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Monographie Kein Zugriff

Völkerrechtsdenken und Außenpolitik in Japan, 1919-1960

Autor:innen:
Verlag:
 2013

Zusammenfassung

Als einzige nicht-westliche Nation unter den Großmächten nahm Japan eine Sonderstellung in der Geschichte der internationalen Beziehungen des frühen 20. Jahrhunderts ein. Der völkerrechtliche und außenpolitische Diskurs Japans war tief von diesem Bewusstsein geprägt und kreiste in den Jahren 1919–1960 beständig um die Frage, wie Japan trotz Integration in eine heteronome Ordnung seine politische Autonomie in Ostasien bewahren könne. Während in den 1920er Jahren die Tendenz zur formalen Kooperation überwog, schlug die innere Distanz zur Zwischenkriegsordnung in den 1930er Jahren in offenen Widerstand um und manifestierte sich in dem Entwurf einer „großostasiatischen Völkerrechtsordnung“. Die Niederlage 1945 und der folgende Kalte Krieg führten Japan unter dramatisch gewandelten politischen Verhältnissen in die westliche Völkerrechtsordnung zurück. Anhand von umfangreichem Quellenmaterial zeichnet dieses Werk die völkerrechtliche und außenpolitische Diskussion der Zeit nach und erhellt so neben der Völkerrechts- und Diplomatiegeschichte des 20. Jahrhunderts auch die Situation nicht-westlicher Staaten in der internationalen Staatenordnung heute.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2013
ISBN-Print
978-3-8329-6981-3
ISBN-Online
978-3-8452-3657-5
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Studien zur Geschichte des Völkerrechts
Band
29
Sprache
Deutsch
Seiten
436
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 14
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 15 - 15
  3. Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 15 - 15
    1. Grundstrukturen der gegenwärtigen Völkerrechtsordnung Kein Zugriff Seiten 16 - 17
    2. Friedenssicherung und Kriegsrecht Kein Zugriff Seiten 17 - 21
    3. Krisenerscheinungen des modernen Völkerrechts Kein Zugriff Seiten 21 - 22
    1. Prolog: Die Relativität des europäischen Völkerrechts Kein Zugriff Seiten 23 - 27
    2. Die Expansion und Universalisierung der europäischen Völkerrechtsordnung Kein Zugriff Seiten 27 - 33
    3. Die Entwicklung des Kriegsvölkerrechts bis 1919 Kein Zugriff Seiten 33 - 35
    1. Die gefährdete „Einheit der Völkerrechtsordnung“ Kein Zugriff Seiten 36 - 39
    2. Kulturelle Parallelen: Globalisierung und die Selbstzweifel Europas Kein Zugriff Seiten 39 - 41
    3. Recht, Völkerrecht und Demokratie im postmodernen Zeitalter Kein Zugriff Seiten 41 - 44
    4. Ausblick Kein Zugriff Seiten 44 - 44
    1. Völkerrechtsgeschichte als Geistesgeschichte Kein Zugriff Seiten 44 - 48
      1. Außenpolitik und Völkerrecht in Japan, 1603 – 1910 Kein Zugriff
  4. Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 51 - 53
    1. Die zwischenstaatliche Ordnung der Tokugawa-Zeit Kein Zugriff Seiten 54 - 57
    2. Bewertung der zwischenstaatlichen Ordnung Kein Zugriff Seiten 57 - 58
    3. Völkerrechtliche Ansätze in der zwischenstaatlichen Ordnung der Tokugawa-Zeit Kein Zugriff Seiten 58 - 61
    1. Die Entstehung des ostasiatischen Vertragshafensystems im 19. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 62 - 65
      1. Der Abschluss von Verträgen mit den westlichen Mächten Kein Zugriff Seiten 65 - 67
      2. Die „ungleichen Verträge“ und die außenpolitischen Zielsetzungen der Meiji-Zeit Kein Zugriff Seiten 67 - 71
      3. Der neue „Standard der Zivilisation“ und Exterritorialität in Japan Kein Zugriff Seiten 71 - 74
      1. Der Abschluss von neuen Verträgen mit den westlichen Mächten Kein Zugriff Seiten 74 - 76
      2. Die Neuausrichtung der Anrainerbeziehungen im Vertragshafensystem Kein Zugriff Seiten 76 - 80
      3. Der Aufbau einer modernen Einflusssphäre in Ostasien Kein Zugriff Seiten 80 - 82
      1. Die Landnahme: Taiwan 1874 Kein Zugriff Seiten 83 - 84
      2. Die Anerkennung/Annexion von Staaten: Korea 1876/1910 Kein Zugriff Seiten 84 - 85
      3. Krieg (1894/95, 1900, 1904/05) und Frieden (Den Haag 1899, 1907) Kein Zugriff Seiten 85 - 91
      1. Die Rezeption des westlichen Völkerrechts durch Übersetzungen ab 1865 Kein Zugriff Seiten 91 - 94
      2. Die Rolle des Außenministeriums Kein Zugriff Seiten 94 - 95
        1. Krieg und Ordnung im Washington-Versailles-System I: Japan und der Völkerbund Kein Zugriff
  5. Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 99 - 101
    1. Erster Weltkrieg Kein Zugriff Seiten 102 - 105
    2. Versailles und Völkerbund, 1919/20 Kein Zugriff Seiten 105 - 108
    3. Washington 1921/22 und die „Shidehara-Diplomatie“ Kein Zugriff Seiten 108 - 110
    1. Inhalt und Interpretation der Völkerbundregeln zum Krieg Kein Zugriff Seiten 111 - 113
    2. Die Interpretation der japanischen Regierung Kein Zugriff Seiten 113 - 115
    1. Konoe Fumimaro, 1918 Kein Zugriff Seiten 116 - 120
    2. Ishibashi Tanzan, 1919 Kein Zugriff Seiten 120 - 121
      1. Person und Werk Kein Zugriff Seiten 122 - 124
      2. Völkerrechtsgemeinschaft und Völkerbund Kein Zugriff Seiten 124 - 126
      3. Kriegsführungsrecht und Kriegseinhegung Kein Zugriff Seiten 126 - 128
      1. Person und Werk Kein Zugriff Seiten 128 - 130
      2. Yokotas Isomorphie von Staat und Völkerrechtsgemeinschaft Kein Zugriff Seiten 130 - 132
        1. Krieg und Ordnung im Washington-Versailles-System II: Japan und der Briand-Kellogg-Pakt (1928) Kein Zugriff
  6. Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 135 - 138
    1. Vorläufer Kein Zugriff Seiten 139 - 142
    2. Zustandekommen und Hintergründe des Briand-Kellogg-Paktes Kein Zugriff Seiten 142 - 145
      1. Inhalt und Interpretation des Paktes Kein Zugriff
      2. Der Pakt als Dokument der „Neuen Diplomatie“ Kein Zugriff Seiten 148 - 148
    1. Das Dilemma der japanischen Festlandpolitik Kein Zugriff Seiten 149 - 152
    2. Die Interpretation des Paktes durch die japanische Regierung Kein Zugriff Seiten 152 - 157
    1. Reaktionen zu Idee, Inhalt und Effektivität des Paktes Kein Zugriff Seiten 158 - 161
    2. Innenpolitische Parallelen: Das „Gesetz zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung“ (1925) Kein Zugriff Seiten 161 - 162
    1. Tachi Sakutar? Kein Zugriff Seiten 163 - 165
    2. Exkurs: Internationale Streitbeilegung während der Zwischenkriegszeit Kein Zugriff Seiten 165 - 167
      1. Person und Werk Kein Zugriff Seiten 167 - 169
        1. Der Mandschurische Zwischenfall und Japans Austritt aus dem Völkerbund, 1931 – 1933 Kein Zugriff
  7. Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 173 - 177
    1. Die politische Stellung des Militärs in Japan Kein Zugriff Seiten 178 - 183
    2. Die Stellung Japans in der Mandschurei: die Guandong-Armee Kein Zugriff Seiten 183 - 186
  8. Der Mandschurische Zwischenfall und Japans Austritt aus dem Völkerbund Kein Zugriff Seiten 187 - 191
    1. Die Haltung der japanischen Regierung Kein Zugriff Seiten 192 - 197
    2. Die westlichen Großmächte und die Stimson-Doktrin Kein Zugriff Seiten 197 - 198
  9. Reaktionen in der japanischen Öffentlichkeit auf die Mandschurische Krise Kein Zugriff Seiten 199 - 201
    1. Tachi Sakutar? Kein Zugriff Seiten 202 - 205
    2. Yokota Kisabur? Kein Zugriff Seiten 205 - 210
      1. Ordnungsdenken und Kriegsrecht während des Asiatisch-Pazifischen Krieges, 1937 – 1945 Kein Zugriff
    1. Hintergründe und politische Ziele der Erklärungen von 1938 und 1940 Kein Zugriff Seiten 219 - 227
      1. Internationalismus und die „Überwindung der Moderne“ Kein Zugriff Seiten 227 - 232
      2. Die Sinngebung des Sinnlosen: Miki Kiyoshi und die Sh?wa kenky?kai Kein Zugriff Seiten 232 - 238
      1. Der Begriff des regionalen Völkerrechts Kein Zugriff Seiten 238 - 239
      2. Die Kokusaih? gakkai als völkerrechtlicher think tank Kein Zugriff Seiten 239 - 246
      3. Tabata Shigejir?: Von der Schwierigkeit, juristisch anders zu denken Kein Zugriff Seiten 246 - 262
      4. Yasui Kaoru Kein Zugriff Seiten 262 - 274
    1. Die japanische Kriegsführung und die Haltung des Militärs Kein Zugriff Seiten 275 - 281
      1. Der Asamamaru-Zwischenfall von 1940 Kein Zugriff Seiten 281 - 282
      2. Ultranationalistische Positionen: Völkerrecht und Japans Männlichkeit Kein Zugriff Seiten 282 - 284
      3. Liberaler Völkerrechtsrelativismus (Kiyosawa Kiyoshi) Kein Zugriff Seiten 284 - 285
      1. Faktischer Krieg (Tachi Sakutar?) Kein Zugriff Seiten 285 - 288
      2. Luftkrieg (Taoka Ry?ichi) Kein Zugriff Seiten 288 - 289
        1. Von der Niederlage zum zweiten US-Japanischen Sicherheitsbündnis, 1945 – 1960 Kein Zugriff
  10. Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 293 - 296
    1. „Reiches Land, schwaches Militär“: Politische Entwicklungen, 1945 – 1960 Kein Zugriff Seiten 297 - 307
    2. Japans Wendung nach innen: Intellektuelle Entwicklungen Kein Zugriff Seiten 307 - 310
    1. Yasui Kaoru Kein Zugriff Seiten 311 - 318
    2. Yokota Kisabur? Kein Zugriff Seiten 318 - 330
    3. Tabata Shigejir? Kein Zugriff Seiten 330 - 343
  11. Japanische Völkerrechtler und das Sicherheitsdilemma Japans Kein Zugriff Seiten 344 - 348
    1. Reaktionen japanischer Völkerrechtler auf den Tokioter Prozess Kein Zugriff Seiten 349 - 353
    2. Das „Atombomben-Urteil“ von 1963 Kein Zugriff Seiten 353 - 356
  12. Schluss I. Zusammenfassung der Ergebnisse Kein Zugriff Seiten 357 - 363
  13. Völkerrecht in Japan, 1919 – 1960: Versuch einer Gesamtbewertung Kein Zugriff Seiten 364 - 369
  14. Ausblick: Die Illusion der voraussetzungslosen Alterität Kein Zugriff Seiten 370 - 374
  15. Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 375 - 424
  16. Personenregister Kein Zugriff Seiten 425 - 428
  17. Sachregister Kein Zugriff Seiten 429 - 436

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