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Monographie Kein Zugriff

„Ich wollte halt ein Junge sein“

Über den Umgang transidenter Personen mit Geschlechtlichkeit und die soziale Konstruktion der Transidentität
Autor:innen:
Verlag:
 2017

Zusammenfassung

Warum fühlen wir uns als Frau? Warum fühlen wir uns als Mann? Warum haben wir das Gefühl, ein Geschlecht zu ‚sein‘? Wir nehmen es mit der Geburt an und in den meisten Fällen leben wir damit, ohne es weiter in Frage zu stellen. Somit bildet das Geschlecht eine der elementarsten Dimensionen unserer Identität. Doch was Geschlecht bedeutet und wie wirkmächtig die Kategorien sind, die wir dabei aufmachen, verstehen wir erst, wenn wir mit Personen sprechen, die sich nicht mit der ihnen zugeschriebenen Geschlechterrolle identifizieren können. Oft begleitet diese Personen das Gefühl, mit sich selbst nicht im Einklang zu sein. Das kann einen enormen Leidensdruck hervorrufen, der uns vor Augen führt, in welch engem Korsett wir uns bei der Aushandlung unserer Geschlechtsidentität bewegen. Wie gehen transidente Personen mit Geschlechtlichkeit um? Wie handeln sie ihre Geschlechtsidentität aus und wie positionieren sie sich zum binären Geschlechtersystem? Mithilfe ausführlicher ethnographischer Interviews werden in diesem Buch die vielfältigen Möglichkeiten geschlechtlichen Empfindens und die große Bandbreite geschlechtlicher Identifikation aufgezeigt.

Neben einer kurzen geschichtlichen Einordnung der Transidentität sowie der Darstellung ihrer institutionellen Rahmenbedingungen bietet die Arbeit eine Einführung in die kultur- und sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung und hinterfragt dabei die Praktiken der alltäglichen Produktion von Geschlecht. In diesem Zusammenhang spielen vor allem diskurstheoretische Überlegungen eine Rolle, die ihr Augenmerk auf die sprachliche Ebene von Geschlecht legen. Des Weiteren werden Gedanken zu einer mikrosoziologischen Phänomenologie des Leibes aufgegriffen, die die emotionale Erfahrung von Geschlechtlichkeit untersucht. Die vorliegende Arbeit versucht, transidentes Fühlen außerhalb binär-geschlechtlicher Erklärungsmuster zu verstehen, und Anregungen zu geben, die dichotome Geschlechterordnung grundlegend neu zu ünberdenken.

 

Biographische Informationen

Leonie Weiß, M.A. studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Europäische Ethnologie, Ethnologie und Deutsch als Fremdsprache. Aus ihrer Magisterarbeit ist die vorliegende Publikation hervorgegangen. Derzeit in Leonie Weiß als redaktionelle Mitarbeiterin und Lektorin eines Online-Magazins tätig.

 

Reihe

Münchner ethnographische Schriften - Band 24

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2017
ISBN-Print
978-3-8316-4635-7
ISBN-Online
978-3-8316-7316-2
Verlag
utzverlag, München
Reihe
Münchner ethnographische Schriften
Band
24
Sprache
Deutsch
Seiten
131
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. 1 Eine Frau mit Bart!? Über die Kunstfigur Conchita Wurst Kein Zugriff Seiten 9 - 11
      1. 2.1.1 Eine persönliche Perspektive Kein Zugriff
      2. 2.1.2 Darstellung des methodischen Vorgehens Kein Zugriff
      1. 2.2.1 Transgender, Transvestitismus, Intersexualität: eine begriffliche Abgrenzung Kein Zugriff
      2. 2.2.2 Vom Mysterium zur psychischen Krankheit: eine kurze Geschichte der Transidentität Kein Zugriff
      3. 2.2.3 Der lange Weg transidenter Personen zu ihrem Wunschgeschlecht: institutionelle Rahmenbedingungen der Transidentität Kein Zugriff
    1. 3.1 „Es gibt kein ‚Ich‘ vor der Annahme eines Geschlechts“: Identität und Geschlecht Kein Zugriff
      1. 3.2.1 Die Frauenbewegung und die Anfänge der Frauen- und Geschlechterforschung Kein Zugriff
      2. 3.2.2 Der Alltag als Bühne der Lebenswelt: ethnomethodologische Perspektiven Kein Zugriff
      1. 3.3.1 Über die Macht der Performanz: Diskurstheoretische Ansätze Kein Zugriff
      2. 3.3.2 Geschlecht als sinnliche Erfahrung: Gedanken zu einer mikrosoziologischen Phänomenologie des Leibes Kein Zugriff
      1. 4.1.1 Das innere Gefühl ein Geschlecht zu sein Kein Zugriff
      2. 4.1.2 Körperlichkeit und Sichtbarkeit Kein Zugriff
      3. 4.1.3 Der Leidensdruck und die Ablehnung körperlicher Merkmale Kein Zugriff
    1. 4.2 Stigmatisierung und gesellschaftliche Rollenerwartungen Kein Zugriff
      1. 4.3.1 Vorstellungen und Bezeichnungen der eigenen Geschlechtsidentität Kein Zugriff
      2. 4.3.2 Passing – vom Erlernen ein Geschlecht zu sein Kein Zugriff
      3. 4.3.3 Abgrenzung zu Transvestitismus und Travestie Kein Zugriff
    2. 4.4 Die Pathologisierung der Transidentität Kein Zugriff
  3. 5 Über den Umgang transidenter Personen mit Geschlechtlichkeit und die soziale Konstruktion der Transidentität zur Aufrechterhaltung der zweigeschlechtlichen Ordnung Kein Zugriff Seiten 111 - 117
  4. 6 Ausblick: Für einen offeneren Umgang mit Geschlechtlichkeit Kein Zugriff Seiten 118 - 118
  5. 7. Literatur- und Quellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 119 - 131

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