selbst, dem archivalischen Kontext sowie der Texte, die Hemerologien zitieren oder darauf verweisen (Kap. 6.1–4). Sie liefern Hinweise auf die Personen, die Hemerologien abschrieben und studierten, sowie auf die akademischen, politischen Dimensionen der Hemerologien, während das Unterkapitel 6.5 den gesellschaftlichen Einfluss durch Vergleich mit den Alltagstexten untersucht. Das letzte Kapitel stellt die Veränderungen in der hemerologischen Tradition in den letzten Jahrhunderten der Keilschriftkultur und den Einfluss der mesopotamischen Hemerologien auf spätere antike Kulturen vor.In der Textbearbeitung werden 14 ausgewählte Hemerologien, hemerologische Kompilationen sowie relevante Texte ediert (Transkription, Transliteration, Übersetzung und Kommentar), die bisher noch unveröffentlicht, nur in Autografien publiziert sind oder durch neu identifizierte Textvertreter den bekannten Text aktualisieren. Die Anhänge geben einen systematischen Überblick über ausgewertete Briefe und Königsinschriften sowie datierte Alltagsurkunden (Heiratsurkunden, Kaufurkunden) und Opferschauanfragen, die zur Untersuchung des praktischen Umgangs mit den Hemerologien in Kap. 6 herangezogen wurden.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2025
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-96327-266-0
- ISBN-Online
- 978-3-96327-267-7
- Verlag
- Zaphon, Münster
- Reihe
- dubsar / Altorientalistische Publikationen / Publications on the Ancient Near East
- Band
- 32
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 796
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort Kein Zugriff
- Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff
- 1. 1. Forschungsgeschichte Kein Zugriff
- 1. 2. Ziele, Umfang und Struktur der Arbeit Kein Zugriff
- 2. 1. 1. Der moderne Fachbegriff „Hemerologie“ Kein Zugriff
- 2. 1. 2. 1. ūmū ṭābūtu (UD.MEŠ DÙG.GA.MEŠ) Kein Zugriff
- 2. 1. 2. 2. Abšegeda (AB.ŠE.GE.DA) Kein Zugriff
- 2. 1. 2. 3. biblānu Kein Zugriff
- 2. 1. 2. 4. inbu bēl arḫi Kein Zugriff
- 2. 1. 2. 5. utukkû Kein Zugriff
- 2. 1. 2. 6. iqqur īpuš Kein Zugriff
- 2. 1. 2. 7. Zusammenfassung: Hemerologische Begriffe Kein Zugriff
- 2. 2. 1. Hemerologien als eine Art von Divination Kein Zugriff
- 2. 2. 2. Hemerologien als kalendarische Divination Kein Zugriff
- 2. 3. 1. Zeitliche und geografische Verteilung der hemerologischen Texte Kein Zugriff
- 2. 3. 2. Hemerologische Gedanken vor Erstellung der ersten hemerologischenTexte Kein Zugriff
- 2. 3. 3. 1. Altbabylonische Hemerologien Kein Zugriff
- 2. 3. 3. 2. Bilinguale Hemerologie für den siebten Monat Kein Zugriff
- 2. 3. 3. 3. Akkadische Hemerologien des ersten Jt. v.Chr. Kein Zugriff
- 2. 3. 4. 1. Monatliche Kultkalender Kein Zugriff
- 2. 3. 4. 2. Literarische Menologien Kein Zugriff
- 2. 4. 1. Format und Struktur der Texte Kein Zugriff
- 2. 4. 2. 1. DIŠ-Zeichen (senkrechter Keil) Kein Zugriff
- 2. 4. 2. 2. Kalenderdatum Kein Zugriff
- 2. 4. 2. 3. Qualitative Beschreibung Kein Zugriff
- 2. 4. 2. 4. Zusätzliche temporale Angaben Kein Zugriff
- 2. 4. 2. 5. Angaben zu Aktivitäten und/oder ihren Folgen Kein Zugriff
- 2. 4. 2. 6. Angaben zu Naturphänomenen Kein Zugriff
- 2. 4. 2. 7. Kommentar Kein Zugriff
- 2. 5. Schriftträger und Tafelformat Kein Zugriff
- 3. 1. 1. Der Zivilkalender Kein Zugriff
- 3. 1. 2. Der schematische Kalender Kein Zugriff
- 3. 2. Tag und Monat in hemerologischen Texten Kein Zugriff
- 3. 3. Monat und Jahr in hemerologischen Texten Kein Zugriff
- 3. 4. Das kalendarische Schema der Hemerologien Kein Zugriff
- 4. 1. 1. 1. Übersicht über die Sammeltafeln Kein Zugriff
- 4. 1. 1. 2. Texte auf Sammeltafeln Kein Zugriff
- 4. 1. 1. 3. Die Kombination von Texten auf Sammeltafeln Kein Zugriff
- 4. 1. 1. 4. Gründe für die Textauswahl auf Sammeltafeln Kein Zugriff
- 4. 1. 2. 1. Übersicht über die Kompilationen Kein Zugriff
- 4. 1. 2. 2. Texte in Kompilationen Kein Zugriff
- 4. 1. 2. 3. Die Kombination von Texten in Kompilationen Kein Zugriff
- 4. 1. 2. 4. Gründe für die Textauswahl in Kompilationen Kein Zugriff
- 4. 1. 2. 5. 1. Technische Begriffe zur Quellenkennzeichnung Kein Zugriff
- 4. 1. 2. 5. 2. Textmodifikation beim Kompilieren Kein Zugriff
- 4. 1. 2. 5. 3. Struktur eines Tageseintrags in Kompilationen Kein Zugriff
- 4. 1. 3. Zusammenfassung: Textkombinationen in Hemerologien Kein Zugriff
- 4. 2. 1. Titel und Autorschaft Kein Zugriff
- 4. 2. 2. Spezialisierung und Expertise Kein Zugriff
- 4. 2. 3. Kommentartexte Kein Zugriff
- 4. 2. 4. Referenzinformationen von Hemerologien Kein Zugriff
- 4. 2. 5. Zugänglichkeit des hemerologischen Wissens Kein Zugriff
- 4. 2. 6. Textliche Darstellung des hemerologischen Wissens Kein Zugriff
- 4. 2. 7. Anerkennung des Wertes von hemerologischem Wissen Kein Zugriff
- 4. 3. 1. Anweisungen und für jedes Tabu verantwortliche Gottheitin der Aššur-Hemerologie Kein Zugriff
- 4. 3. 2. Typologie der Anweisungen Kein Zugriff
- 4. 3. 3. Die für Tabus verantwortlichen Gottheiten Kein Zugriff
- 4. 3. 4. Vergleich der Anweisungen für den siebten Monat und ihre Beziehungzu den ausgewählten Gottheiten Kein Zugriff
- 5. 1. 1. Flut Kein Zugriff
- 5. 1. 2. Landwirtschaft Kein Zugriff
- 5. 1. 3. 1. Mond(phasen) (System II-1) Kein Zugriff
- 5. 1. 3. 2. Planeten und Sterne (System II-2) Kein Zugriff
- 5. 1. 3. 3. Finsternisse (System II-3) Kein Zugriff
- 5. 2. 1. Tages- und Monatskult (System III-1) Kein Zugriff
- 5. 2. 2. 1. Nisannu, Tašrītu und Neujahrsfeste Kein Zugriff
- 5. 2. 2. 2. Weitere Veranstaltungen im Jahreskult Kein Zugriff
- 5. 3. 1. Signifikante Zahl Sieben (System IV-1 Kein Zugriff
- 5. 3. 2. Götterzahlen (System IV-2) Kein Zugriff
- 5. 3. 3. Zahlzeichen im logografischen Gebrauch (System IV-3) Kein Zugriff
- 6. 1. Personen in den hemerologischen Texten Kein Zugriff
- 6. 2. 1. 1. Emar Kein Zugriff
- 6. 2. 1. 2. Ugarit Kein Zugriff
- 6. 2. 1. 3. Hattuša Kein Zugriff
- 6. 2. 2. 1. Kalḫu Kein Zugriff
- 6. 2. 2. 2. Aššur Kein Zugriff
- 6. 2. 2. 3. Ninive Kein Zugriff
- 6. 2. 2. 4. Ḫuzirina Kein Zugriff
- 6. 2. 2. 5. Kullaniya Kein Zugriff
- 6. 2. 3. 1. Bakr-Awa Kein Zugriff
- 6. 2. 3. 2. Dūr-Kurigalzu Kein Zugriff
- 6. 2. 3. 3. Sippar Kein Zugriff
- 6. 2. 3. 4. Kiš Kein Zugriff
- 6. 2. 3. 5. Babylon und Borsippa Kein Zugriff
- 6. 2. 3. 6. Uruk Kein Zugriff
- 6. 2. 4. Susa Kein Zugriff
- 6. 3. 1. Der archivalische Kontext Kein Zugriff
- 6. 3. 2. Bezeichnungen der Auszubildenden Kein Zugriff
- 6. 3. 3. Mit Ausbildung verbundene Ausdrücke in Kolophonen Kein Zugriff
- 6. 3. 4. Auftrag für die Anfertigung einer Tafel Kein Zugriff
- 6. 4. 1. 1. Briefsorten Kein Zugriff
- 6. 4. 1. 2. Briefe mit Rückgriff auf mehr als eine hemerologische Quelle Kein Zugriff
- 6. 4. 1. 3. Die Schreiber und ihr sozialer Status Kein Zugriff
- 6. 4. 1. 4. Thematik der hemerologischen Briefe Kein Zugriff
- 6. 4. 1. 5. Beziehung zu anderen divinatorischen Disziplinen Kein Zugriff
- 6. 4. 1. 6. Fallbeispiel: Die Zeitplanung des Besuchs von Aššur-mūkin-pale’aim Nisannu 669 v.Chr. Kein Zugriff
- 6. 4. 2. 1. Hinweis auf die Hemerologie mit konkreten Daten Kein Zugriff
- 6. 4. 2. 2. Allgemeine Aussagen zur Günstigkeit von Tagen Kein Zugriff
- 6. 4. 2. 3. Datum der Beschriftung Kein Zugriff
- 6. 4. 3. Hemerologien in Kommentartexten Kein Zugriff
- 6. 5. 1. Politischer Eid/Vertrag (adê) Kein Zugriff
- 6. 5. 2. 1. Die hemerologischen Einträge betreffend die Berufstätigkeitvon Wahrsagern und Ärzten Kein Zugriff
- 6. 5. 2. 2. Die hemerologischen Informationen bezüglich der Wahrsagung Kein Zugriff
- 6. 5. 2. 3. Die hemerologischen Informationen bezüglich der medizinischenBehandlung Kein Zugriff
- 6. 5. 2. 4. Die Datierung der nicht-hemerologischen Texte zur Berufsausübungder Wahrsager Kein Zugriff
- 6. 5. 2. 5. Die Datierung der nicht-hemerologischen Texte zur Berufsausübungder Ärzte Kein Zugriff
- 6. 5. 3. 1. Die hemerologischen Einträge zur Eheschließung Kein Zugriff
- 6. 5. 3. 2. Die Datierungen der Heiratsurkunden Kein Zugriff
- 6. 5. 4. 1. Die hemerologischen Einträge zum Gerichtsverfahren Kein Zugriff
- 6. 5. 4. 2. Die Datierungen der Prozessurkunden Kein Zugriff
- 6. 5. 5. 1. Die hemerologischen Einträge zum Kauf Kein Zugriff
- 6. 5. 5. 2. Die Datierungen der Kaufurkunden Kein Zugriff
- 6. 6. Die gesellschaftliche Bedeutung der Hemerologien Kein Zugriff
- 7. Nachleben der Hemerologie Kein Zugriff Seiten 367 - 372
- Text 1: šigû-Hemerologie Kein Zugriff
- Text 2: Hemerologie zum Bitten Kein Zugriff
- Text 3. 1: Speiseopfer-Hemerologie (K 14810) Kein Zugriff
- Text 3. 2: Speiseopfer-Hemerologie, relevanter Text (K 12177) Kein Zugriff
- Text 4. 1: Hemerologie für Wahrsager (VAT 11336) Kein Zugriff
- Text 4. 2: Hemerologie für Wahrsager, relevanter Text Kein Zugriff
- Text 5: Nisannu-Hemerologie Kein Zugriff
- Text 6. 1: Tašrītu-Hemerologie, assyrische Fassung(gabari māt Aššur) Kein Zugriff
- Text 6. 2: Tašrītu-Hemerologie, assyrische Fassung, relevanterText (W 22656/13a = SpTU 4, 166) Kein Zugriff
- Text 6. 3: Tašrītu-Hemerologie, babylonische Fassung(gabari māt Akkadî) Kein Zugriff
- Text 7: Die hemerologische Kompilation VAT 11594 Kein Zugriff
- Text 8: Die hemerologische Kompilation K 2291+K 12000v Kein Zugriff
- Text 9: Die hemerologische Kompilation K 11703 Kein Zugriff
- Text 10: Die hemerologische Kompilation „Aššur-Hemerologie“ Kein Zugriff
- Anhang 1: Hemerologische Berichte und Briefe Kein Zugriff
- Anhang 2: Allgemeine Aussagen zur Günstigkeit von Tagenin Königsinschriften Kein Zugriff
- Anhang 3: Die neuassyrischen Heiratsurkunden Kein Zugriff
- Anhang 4: Die neuassyrischen Kaufurkunden mit vollständigerDatierung Kein Zugriff
- Anhang 5: Die Datierungen der neuassyrischenOpferschauanfragen und deren Tagesbewertungen Kein Zugriff
- Anhang 6: Liste der Texte mit hemerologischem Inhalt undeng verwandte Texte Kein Zugriff
- Fotografien von Tontafeln Kein Zugriff Seiten 713 - 728
- Allgemeine Abkürzungen Kein Zugriff
- Bibliografische Abkürzungen Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 735 - 772
- Orts- und Gewässernamen Kein Zugriff
- Tempelnamen Kein Zugriff
- Götternamen Kein Zugriff
- Personennamen Kein Zugriff
- Werke der Keilschriftliteratur Kein Zugriff





