Der Denker und sein Glaube
Fichte und der Pietismus oder: Über die theologischen Grundlagen der Wissenschaftslehre. Mit einer Übersetzung von Fichtes ›Theologia dogmatica secundum Theses D. Pezoldi‹ von Christian Reindl- Autor:innen:
- Reihe:
- Spekulation und Erfahrung
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Erstmals in der Fichte-Forschung legt Traub den Einfluss pietistischen Gedankenguts auf Fichtes Philosophie und dessen akademisches und politisches Selbstverständnis dar. Belege dafür sind etwa Fichtes Befürworten einer Personalisierung und Popularisierung des Glaubenswissens, die Innerlichkeitskultur moraltheologischer und rationaler Selbstprüfung oder der Primat der »praxis pietatis«. Im Zentrum steht die Analyse der kaum beachteten konfessionellen Aspekte von Fichtes Bildungsbiographie: in Herkunftsmilieu, Schule und Universität. Besonders mit Fichtes frühen Arbeiten zur Dogmatik und Christologie weist Traub nach, dass Fichte weit vor seiner Kant-Lektüre über eine konfessionell geprägte theologisch-philosophische Orientierung verfügte, die jedes angemessene Verständnis seiner späteren Philosophie berücksichtigen muss.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-7728-2883-6
- ISBN-Online
- 978-3-7728-3332-8
- Verlag
- frommann-holzboog, Stuttgart
- Reihe
- Spekulation und Erfahrung
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 659
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 14
- 1. »Der moderne Philosoph und Gelehrte ist nothwendig ein Protestant.« Kein Zugriff
- 2. »Die Eindrüke der ersten Erziehung sind unaustilgbar.« Kein Zugriff
- 3. Der ›frühe Fichte‹ Kein Zugriff
- 4. Fichtes ›prima inquirenda‹ Kein Zugriff
- 5. »An Realität überhaupt […] findet lediglich ein Glaube statt.« Kein Zugriff
- 6. Der Gang der Untersuchung Kein Zugriff
- 7. Danksagung Kein Zugriff
- 1.1 Fichtes Herkunft Kein Zugriff
- 1.2 Fichtes Elternhaus Kein Zugriff
- 1.3 Öffentliche Bildung und Erziehung in Rammenau zur Zeit Fichtes Kein Zugriff
- 2.1 Die Schweden in Rammenau und der sächsische Protestantismus Kein Zugriff
- 2.2 Schule und Lehrer in Rammenau Kein Zugriff
- 2.3 Der Schulalltag zu Fichtes Zeiten Kein Zugriff
- 3.1 Stand der Fichte-Forschung Kein Zugriff
- 3.2 Der Einfluss des Pietismus auf die Bildungs und Erziehungsinstitutionen in Sachsen Kein Zugriff
- 3.3 »Ermahnung zur fleißigen Besuchung der Schule« Kein Zugriff
- 3.4.1 Personalisierung des Heils und der Aufbau einer Kultur der Selbstreflexion Kein Zugriff
- 3.4.2 Rambachs Didaktik der Selbstprüfung Kein Zugriff
- 3.4.3 »Nebst solchem täglichen Gebet« Kein Zugriff
- 3.4.4 »Nachahmung durch Exempel« Kein Zugriff
- 4.1 Transzendenz Kein Zugriff
- 4.2 Heilsgeschichte Kein Zugriff
- 4.3 Freiheit und Determinismus, Herz und Verstand Kein Zugriff
- 4.4 Resümee Kein Zugriff
- 5.1 Johann Gottfried Dinndorf (1684–1764) Kein Zugriff
- 5.2 Carl Christoph Nestler (1740–1804) Kein Zugriff
- 5.3 Adam Gottlob Wagner (1739–1810) Kein Zugriff
- 1.1 Der Pietismus im Hause derer von Miltitz Kein Zugriff
- 1.2 Die »frommen, starken Frauen« im Pietismus und in Fichtes Leben Kein Zugriff
- 2.1 »Der sonderbar romantische Geist dieser Nation« Kein Zugriff
- 2.2 Fichte und der politische Pietismus Kein Zugriff
- 2.3 Katholiken, Lutheraner, Reformierte und Christen – Die Republik der Deutschenund ihr pietistischer Hintergrund Kein Zugriff
- 2.4 Populärphilosophie und die pietistische Laienbewegung Kein Zugriff
- 2.5 Fichte und der Pietismus Zinzendorf’scher Prägung Kein Zugriff
- 2.6 Fichtes Religionsbegriff – ein Supra-Pietismus? Kein Zugriff
- 2.7 Exkurs: Fichte und ›die‹ Mystik Kein Zugriff
- 3. Fichte in Niederau, im Haus von Pfarrer Krebel Kein Zugriff Seiten 172 - 184
- 1. »Die pietistischen Lehrer […] erhielten den unstreitigen Sieg.« Kein Zugriff Seiten 187 - 190
- 2. Die ›Lehre‹ des Ortes – das Kloster, die Mystik und der Pietismus Kein Zugriff Seiten 191 - 193
- 3. Der »Schulgeist – ein seltsam gemischter Charakter« Kein Zugriff Seiten 194 - 197
- 4. Fichte, der moralisierende junge Philosoph Kein Zugriff Seiten 198 - 200
- 5. Die Entdeckung der deutschen Sprache Kein Zugriff Seiten 201 - 203
- 6. Fichte als Famulus beim Mathematicus Schmidt Kein Zugriff Seiten 204 - 208
- 7. Schmidt, der »Bengelianisch-Crusianische« Theologe Kein Zugriff Seiten 209 - 217
- 8. Johanneisch oder paulinisch? – Fichtes Analysen zur Konfessionsgeschichte Kein Zugriff Seiten 218 - 221
- 9. »Dies ist meine Ansicht der Sache« – Fichtes Kritik am Protestantismus Kein Zugriff Seiten 222 - 224
- 10. »Vernunftwissenschaft und Schwärmerei vollkommen einig« – Fichtes kritische Rehabilitierung eines geächteten Denkens Kein Zugriff Seiten 225 - 228
- 11. Fichte in der Tradition der begeisterten pietistischen Lehrer? Kein Zugriff Seiten 229 - 231
- 12. Exkurs: Siegfried, Robinson, Aeneas – Fichtes Helden der Kindheit Kein Zugriff Seiten 232 - 262
- 13. Die Valediktionsrede – forschungsgeschichtliche Kontroversen zu ihrer werkgeschichtlichen Bedeutung Kein Zugriff Seiten 263 - 288
- 1. Forschungskritische Vorbemerkungen Kein Zugriff Seiten 291 - 295
- 2.1 Johann Jacob Griesbach (1745–1812) Kein Zugriff
- 2.2 Ernst Jacob Danovius (1741–1782) Kein Zugriff
- 2.3 Johann Heinrich August von Ulrich (1746–1813) Kein Zugriff
- 3.1 Friedrich August Wilhelm Wenck (1741–1810) Kein Zugriff
- 3.2 Ernst Platner (1744–1818) Kein Zugriff
- 3.3 Freiheit und Determinismus – Der lange Atem von Christian August Crusius und Karl Ferdinand Hommel Kein Zugriff
- 3.4 Samuel Friedrich Nathanael Morus (1736–1792) Kein Zugriff
- 4.1 Exkurs: Unbesonnenheiten der frühsten Jugend Kein Zugriff
- 4.2.1 »Ich war ein eifriger Crusianer« (Reinhard) Kein Zugriff
- 4.2.2 Philosophie, Offenbarung, sittliches Gefühl und der Pietismus Kein Zugriff
- 4.2.3 Höhere und niedere Popularität Kein Zugriff
- 4.3.1 Interpunktion und die Kunst der Deklamation Kein Zugriff
- 4.3.2 Teutsch oder Deutsch? Eine Frage nationaler Identität Kein Zugriff
- 4.3.3 Schochers ganzheitliche Lehrmethode und die Prägung eines vorkantischen Systembegriffs bei Fichte Kein Zugriff
- 4.3.4 Substantivischer und verbaler Sprachgebrauch – genetisches und faktisches Denken Kein Zugriff
- 4.3.5 »Als denkende Wesen handeln« Kein Zugriff
- 4.3.6 Anschauung und Hinschauung Kein Zugriff
- 5.1 Zur Entstehung des Vorlesungsmanuskripts Kein Zugriff
- 5.2.1 Tathandlung, Setzen und der Primat des Praktischen Kein Zugriff
- 5.2.2 Transzendentallogische, ontologische und existenzielle Auslegung der Tathandlung Kein Zugriff
- 5.2.3 Psychotheologische Einflüsse und Anklänge in der Philosophie Fichtes Kein Zugriff
- 5.3.1 Zur Übersetzung, Darstellung und Analyse der Theologia dogmatica Kein Zugriff
- 5.3.2 Text (Übersetzung von Christian Reindl) Kein Zugriff
- 5.4.1 Der Text der Theologia in seinem formalen Aufbau Kein Zugriff
- 5.4.2 Exkurs: Philipp David Burk und der Einfluss des württembergischen Pietismus auf Pezolds Dogmatik Kein Zugriff
- 5.4.3 Erste inhaltliche Annäherungan die Theologia dogmatica Kein Zugriff
- 5.4.4 Kommentar zum Vorwort (Prolegomena) Kein Zugriff
- 5.4.5 Kommentar zu Kapitel I »Summe der natürlichen Religion« Kein Zugriff
- 5.4.6 Exkurs: Ein Blick in die Fichte-Forschung Kein Zugriff
- 5.4.7 Kommentar zu den Gottesbeweisen im Rahmen der natürlichen Religion Kein Zugriff
- 5.4.8 Kommentar zu Kapitel II »Von der Macht und Notwendigkeit der geoffenbarten Religion« Kein Zugriff
- 5.4.9 Kommentar zu Kapitel III »Von der Wahrheit der Christlichen Religion« Kein Zugriff
- 5.4.10 Exkurs: Ansätze zu einer Trinitäts-Theologie? Kein Zugriff
- 1.1 Anknüpfungspunkte und Voraussetzungen der Absichten des Todes Jesu Kein Zugriff
- 1.2.1 Das Wohltätige der Religion Jesu Kein Zugriff
- 1.2.2 Die Religion Jesu und seine Lehre Kein Zugriff
- 1.3.1 Die gute Seele – Eine kleine Tugendlehre Kein Zugriff
- 1.3.2 Jesus, »das vorzüglichste Muster der Tugenden« Kein Zugriff
- 1.3.3 Der Schriftbeweis Kein Zugriff
- 1.3.4 Kreuz und Auferstehung – Anstoß und Reflexion oder: Das Prinzip der personalen, geistigen Vermittlung des Christentums Kein Zugriff
- 1.4 Zur Anstoß- und Konstitutionslehre des bestimmten, empirischen Ich Kein Zugriff
- 1.5 Der »Blitz-Gedanke« – Zu FichtesTheorie der Evidenz Kein Zugriff
- 1.6 Glaube: Bedeutungen und Dimensionen Kein Zugriff
- 1.7 Exkurs: »Auferstanden aus Ruinen« – Gedankensplitter zur kulturgeschichtlichen Bedeutung der »Auferstehung« Kein Zugriff
- 1.8 Islam und Judentum: Religiöse Kulturen der Macht und des Gesetzes und die einheitstiftende Funktiondes Christentums Kein Zugriff
- 2.1 Gottesdienst Kein Zugriff
- 2.2 Der »innere Kampf« Kein Zugriff
- 2.3 Moralische Freiheit, »höchstes Gut«, »innerer Gerichtshof« und »Intellectus archetypus« Kein Zugriff
- 3.1 Glaubensbegriff Kein Zugriff
- 3.2 Glaubenslehre Kein Zugriff
- 3.3 Glaubensgewissheit Kein Zugriff
- 3.4 Glaubensfreiheit Kein Zugriff
- 3.5 Glaubensbekenntnis Kein Zugriff
- Schluss: Der Blick zurück und nach vorn Kein Zugriff Seiten 627 - 629
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 630 - 642
- Namenregister Kein Zugriff Seiten 643 - 647
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 648 - 659





