Zur Lüge verdammt?
Politik, Justiz, Kunst, Medien, Medizin, Wissenschaft und die Ethik der Wahrheit- Autor:innen:
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Das moralische Verbot der Lüge ist weltweit verbreitet, ob es um die Erziehung der Kinder, die Schriften der Weltreligionen oder die großen Philosophen aller Kulturräume geht. Die Ächtung der Lüge erscheint geradezu als gemeinsames Kulturerbe der Menschheit. Und doch meinen Biologen, Evolutions- und Verhaltensforscher aufzeigen zu können, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit seien wider die biologischen Wurzeln des Menschen. Soll man also nur dann die Wahrheit sagen, wenn die Unwahrheit keinen erkennbaren Vorteil verschafft? Schockenhoff fragt nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit auf dem Feld der Wissenschaft, nach Wahrheit in der demokratischen Öffentlichkeit und in den Medien, in der Kunst, in der richterlichen Urteilsfindung, in der Patienteninformation des Arztes, nach der moralischen und rechtlichen Bedeutung der Auschwitzlüge usw. Ein faszinierender Durchgang durch die Wahrheitsthematik, der mit großer gedanklicher Kraft Auswege aus dem Zwang zur Lüge aufzeigt.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2017
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-451-27369-8
- ISBN-Online
- 978-3-451-33177-0
- Verlag
- Herder, Freiburg
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 533
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort zur Sonderausgabe Kein Zugriff
- Inhalt Kein Zugriff
- 1. Beiträge aus Evolutionsbiologie und Verhaltensforschung Kein Zugriff
- 2. Beiträge aus der Kulturgeschichte Kein Zugriff
- 3. Beiträge aus Soziologie und Psychologie Kein Zugriff
- 4.1 Das philosophische Missverständnis Kein Zugriff
- 4.2 Das linguistische Missverständnis Kein Zugriff
- 4.3 Das ethische Missverständnis Kein Zugriff
- 1.1 Die Lüge als Gegensatz zur Wahrheit Kein Zugriff
- 1.2 Der langfristige Schaden der Lüge Kein Zugriff
- 1.3 Definitionen der Lüge Kein Zugriff
- 1.4 Unterscheidungen der Lüge Kein Zugriff
- 1.5 Die Theorie der soteriologischen Täuschung Kein Zugriff
- 1.6 Die allegorische und typologische Auslegung der Schrift Kein Zugriff
- 1.7 Abschließende Würdigung Kein Zugriff
- 2.1 Glück als Erkenntnis und Austausch der Wahrheit Kein Zugriff
- 2.2 Die Unterscheidung von Wahrheit und Wahrhaftigkeit Kein Zugriff
- 2.3 Aussagewahrheit und Lebenswahrheit Kein Zugriff
- 2.4 Die Definition der Lüge Kein Zugriff
- 2.5 Unterscheidungen der Lüge Kein Zugriff
- 2.6 Grenzen der Wahrheitspflicht Kein Zugriff
- 2.7 Die nachsichtige Beurteilung der Nutzlüge Kein Zugriff
- 2.8 Abschließende Würdigung Kein Zugriff
- 3.1 Die Falschaussage und das Recht auf Wahrheit Kein Zugriff
- 3.2 Selbstbehauptung gegen das Unrecht: moraltheologische Debatten im 17. Jahrhundert Kein Zugriff
- 3.3 Wahrhaftigkeit als Pflicht gegen die Menschheit: Kants unbedingte Zurückweisung der Lüge Kein Zugriff
- 4.1 Antworten der katholischen Moraltheologie des 20. Jahrhunderts Kein Zugriff
- 4.2 Antworten der protestantischen Theologie des 20. Jahrhunderts Kein Zugriff
- 5. Rückblick auf den historischen Problemstand Kein Zugriff
- 1.1 Die Semantik des Wortfeldes Kein Zugriff
- 1.2 Das Zeugnis des Alten Testaments Kein Zugriff
- 1.3 Das Zeugnis des Neuen Testaments Kein Zugriff
- 2.1 Die Semantik des Wortfeldes Kein Zugriff
- 2.2 Das Zeugnis des Alten Testaments Kein Zugriff
- 2.3 Das Zeugnis des Neuen Testaments Kein Zugriff
- 3.1 Der Aussagesinn der Wahrheit und das Ethos der Objektivität und Sachlichkeit Kein Zugriff
- 3.2 Der personale Sinn der Wahrheit und das Ethos der Wahrhaftigkeit und Treue Kein Zugriff
- 3.3 Der kommunikative Sinn der Wahrheit und das Ethos der Dialogbereitschaft und Toleranz Kein Zugriff
- 3.4 Der situative Anspruch der Wahrheit und das Ethos der Gerechtigkeit und Liebe Kein Zugriff
- 3.5 Zusammenfassung und Überleitung zu konkreten Problemfeldern Kein Zugriff
- 1.1 Das Scheitern des logischen Positivismus Kein Zugriff
- 1.2 Die Bedeutung der forschungsleitenden Fragestellung Kein Zugriff
- 1.3 Wissenschaft als unendlicher Prozess Kein Zugriff
- 1.4 Wissenschaft als zielloses Spiel? Kein Zugriff
- 1.5 Die Idee der Wahrheit als oberstes Prinzip der Wissenschaft Kein Zugriff
- 2.1 Interne und externe Aspekte der Wissenschaftsethik Kein Zugriff
- 2.2 Die rationale Begründung der Wissenschaftsethik Kein Zugriff
- 2.3 Die Grundpostulate der Wissenschaftsethik Kein Zugriff
- 3.1 Definition und Formen des wissenschaftlichen Fehlverhaltens Kein Zugriff
- 3.2 Ideendiebstahl und Plagiat Kein Zugriff
- 3.3 Nicht-Erwähnung von Mitarbeitern und Erwähnung von Nicht-Mitarbeitern Kein Zugriff
- 3.4 Sorgfalt in der Datenerhebung und -sicherung Kein Zugriff
- 3.5 Der Missbrauch von Gutachterstellungen Kein Zugriff
- 3.6 Die persönliche Integrität der Wissenschaftler Kein Zugriff
- 1.1 Zur Geschichte des Begriffs Öffentlichkeit Kein Zugriff
- 1.2 Öffentlichkeit als politisch-demokratische Kategorie Kein Zugriff
- 1.3 Öffentlichkeit als anthropologisch-soziale Kategorie Kein Zugriff
- 2.1 Achtung vor der Wahrheit im medialen Handeln Kein Zugriff
- 2.2 Achtung vor der Wahrheit im politischen Handeln Kein Zugriff
- 2.3 Exkurs I: Zur moralischen und rechtlichen Bewertung der Auschwitzlüge Kein Zugriff
- 2.4 Exkurs II: Zur moralischen und rechtlichen Bewertung von Wahrheitskommissionen Kein Zugriff
- 2.5 Exkurs III: Zur moralischen und rechtlichen Bewertung der Politikerlüge Kein Zugriff
- 3.1 Die Überwindung eines individualethischen Ansatzes Kein Zugriff
- 3.2 Die Engführung eines systemtheoretischen Ansatzes Kein Zugriff
- 3.3 Die Bestimmung individueller Handlungsspielräume Kein Zugriff
- 3.4 Das Grundgebot der Achtung vor den Kommunikationspartnern Kein Zugriff
- 4.1 Mediengestaltung als Auftrag an Staat, Wirtschaft und Politik Kein Zugriff
- 4.2 Mediennutzung als Aufgabe des Publikums Kein Zugriff
- 4.3 Medienproduktion als Auftrag des Journalismus Kein Zugriff
- 1. Wahrheitsfindung als Aufgabe des Rechtsstaats? Kein Zugriff
- 2.1 Das Urteil als Verknüpfung von Rechtssatz und Tatsachenfeststellung Kein Zugriff
- 2.2 Die juristische Gesetzesauslegung als hermeneutisches Modell Kein Zugriff
- 2.3 Das Prinzip der freien Beweiswürdigung Kein Zugriff
- 2.4 Die richterliche Überzeugung von der Wahrheit Kein Zugriff
- 2.5 Die Diskussion um die objektiven Beweismaßtheorien Kein Zugriff
- 2.6 Das Urteil eines idealen oder durchschnittlichen Richters als Maßstab? Kein Zugriff
- 3.1 Dispositionsmaxime und Verhandlungsgrundsatz Kein Zugriff
- 3.2 Die überwundene Redeweise von der nur formellen Wahrheit Kein Zugriff
- 3.3 Die umstrittene Aufklärungspflicht der Parteien Kein Zugriff
- 3.4 Pragmatische Beweiserleichterungen Kein Zugriff
- 3.5 Die Bedeutung der Beweislastregeln Kein Zugriff
- 3.6 Die Aussagepflicht des Zeugen und seine Zeugnisverweigerungsrechte Kein Zugriff
- 4.1 Legalitätsprinzip und Ermittlungsgrundsatz Kein Zugriff
- 4.2 Gesetzliche Beweisverbote als Schranken der richterlichen Wahrheitsfeststellung Kein Zugriff
- 4.3 Die Öffentlichkeit der Gerichtsverhandlung Kein Zugriff
- 4.4 Im Zweifel für den Angeklagten Kein Zugriff
- 4.5 Die Aussagefreiheit des Angeklagten Kein Zugriff
- 4.6 Die Rechte der Zeugen im Strafverfahren Kein Zugriff
- 4.7 Die Bedeutung der Zeugnisverweigerung im Strafprozess Kein Zugriff
- 1.1 Die Kunst als sinnliche Erscheinungsform der Wahrheit nach der klassischen Ästhetik Kein Zugriff
- 1.2 Die Auflösung des Kunstbegriffs in der Kunsttheorie des 20. Jahrhunderts Kein Zugriff
- 2.1 Der moderne Staat als Kulturstaat und die Aufgabe der öffentlichen Kunstförderung Kein Zugriff
- 2.2 Die Förderung religiöser Kunst durch die Kirche Kein Zugriff
- 2.3 Konflikte und Skandale im Schnittfeld von Kirche und Kunst Kein Zugriff
- 2.4 Die Unterscheidung zwischen ästhetischer Geschmacklosigkeit und religiöser Blasphemie Kein Zugriff
- 3.1 Die wechselhafte Geschichte des Blasphemievorwurfs Kein Zugriff
- 3.2 Der theologische Bedeutungsgehalt der Blasphemie Kein Zugriff
- 3.3 Zwischenergebnis und Auswertung des biblischen Zeugnisses für die Beurteilung blasphemieverdächtiger Kunstwerke Kein Zugriff
- 4. Die sozialethischen Implikationen des Toleranzgebotes und die verfassungsrechtlichen Grenzen der Kunstfreiheit Kein Zugriff
- 5.1 Das Dilemma der Kirchen Kein Zugriff
- 5.2 Plädoyer für die Kunst der Unterscheidung und eine selbstbewusste Gelassenheit Kein Zugriff
- 1.1 Argumente für das Verschweigen der Wahrheit Kein Zugriff
- 1.2 Argumente zugunsten einer größeren Wahrhaftigkeit Kein Zugriff
- 1.3 Resümee der ersten Diskussionsphase Kein Zugriff
- 2.1 Von der krankheitsorientierten zur patientenzentrierten Medizin Kein Zugriff
- 2.2 Patientenautonomie und informierte Einwilligung Kein Zugriff
- 2.3 Auf der Suche nach einem Ausgleich zwischen Vertrags- und Verantwortungsethik Kein Zugriff
- 2.4 Unsicherheiten im ärztlichen Alltag Kein Zugriff
- 3.1 Das Verhältnis von diagnostischem und therapeutischem Handeln Kein Zugriff
- 3.2 Ärztliches Handeln angesichts ökonomischer Sachzwänge Kein Zugriff
- 3.3 Ärztliches Handeln vor der Gefahr der Verrechtlichung Kein Zugriff
- 4.1 Besonderheiten der sprachlichen Arzt-Patient-Kommunikation Kein Zugriff
- 4.2 Art und Umfang der ärztlichen Aufklärung Kein Zugriff
- 4.3 Die Aufklärung von Patienten mit unheilbaren Erkrankungen Kein Zugriff
- 4.4 Die Wahrheit über den Tod Kein Zugriff
- IX. Epilog: In Gottes Wahrheit leben Kein Zugriff Seiten 507 - 520
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 521 - 528
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 529 - 532






