
Philosophie des Traums
- Autor:innen:
- Verlag:
- 2008
Zusammenfassung
Die tiefgründige philosophische Analyse, die dieses Buch unternimmt, gilt einem Phänomen, das wir alle kennen. Seine Anfänge reichen wenigstens bis in die Altsteinzeit zurück, schon in der Antike wurde es professionell behandelt, doch erst im 20. Jahrhundert wissenschaftlichen Standards unterzogen: der Traum.
Wir träumen, wenn wir aufgehört haben zu denken, und doch ist der Traum nicht gedankenlos. Er zeugt von einem Denken unterhalb des Denkens. Seine massenmedial nach außen gekehrte Form ist der Film, der seinen Betrachter in eine Art Wachtraumleben hineinzieht. Der Traum selbst ist jedoch der Inbegriff des Innerlichen. Nur wer in sich versunken ist, kann träumen.
Es gibt jedoch einen historischen Punkt, an dem sich diese Gegensätze auf brisante Weise berührt haben. 1895 wurden in Paris die ersten Filme gezeigt. In Wien indessen «enthüllte sich am 24. Juli 1895 dem Dr. Sigmund Freud das Geheimnis des Traumes», wie der «Enthüller» selbst später brieflich gestand. Welche Koinzidenz am Vorabend des 20. Jahrhunderts!
Für Christoph Türcke wird sie zum Ausgangspunkt einer philosophischen Mentalarchäologie. Sie spürt im Traum die Primärprozesse des Denkens, ja der gesamten Kulturbildung auf, die durch das Sensationstrommelfeuer der Massenmedien zunehmend bedroht sind. Türckes Traumanalyse führt hinab bis ins Triebleben und leitet daraus die beiden menschlichen Grundkräfte, Einbildungskraft und Sprache, so her, daß sich an der Grenze von Philosophie und Psychoanalyse ganz neue Perspektiven eröffnen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2008
- ISBN-Print
- 978-3-406-62492-6
- ISBN-Online
- 978-3-406-62493-3
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 252
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorwort: Die Altsteinzeit in uns Kein Zugriff Seiten 7 - 19
- Physisches und Psychisches Kein Zugriff Seiten 19 - 29
- Halluzination Kein Zugriff Seiten 29 - 40
- Symbol und Allegorie Kein Zugriff Seiten 40 - 52
- Umkehrung Kein Zugriff Seiten 52 - 60
- Opfer Kein Zugriff Seiten 60 - 68
- Vorstellung Kein Zugriff Seiten 68 - 73
- Mentaler Raum Kein Zugriff Seiten 73 - 79
- Traumzeit Kein Zugriff Seiten 79 - 88
- Gilgamesch Kein Zugriff Seiten 88 - 98
- Wilde Deutung Kein Zugriff Seiten 98 - 101
- Konstanzprinzip Kein Zugriff Seiten 101 - 107
- Erleben Kein Zugriff Seiten 107 - 110
- Bahnen Kein Zugriff Seiten 110 - 114
- Reizflucht Kein Zugriff Seiten 114 - 119
- Gedächtnis Kein Zugriff Seiten 119 - 122
- Trieblockerung Kein Zugriff Seiten 122 - 127
- Seelischer «Apparat» Kein Zugriff Seiten 127 - 133
- Idealbildung Kein Zugriff Seiten 133 - 137
- Exzeß Kein Zugriff Seiten 137 - 143
- Eros Kein Zugriff Seiten 143 - 147
- Todestrieb Kein Zugriff Seiten 147 - 150
- Inzest Kein Zugriff Seiten 150 - 155
- Säuglingsmystik Kein Zugriff Seiten 155 - 160
- Ursprungsmärchen Kein Zugriff Seiten 160 - 165
- Eid Kein Zugriff Seiten 165 - 170
- Übersetzte Naturerschütterung Kein Zugriff Seiten 170 - 174
- Ritualakustik Kein Zugriff Seiten 174 - 178
- Urworte Kein Zugriff Seiten 178 - 183
- «Fort» – «Da» Kein Zugriff Seiten 183 - 189
- Nominalismus – Realismus Kein Zugriff Seiten 189 - 197
- Sprechakte Kein Zugriff Seiten 197 - 204
- Unterwerfung des Namens Kein Zugriff Seiten 204 - 210
- Traumzeit der Sprache Kein Zugriff Seiten 210 - 212
- Universalgrammatik und Kategorien Kein Zugriff Seiten 212 - 219
- Psychoanalytischer Strukturalismus Kein Zugriff Seiten 219 - 227
- Redekur Kein Zugriff Seiten 227 - 234
- Nachwort: High-Tech-Traumzeit Kein Zugriff Seiten 234 - 250
- Dank Kein Zugriff Seiten 250 - 251
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 251 - 252




