Forensische Begutachtung bei Persönlichkeitsstörungen
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- Verlag:
- 2014
Zusammenfassung
Die Begutachtung von Personen mit Persönlichkeitsstörungen war, seit diese die wissenschaftliche Psychiatrie am Ende des 19. Jahrhunderts über die Degenerationslehre unter dem Begriff der Psychopathie erreicht hatten, schon immer ein Problem. Dieses Werk vermittelt die Begutachtung von Persönlichkeitsstörungen als einen methodisch in Teilschritte zerlegbaren, überprüfbaren Prozess, der die Entscheidungen auf der diagnostischen Ebene sowie auf der ersten und auf der zweiten Beurteilungsebene nachvollziehbarer macht – mit einem Ergebnis, das dem Richter für eine Entscheidung über das Für und Wider des Vorliegens verminderter Schuldfähigkeit zu überantworten ist. Darüber hinaus wird ein Blick auf die Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen im Maßregelvollzug und auf die kriminalprognostische Beurteilung geworfen. Die dem Gericht im Straf- und im Strafvollstreckungsverfahren für eine normative Wertung zur Verfügung gestellten Erkenntnisse des Sachverständigen über Fähigkeitsbeeinträchtigungen eines Menschen mit tatkausaler Bedeutsamkeit und über die Besserung im Ergebnis von Therapie bleiben in mehrfacher Hinsicht relativ und perspektivisch. Aber dennoch dürfen sie den Anspruch erheben, empirisch begründbar zu sein. Schließlich geht es in der Konsequenz auch um die Bestimmung von Grenzlinien von Kompetenzbereichen. Den alles umfassenden juristisch-normativen Kompetenzbereich des Richters im Strafverfahren berührt es in keiner Weise, wenn der Sachverständige seinen Kompetenzbereich ausschöpft, zugleich aber an der Grenze des methodisch geleitet Wissbaren enden lässt – unabhängig von den an ihn gerichteten (überhöhten) Erwartungen und unabhängig auch davon, in welchem Umfang dadurch normative Wertungsspielräume offen bleiben oder eingeschränkt werden.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 2/2014
- Copyrightjahr
- 2014
- ISBN-Print
- 978-3-941468-77-1
- ISBN-Online
- 978-3-95466-148-0
- Verlag
- MWV, Berlin
- Reihe
- Jahresheft für Forensische Psychiatrie
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 193
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort zur 2. Auflage Kein Zugriff
- Inhalt Kein Zugriff
- 1 Von der Persönlichkeit zur Persönlichkeitsstörung: ein Kontinuum? Kein Zugriff Seiten 3 - 12Autor:innen:
- 2 Persönlichkeitsstörungen – Epidemiologie, Symptomatik und Diagnostik Kein Zugriff Seiten 13 - 20Autor:innen:
- 3 Stand und Stellenwert psychodiagnostischer Verfahren im Rahmen der Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen in foro Kein Zugriff Seiten 21 - 64Autor:innen:
- 4 Stand und Stellenwert bildgebender Verfahren im Rahmen der Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen am Beispiel der „Psychopathy“ Kein Zugriff Seiten 65 - 74Autor:innen:
- 5 Der Weg von der Persönlichkeitsstörung zur schweren seelischen Abartigkeit – Der erste Qualifizierungsschritt im Rahmen der Begutachtung Kein Zugriff Seiten 75 - 86Autor:innen:
- 6 Der Weg von der schweren anderen seelischen Abartigkeit zur verminderten Steuerungsfähigkeit – Der zweite Qualifizierungsschritt im Rahmen der Begutachtung Kein Zugriff Seiten 87 - 118Autor:innen:
- 7 Die Auswirkungen von Persönlichkeitsstörungen auf die Schuldfähigkeit aus Sicht der (neueren) höchstrichterlichen Rechtsprechung – Voraussetzungen/Rechtsfolgen/ Fehlerquellen Kein Zugriff Seiten 119 - 148Autor:innen: |
- 1 Prognostik bei Persönlichkeitsstörungen Kein Zugriff Seiten 151 - 170Autor:innen: |
- 2 Therapie der Persönlichkeitsstörungen im Maßregelvollzug Kein Zugriff Seiten 171 - 180Autor:innen:






