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Monographie Kein Zugriff

ṭupšar lā šanān

Der Prolog des Chicago-Prismas Sanheribs von Assyrien. Intertextuelle und motivgeschichtliche Studien
Autor:innen:
Verlag:
 2025

Zusammenfassung

Fast jede(r) moderne(r) Assyriologe/-in lernt in einem vergleichsweise frühen Stadium seines Studiums den Text der annalistischen Tonprismeninschriften Sanheribs mit dem Bericht über acht Feldzüge kennen. Als Basistext dient dabei das 1920 von J.H. Breasted von einem Antiquitätenhändler in Bagdad erworbene und 1924 von D. Luckenbill publizierte Tonprisma, welches im Oriental Institute in Chicago aufbewahrt und deshalb traditionell als das „Chicago-Prisma“ bezeichnet wird. Betrachtet man diesen Text jedoch aus einem traditionsgeschichtlichen Blickwinkel heraus, konkret, im Kontext der Geschichte der assyrischen Königsinschriften als Textgattung, so steht er nicht am Anfang, sondern fast am Ende der Entwicklung. Es ist zwar ein heute im Kontext des assyriologischen Studiums früh gelesener, im Makrokontext der altorientalischen Geschichte aber spät entstandener Text. Die Annalen assyrischer Könige sind ein typisches Beispiel für eine Traditionsliteratur: Texte der Vorgänger werden in Texten der Nachfolger intensiv rezipiert und prägen diese literarisch. Hinzu kommt, dass die Königsinschriften im Grunde genommen einen Überlieferungsstrom mit zahlreichen anderen Texten bilden. Um sie verstehen und würdigen zu können, muss man die Bezugnahmen erkennen, die oft in unauffälligen Wendungen versteckt sind und auf weitere Texte hinweisen, denn solche Bezugnahmen sind (wie in jeder Literatur jeder Epoche) sinnkonstitutiv. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen Beitrag zum besseren Verständnis der Sanherib-Annalen in ihrem kulturgeschichtlichen Kontext durch die Erforschung ihrer intertextuellen Verbindungen zu leisten. Die Fokussierung auf die 19 Zeilen des Prologs des Chicago-Prismas hat mehrere Gründe. Zum einen ist der Prolog der Textteil, in welchem die intertextuellen Bezüge zu anderen Texten und Traditionen am dichtesten sind. Zum anderen ist er auch der Textteil, der nicht nur kompositorisch gesehen vorne steht, sondern den anschließenden Kriegs- und Baubericht literarisch vorbereitet und gewissermaßen als hermeneutische Brille für die anderen Textteile fungiert. Und schließlich scheint er der einzige Teil der annalistischen Prismeninschriften Sanheribs zu sein, der als Schultext benutzt wurde.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2025
Copyrightjahr
2025
ISBN-Online
978-3-96327-301-8
Verlag
Zaphon, Münster
Reihe
dubsar / Altorientalistische Publikationen / Publications on the Ancient Near East
Band
36
Sprache
Deutsch
Seiten
730
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Vorwort Kein Zugriff
    2. Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff
    1. 1. Intertextualität im Chicago-Prisma Sanheribs Einführende Bemerkungen Kein Zugriff
      1. 2.1. Geschichtlicher Überblick Kein Zugriff
          1. 2.2.1.1. Königsinschriften Kein Zugriff
          2. 2.2.1.2. Nicht-inschriftliche Quellen Kein Zugriff
        1. 2.2.2. Babylonische Quellen Kein Zugriff
        2. 2.2.3. Nicht-keilschriftliche Quellen Kein Zugriff
    2. 3. Zu Forschungsgeschichte und Fragestellung Kein Zugriff
      1. 4.1. Zum Intertextualitätsbegriff und seinem Gebrauchin der vorliegenden Arbeit Kein Zugriff
      2. 4.2. Kulturgeschichtliche Aspekte von Intertextualität Kein Zugriff
      3. 4.3. Die Arten von Intertextualität Kein Zugriff
      4. 4.4. Intertextualitätssignale Kein Zugriff
      5. 4.5. Funktionen von Intertextualität Kein Zugriff
      6. 4.6. Intertextualität und Motivgeschichte Kein Zugriff
    3. 5. Zur methodischen Vorgehensweise Kein Zugriff
    4. 6. Zum Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
    5. 7. Zu der Terminologie Kein Zugriff
    6. 8. Weitere Anmerkungen Kein Zugriff
    1. 1. Transliteration und Übersetzung Kein Zugriff
    2. 2. Zur Literargeschichte des Prologs Kein Zugriff
    3. 3. Zur Komposition des Prologs Kein Zugriff
      1. 1.1. šarru rabû Kein Zugriff
      2. 1.2. šarru dannu Kein Zugriff
      3. 1.3. šar kiššati Kein Zugriff
      4. 1.4. šar māt Aššur Kein Zugriff
      5. 1.5. šar kibrāt erbetti Kein Zugriff
      1. 2.1. Übersicht über die Varianten der Königstitulatur bei Sanherib Kein Zugriff
        1. 2.2.1. Gebrauch der Königstitulatur in den InschriftenSanheribs (allgemein) Kein Zugriff
        2. 2.2.2. Redaktionelle Änderungen der Königstitulaturin den annalistischen Inschriften Kein Zugriff
    1. 3. Zusammenschau und Ausblick Kein Zugriff
    1. 1. Anfangsepitheton (I 3b): Der König als Hirte Kein Zugriff
      1. 2.1. Der König als Liebling der Götter Kein Zugriff
        1. 2.2.1. Zu der ersten Epithetareihe als Ganzem Kein Zugriff
          1. 2.2.2.1. nāṣer kitti Kein Zugriff
          2. 2.2.2.2. rāʾim mīšari Kein Zugriff
          3. 2.2.2.3. ēpiš usāti Kein Zugriff
          4. 2.2.2.4. ālik tappût akî Kein Zugriff
          5. 2.2.2.5. sāḫiru damqāti Kein Zugriff
        1. 3.1.1. Zu dem Epitheta-Paar eṭlu (qardu) und zikaru (dannu) Kein Zugriff
          1. 3.1.2.1. eṭlu gitmālu Kein Zugriff
          2. 3.1.2.2. zikaru qardu Kein Zugriff
        1. 3.2.1. ašarēd kal malkī Kein Zugriff
        2. 3.2.2. rappu lāʾiṭ lā māgirī Kein Zugriff
        3. 3.2.3. Zwischenbilanz: Die intertextuellen Verbindungen der kriegerischenEpitheta Sanheribs (außer mušabriqu zāmânī) Kein Zugriff
        4. 3.2.4. mušabriqu zāmânī Kein Zugriff
        1. 4.1.1. Ninive und andere Orte Kein Zugriff
        2. 4.1.2. Assur Kein Zugriff
        3. 4.1.3. Fazit Kein Zugriff
      1. 4.2. Literarische Parallelen zu den Königsepitheta im Prolog der AnnalenSanheribs in babylonischen Königsinschriften und Götterhymnen Kein Zugriff
    2. 5. Zusammenschau Kein Zugriff
    1. 1. Der narrative Teil des Prologs und seine kompositionelleStruktur Kein Zugriff
      1. 2.1. Legitimationspassus als Strukturelement assyrischer Königsinschriften:Eine Skizze seiner „Geschichte“ von Salmanassar I. bis Sargon II. Kein Zugriff
          1. 2.2.1.1. ‚Zitate‘ aus Sargon II. Kein Zugriff
          2. 2.2.1.2. Herrschaft ohnegleichen: Motiv aus InschriftenprologenAdad-nērārīs III. Kein Zugriff
          3. 2.2.1.3. Überlegene Waffen und überragendes Königtum:Legitimationspassus Assurnasirpals II. Kein Zugriff
          4. 2.2.1.4. Motivgeschichtlicher Exkurs: Eine mittelbabylonische Parallele Kein Zugriff
          5. 2.2.1.5. Epilog des Kodex Hammurapi als Hypotext Kein Zugriff
          6. 2.2.1.6. Göttliches Subjekt im Legitimationspassus Kein Zugriff
        1. 2.3.1. Sprachliche Parallelen zu der geographischen FormelChicago-Prisma I 13–14 in assyrischen Königsinschriften Kein Zugriff
        2. 2.3.2. Geographische Formel für die ‚Weltherrschaft‘ des Königs:Eine motivgeschichtliche Skizze Kein Zugriff
        3. 2.3.3. Ein altakkadisches Vorbild? Kein Zugriff
        4. 2.3.4. Der Ausdruck (gimri) ṣalmāt qaqqadi und die Schlusszeiledes Legitimationspassus Kein Zugriff
      2. 2.4. Die intertextuellen Bezüge des Legitimationspassus:Schlussbetrachtung und Fazit Kein Zugriff
    2. 3. Überleitung zum Kriegsbericht (I 16–19):Angst und Flucht der Widersacher Kein Zugriff
    3. 4. Zusammenschau und Rückblick Kein Zugriff
  1. Fazit und Bilanz Kein Zugriff Seiten 659 - 668
  2. Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 669 - 670
  3. Bibliographie Kein Zugriff Seiten 671 - 716

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