
Liebe, Sex und Allah
Das unterdrückte erotische Erbe der Muslime- Autor:innen:
- Reihe:
- C.H.Beck Paperback, Band 6350
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
"Lieblingsfarbe Pink, Sextipps aus den alten Schriften: Kein muslimischer Gelehrter bricht mit mehr Rollenbildern als Ali Ghandour."
Nabila Abdel Aziz, NEON
Verschleierte Frauen, übergriffige junge Männer: Das Verhältnis von Muslimen zum anderen Geschlecht gibt Rätsel auf. Ist da etwas schiefgelaufen? Und ob! Ali Ghandour zeigt, dass Liebe und Sex in der muslimischen Tradition als Geschenk Gottes genossen, doch unter modernem westlichem Einfluss streng reglementiert wurden. Es ist höchste Zeit, über das unterdrückte erotische Erbe der Muslime aufzuklären.
Drei Asketen wollten etwas Löbliches tun: der erste jede Nacht beten, der zweite tagsüber fasten, der dritte nicht heiraten. Als der Prophet Mohammed davon hörte, ermahnte er sie: «Manchmal bete ich, und manchmal schlafe ich, und ich heirate die Frauen. Dies ist meine Lebensweise. Wer sie ablehnt, gehört nicht zu mir.» Ganz im Sinne des Propheten war für die vormodernen muslimischen Gelehrten die Lust Teil der Natur, die zu ihrem Recht kommen muss. Gerade in den Städten konnte man «Genussbeziehungen» pflegen. Doch mit dem Kolonialismus wurden zunehmend westliche Eheideale und Prüderie in muslimische Länder getragen. Was uns heute als «typisch islamisch» erscheint, ist teils das Erbe von Clangesellschaften, teils ein Spiegelbild puritanischer Moral. Ali Ghandour macht das reichhaltige muslimische Erbe zu Liebe und Sex wieder bewusst. Sein bahnbrechendes Buch sollte nicht nur bärtigen Islamisten und finsteren Islam-Kritikern zu denken geben.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-406-74175-3
- ISBN-Online
- 978-3-406-74176-0
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- C.H.Beck Paperback
- Band
- 6350
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- Cover3
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 3 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 15
- Byzanz und das sassanidische Reich Kein Zugriff Seiten 15 - 22
- Die Araber vor dem Islam Kein Zugriff Seiten 22 - 28
- 2. Die Beziehung: Geschlechtsverkehr oder Ehe? Kein Zugriff Seiten 28 - 36
- 3. Formen der Polygamie Kein Zugriff Seiten 36 - 44
- 4. Die Genussbeziehung Kein Zugriff Seiten 44 - 51
- Sklavinnen und Sklaven bei den Muslimen und in der Antike Kein Zugriff Seiten 51 - 59
- Die Qiyan: Sklavinnen und mehr Kein Zugriff Seiten 59 - 64
- 6. Prostitution und Zuhälterei Kein Zugriff Seiten 64 - 70
- Lots Volk Kein Zugriff Seiten 70 - 72
- Die juristische Bewertung Kein Zugriff Seiten 72 - 78
- Die gesellschaftliche Praxis Kein Zugriff Seiten 78 - 90
- Was ist mit den lesbischen Beziehungen? Kein Zugriff Seiten 90 - 96
- Ist Sex schmutzig? Kein Zugriff Seiten 96 - 98
- Körperflüssigkeiten Kein Zugriff Seiten 98 - 101
- Menstruation und Sex Kein Zugriff Seiten 101 - 103
- Die «perfekte» Frau Kein Zugriff Seiten 103 - 108
- Was Frauen wollen Kein Zugriff Seiten 108 - 111
- Erotische Physiognomik Kein Zugriff Seiten 111 - 115
- 10. Die Aphrodisiaka Kein Zugriff Seiten 115 - 120
- 11. Lobpreis von Phallus und Vulva Kein Zugriff Seiten 120 - 129
- Das Recht auf Sex Kein Zugriff Seiten 129 - 136
- Genuss und Orgasmus Kein Zugriff Seiten 136 - 142
- «Eure Frauen sind für euch ein Saatfeld» Kein Zugriff Seiten 142 - 147
- 13. Die erotische Literatur Kein Zugriff Seiten 147 - 155
- 14. Die Verschmelzung von Erotik und Mystik Kein Zugriff Seiten 155 - 162
- Kolonialismus und «Sexualität» Kein Zugriff Seiten 162 - 166
- Viktorianischer Geist und Selbstverleugnung Kein Zugriff Seiten 166 - 171
- Neue Nationalstaaten und neue Repression Kein Zugriff Seiten 171 - 178
- Traditionelle und moderne Normen Kein Zugriff Seiten 178 - 182
- Die neue Macht der Stammesgesellschaften Kein Zugriff Seiten 182 - 185
- Nachwort Kein Zugriff Seiten 185 - 187
- Glossar Kein Zugriff Seiten 187 - 189
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 189 - 209
- Literatur Kein Zugriff Seiten 209 - Cover3




