
Wandel durch Anbiederung
Wie die Deutschlandpolitik der achtziger Jahre fortwirkt. Eine Streitschrift- Autor:innen:
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
Die Achtziger waren geprägt vom Status quo. Deutschland war ruhiggestellt: im Westen unter den Fittichen der Supermacht USA, im Osten unter der Last der Sowjetunion. So blieb das Jahrzehnt in Europa ohne Krieg. Können also die achtziger Jahre als Vorzeigejahrzehnt durchgehen, trotz Hochrüstung und Kaltem Krieg? Die Ruhe hatte aber ihren Preis. Das Land war halbiert! Die eine Hälfte war frei, die andere in eine Diktatur gezwungen; die eine Hälfte qua Verfassung verpflichtet, die Einheit und Freiheit wiederherzustellen, die andere gewaltsam daran gehindert. Dieses Buch will die Realität der Achtziger nach der Maßeinheit »Freiheit und Einheit« vermessen und diskutiert insbesondere das Agieren der deutschen Politik, der Intellektuellen sowie der mehr (im Osten) oder minder (im Westen) betroffenen Menschen. Den Deutschen hatte es in den Achtzigern an Kraft und wohl auch an Moral gefehlt, ihr politisches Schicksal, nämlich die Spaltung des Landes und des Kontinents, zu ihrer Hauptsache zu machen. Die dem östlichen Landesteil bescherte unabsehbar lange Diktatur wurde im Westen unter allerlei Vorwänden achselzuckend hingenommen. Und auch im Osten forderten nur ein paar Bürgerrechtler die Menschenrechte ein. Manche von ihnen waren im Gefängnis oder konnten nur aus dem Exil agieren. Die übrigen Menschen im Osten waren derweil damit beschäftigt, ihr privates Dasein zu sichern. Uwe Lehmann-Brauns stellt in seinem streitbaren Buch die Frage in den Raum, ob die westliche Politik in den Achtzigern heute, dreißig Jahre nach der deutschen Vereinigung, Verantwortung trägt oder sogar Schuld hat sowohl an der noch immer zu konstatierenden Spaltung zwischen Ost und West als auch am Populismus von links und rechts. Sind die Westdeutschen trotz oder sogar wegen der massiven ökonomischen Transfers verantwortlich für die Selbstwahrnehmung von Ostdeutschen als Kolonisierte, Gedemütigte, Bürger zweiter Klasse? Haben wir seit 1989 die Verwerfungen der achtziger Jahre abgeschüttelt, oder wirken sie weiter?
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2015
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-86732-352-9
- ISBN-Online
- 978-3-86732-642-1
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 193
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- Helsinki, die Verträge Kein Zugriff Seiten 11 - 16
- Ostpolitik– die schwarzen Limousinen Kein Zugriff Seiten 17 - 22
- Egon Bahr, der Architekt Kein Zugriff Seiten 23 - 32
- Wandel durch Einmauerung Kein Zugriff Seiten 33 - 37
- Status quo – Kontakte Kein Zugriff Seiten 38 - 50
- Erich Honecker, der Wächter Kein Zugriff Seiten 51 - 54
- Wolfgang Vogel, Vertrauter Kein Zugriff Seiten 55 - 56
- Mitspieler Kein Zugriff Seiten 57 - 70
- Die Intellektuellen – Zuschauer mit Silberblick Kein Zugriff Seiten 71 - 81
- Bürgerrechtler Kein Zugriff Seiten 82 - 84
- Von »deutscher Angst« – die Achtundsechziger Kein Zugriff Seiten 85 - 86
- Kultur im Status quo Kein Zugriff Seiten 87 - 105
- Störer Kein Zugriff Seiten 106 - 114
- Ostpolitik von unten Kein Zugriff Seiten 115 - 119
- Die Ost-CDU Kein Zugriff Seiten 120 - 121
- Kalte Krieger – aus der Froschperspektive West-Berlins Kein Zugriff Seiten 122 - 129
- Zeitsprung: Was blieb, was ist abgehakt? Schuld? Kein Zugriff Seiten 130 - 155
- Fazit Kein Zugriff Seiten 156 - 158
- Presseerklärungen Kein Zugriff
- Pressestimmen Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff





