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Monographie Kein Zugriff

Geregelte Außeralltäglichkeit

Deutungs- und Handlungsprobleme von Patienten mit Morbus Parkinson undihren Partnern bei der Therapie durch Tiefe Hirnstimulation
Autor:innen:
Verlag:
 2015

Zusammenfassung

Die Tiefe Hirnstimulation in der Therapie der Parkinsonkrankheit kann einen ambivalenten Effekt haben. Bei vielen Patienten kommt es zu einer geradezu dramatischen Verbesserung der Motorik, aber gleichzeitig klagen sie über eine subjektive Verschlechterung ihres Zustandes. Oft wird der Wiedereintritt in den Alltag durch psychosoziale Schwierigkeiten erheblich erschwert. Dazu können auch fortwährende Streitigkeiten innerhalb der Partnerschaft oder gar Trennungen und Suizide gehören. Noch immer werden derartige Fälle in der klinischen Literatur lediglich in Form von Einzelbeobachtungen beschrieben und nicht systematisch auf ihre Ursachen hin untersucht. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass Kommunikationsprobleme in Partnerschaft und Familie nicht mit den in der Neurologie derzeit vorherrschenden biologischen Theorien allein erklärt werden können. Eine Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaften wie der klinischen Soziologie kann zu einem angemesseneren Verständnis der Probleme und zu einer besseren Betreuung der Parkinsonpatienten und ihrer Angehörigen führen.

Mit einer an Pragmatik und Sprechakttheorie geschulten Methode sowie einem kasuistischen, nicht-standardisierten Studiendesign leistet diese Arbeit einen Beitrag zur Aufklärung der nach Tiefer Hirnstimulation peri- und postoperativ auftretenden psychosozialen Probleme. In diesem Feld ist in besonderer Weise eine integrative Wissenschaft gefordert, die »Kultur und »Natur« nicht dichotom trennt, sondern sowohl die symbolische Dimension menschlichen Handelns als auch die funktionell-neuroanatomischen und pathophysiologischen Prozesse in ihrer Modellbildung – jenseits von neurowissenschaftlichem Lokalisationismus und nicht minder reduktionistischen psychosozialen Erklärungen – synthetisiert. Das Verhältnis von Körper und Geist ist hier im Lichte einer hochaktuellen therapeutischen Problematik der modernen Medizin thematisch.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2015
ISBN-Print
978-3-942393-58-4
ISBN-Online
978-3-8452-7729-5
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
312
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
    1. Soziologische Forschung und Modellbildung im Feld der Neurologie Kein Zugriff
    2. Der Aufbau der Arbeit Kein Zugriff
    3. Erkenntnisinteressen und Probleme der Multidisziplinarität Kein Zugriff
    4. Die Stellung des Patientennarrativs in der Medizin Kein Zugriff
    1. Morbus Parkinson – die pathophysiologische Ebene Kein Zugriff
    2. Morbus Parkinson – die klinische Ebene Kein Zugriff
    3. Die psychosozialen Implikationen der Tiefen Hirnstimulation im Überblick Kein Zugriff
    4. distressed mind in a repaired body – die Studie Schüpbachs Kein Zugriff
    1. Kritik an der standardisierten Lebensqualitätsforschung Kein Zugriff
    2. Die Datenbasis Kein Zugriff
    3. Die Entscheidung für ein datengetriebenes Bottom- up-Verfahren Kein Zugriff
    4. Verfahren der Dateninterpretation Kein Zugriff
    1. Studiendesign und Datenerhebung Kein Zugriff
    2. Die Befragungssituation Kein Zugriff
    3. Prä-OP-Interview Kein Zugriff
    4. Follow-ups Kein Zugriff
    5. Transkriptionen Kein Zugriff
    6. Sequenzanalysen und Kontrastierungen Kein Zugriff
    7. Die Darstellung der Forschungsergebnisse Kein Zugriff
    1. Neurologische Literatur und Schriften zur (neuro-)chirurgischen Situation Kein Zugriff
    2. Bewältigung, Krise und Trajekt – der Umgang mit psychosozialen Belastungen aus Perspektive der Psychologie und Soziologie Kein Zugriff
    3. Die partnerschaftliche Dyade als elementare Form des sozialen Lebens Kein Zugriff
    4. Das professionelle Arbeitsbündnis in der Medizin Kein Zugriff
    1. Die Entscheidung für die Operation und die Antizipation des Eingriffes Kein Zugriff
    2. Der Eingriff Kein Zugriff
    3. Der Aufwachraum und die erste postoperative Erfahrung Kein Zugriff
    4. Postoperativer Kontrollverlust Kein Zugriff
    5. Die Feineinstellung Kein Zugriff
    6. Die Integration des Leibartefaktes Kein Zugriff
    7. Der Übergang in die Langzeitbetreuung Kein Zugriff
    8. Die Deaktivierung des Impulsgebers Kein Zugriff
    1. Geburt und Milieu Kein Zugriff
    2. Die landwirtschaftliche Alltagspraxis der Ahnen Kein Zugriff
    3. Die Parkinson-Krankheit als Gegenstand der Perspektivenübernahme Kein Zugriff
    4. Die Biographie Kein Zugriff
    5. Der Ausbruch der Krankheit Kein Zugriff
    6. Das Interesse an der Tiefen Hirnstimulation Kein Zugriff
    7. Die gemeinsame Entscheidung für den Eingriff Kein Zugriff
    8. Die Antizipation der Operation und die Bewältigung der Angst Kein Zugriff
    9. Die Operation Kein Zugriff
    10. Die Rehabilitation Kein Zugriff
    11. Die Rückkehr in den Alltag Kein Zugriff
    12. Das Überschreiten bisheriger Grenzen und die Suche nach einem neuen Leben Kein Zugriff
    13. Anhaltende Arbeitsprobleme und die partnerschaftliche Dissoziation Kein Zugriff
    14. Schlussfolgerungen Kein Zugriff
    1. Auswahl- und Kontrastierungskriterien Kein Zugriff
    2. Familiengeschichte, Milieu und Biographie: Drei Strukturmerkmale Kein Zugriff
    3. Die Biographie Kein Zugriff
    4. Kontaktaufnahme und erstes Interview Kein Zugriff
    5. Der Sturz als biographische Zäsur Kein Zugriff
    6. Die Bewältigungsstrategie: Die Parkinson-Erkrankung als Beruf Kein Zugriff
    7. Die Motivation und Entscheidung für die Tiefe Hirnstimulation Kein Zugriff
    8. Die Reaktion des Mannes und der Familie Kein Zugriff
    9. Der Eingriff Kein Zugriff
    10. Die drei Leben Kein Zugriff
    11. Der Kontrast zwischen latenter Fallstruktur und dem Deutungsmuster der Patientin Kein Zugriff
    12. Die Rehabilitationsphase Kein Zugriff
    13. Ein neuer Sturz – der Rückschlag Kein Zugriff
    14. Das dritte Interview – ein Jahr nach der OP Kein Zugriff
    15. Schlussfolgerungen Kein Zugriff
    1. Die Auswahl des Falles Kein Zugriff
    2. Der erste Kontakt mit Frau Planinec Kein Zugriff
    3. Das bestimmende Merkmal der Selbstlosigkeit Kein Zugriff
    4. Biographische Eckdaten Kein Zugriff
    5. Die Betreuungssituation Kein Zugriff
    6. Die Operation Kein Zugriff
    7. Die psychosozialen Probleme in der Bewältigung des Eingriffes Kein Zugriff
    8. Die Parkinson- Patientin als »caregiver« Kein Zugriff
    9. Der Verlust des Objektes der karitativen Liebe und die Verstärkung der Symptomatik Kein Zugriff
    10. Schlussfolgerungen Kein Zugriff
    1. Soziologische Fallrekonstruktion im Feld der Neurologie Kein Zugriff
    2. Fallgeneralisierungen der drei extensiven Kasuistiken Kein Zugriff
    3. Die Bedeutung der Arbeit und des Arbeitsbündnisses bei der Therapie durch die Tiefe Hirnstimulation Kein Zugriff
    4. »Awakenings« revisited Kein Zugriff
    5. Resümee und Implikationen für die klinische Praxis Kein Zugriff
    1. Neurologische, neurochirurgische und (neuro-)psychiatrische Literatur Kein Zugriff
    1. Legende zum Gesprächsanalytischen Transkriptionssystem (GAT)/Basistranskript (nach Selting et al. 1998) Kein Zugriff
    2. Überblick über die Transkripte (PDF-Datei) Kein Zugriff
    3. Tabellen: UPDRS III-Werte und medikamentöse Reduktion Kein Zugriff
  2. Danksagung Kein Zugriff Seiten 309 - 312

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