
Legitimation qua Adoption
Eine Inklusionsmaßnahme bei Paulus- Autor:innen:
- Verlag:
- 2018
Zusammenfassung
Sola Fide – ein Grundpfeiler der Reformationstheologie und Grundgedanke Martin Luthers – besagt, dass allein der Glaube an Jesus Christus den Menschen vor Gott gerecht macht. Kein Gesetzeswerk vermag dies zu leisten. Mit diesem Gedanken, den Luther vor allem durch den Römerbrief des Apostels Paulus bestätigt sieht, geht auch die Annahme einher, dass allein das sola fide darüber entscheidet, ob man zum Gottesvolk gehört oder eben nicht. Diese lutherische Interpretation der paulinischen Rechtfertigungslehre spiegelt sich auch in der Paulusexegese der letzten Jahrhunderte besonders in Deutschland wider. Kritisch mit der paulinischen Rechtfertigungslehre in der Deutung Luthers und Bultmanns hat sich dagegen die aus dem englischsprachigen Raum kommende New Perspective on Paul auseinandergesetzt, die man unter anderem mit den Exegeten Krister Stendahl, Ed P. Sanders und James D.G. Dunn in Verbindung bringt. So ist Stendahl etwa der Ansicht, dass es gerade der Glaube ist, der gleiche Rechte auch den Heidenchristen zusichert und somit die reziproke Egalität aller Christusglaubenden begründet. Daran gibt es jedoch Zweifel. Gemäß der antiken Gedächtnisspur erwirkt der Glaube zumindest keine Konversion mit rechtlichen Konsequenzen. Von der Erkenntnis ausgehend, dass somit die Protagonisten der Neuen besonders in Bezug auf den Terminus des Glaubens in der alten Perspektive verharren, versucht die Arbeit einen Neuansatz, indem sie die Zusicherung der Rechte für alle Glaubenden vor allem in dem Begriff der Adoption ausgedrückt findet. Anhand der Darstellung und Auslegung von Adoptionsurkunden und anderen Quellen, die den Begriff der Adoption verwenden, verdeutlicht die vorliegende Studie, dass Paulus bereits auf einen in der antiken Enzyklopädie verankerten Begriff zurückgreift, um die Inklusion der nichtjüdischen Christusglaubenden zu verdeutlichen. Nicht allein der Glaube sichert die Zugehörigkeit zum Volk Gottes zu, auch und gerade die Adoption spielt in dem Heilsgeschehen eine wesentliche Rolle, denn diese eröffnet allen Christusglaubenden die Teilhabe an der Verheißung Gottes.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2018
- ISBN-Print
- 978-3-95832-153-3
- ISBN-Online
- 978-3-8452-9887-0
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 328
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 10
- Hinführung – Antijudaistische Strukturen innerhalb der protestantischen Theologie Kein Zugriff
- Eine neue Blickrichtung durch die New Perspective on Paul? Kein Zugriff
- Fragestellung der vorliegenden Arbeit Kein Zugriff
- Forschungsgeschichte Kein Zugriff
- Strukturierung der Arbeit Kein Zugriff
- Die alte Perspektive – Von Martin Luther bis Rudolf Bultmann Kein Zugriff Seiten 27 - 35
- Die Pionierarbeit früherer Vertreter einer Neuen Paulusperspektive Kein Zugriff
- Krister Stendahl – seine neue Sicht Kein Zugriff
- Ed Parish Sanders – seine neue Sicht Kein Zugriff
- James D.G. Dunn – seine neue Sicht Kein Zugriff
- Die neue Paulusperspektive – Kritiker und Kritisierte Kein Zugriff
- Die New Perspective – eine wirklich neue Perspektive? Kein Zugriff
- Eine neue Perspektive auf Stendahl, Sanders und Dunn Kein Zugriff
- Exkurs: Die Pistis – der Glaube – (k)ein fest umrissener Begriff? Kein Zugriff
- Exkurs: Das »Einander-Brüder-Sein« als »identity marker« paulinischer Gemeinden Kein Zugriff
- Exkurs zur Veröffentlichung von Erin M. Heim: »Adoption in Galatians and Romans. Contemporary Metaphor Theories and the Pauline HYIOTHESIA Metaphors«(2017) Kein Zugriff
- Die Adoption in Gortyn Kein Zugriff
- Griechische Adoptionstermini Kein Zugriff
- Attische Adoptionen Kein Zugriff
- Adoption von Sklaven Kein Zugriff
- Adoption in Bezug auf das Priesteramt Kein Zugriff
- Intention einer Adoption Kein Zugriff
- Adoption in der Mythologie Kein Zugriff
- Exkurs: Griechische Adoptionsverträge nach dem 2. Jahrhundert nach Christus – Parallelen zum ius romanum Kein Zugriff
- Intention einer Adoption Kein Zugriff
- Verfahren einer Adoption Kein Zugriff
- Adoption in Bezug auf die Ämterpolitik Kein Zugriff
- Adoption von Sklaven Kein Zugriff
- Römische Adoptionstermini Kein Zugriff
- Exkurs: Adoptionsurkunden nach dem 2. Jahrhundert nach Christus Kein Zugriff
- Echte und unechte Adoptionen? Kein Zugriff
- Altorientalische Adoptionsriten Kein Zugriff
- Konsequenzen einer Adoption Kein Zugriff
- Adoption von Neffen Kein Zugriff
- Adoption von Sklaven Kein Zugriff
- Adoption im Zusammenhang mit einer göttlich legitimierten Inthronisierung Kein Zugriff
- Adoption in Ex 2,1–10 und in Est 2,7.15 Kein Zugriff
- Adoptionen in Gen 12,4; 29 ff; 30,3–13; Ri 11,1–3 und Rt 4,16–17? Kein Zugriff
- Adoptionen auf Elephantine und in Rom Kein Zugriff
- Die Neustrukturierung der Familiengenealogie am Beispiel von Gen 48,1–14 Kein Zugriff
- Vertikale Adoptionen Kein Zugriff
- Von Abraham bis Christus Kein Zugriff
- Nicht mehr Unmündige und Sklaven, sondern Söhne Gottes Kein Zugriff
- Wir und Ihr Kein Zugriff
- Das Erbe von Gott gegeben Kein Zugriff
- »Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, der da ruft: Abba, Vater!« Kein Zugriff
- Nachkommen Abrahams Kein Zugriff
- Und das Gesetz? Und die Beschneidung? Kein Zugriff
- Die paulinische Gedächtnispur – Woher kommt sie? Kein Zugriff
- Gal 4 und Röm 8 – eine parallele Struktur Kein Zugriff
- Mit-Christus als Mit-Erben Kein Zugriff
- Kinder Gottes versus Söhne Gottes Kein Zugriff
- »Ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!« Kein Zugriff
- Den Israeliten gehört bereits die Sohnschaft... (Röm 9,4) Kein Zugriff
- Darstellung und Ergebnisse Kein Zugriff
- Ausblick Kein Zugriff
- Bibelausgaben Kein Zugriff
- Hilfsmittel Kein Zugriff
- Primärquellen Kein Zugriff
- Sekundärliteratur Kein Zugriff



