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Monographie Kein Zugriff

»alles scheint mir jetzt möglich«

Zum Verhältnis von Handlung und Kontingenz bei Grabbe, Büchner, Hebbel und Grillparzer
Autor:innen:
Verlag:
 2019

Zusammenfassung

Das Problem der Ordnung – ihre Pluralisierung und die damit einhergehenden Konflikte und Spannungen, die die Moderne seit ihren Anfängen insgesamt prägen – ist strukturell an die historische Wandlung des Kontingenzbegriffs gekoppelt. Diese Wandlung, die bereits als Charakteristikum der Neuzeit angesehen wird und die in der Moderne eine Radikalisierung erfährt, besteht in einer qualitativen Änderung des Kontingenzbegriffs, die wiederum auf die sozialen Modellierungen von Handlungen einwirkt. Diese Arbeit untersucht die ‚Reaktionen‘ des Symbolsystems Literatur auf die Krise der Handlungsmodelle, die mit der gesteigerten Kontingenzerfahrung im postidealistischen Zeitalter im Zusammenhang steht. Den Ausgangspunkt bilden ausgewählte Dramen von Christian Dietrich Grabbe, Georg Büchner, Friedrich Hebbel und Franz Grillparzer, da durch die gattungsspezifische Sichtbarmachung der Handlungsformen im Drama das Zusammenwirken verschiedener Elemente wie Zweck und Mittel, Akteur und Adressat, Akt und Situation thematisch werden, während sich in der Konfrontation mit der Kontingenz die dramatische Form selbst verändert – bis hin zu einer Zersetzung der Tragödie durch Elemente der Farce, Burleske oder Satire.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2019
ISBN-Print
978-3-8498-1185-3
ISBN-Online
978-3-8498-1410-6
Verlag
Aisthesis, Bielefeld
Reihe
Vormärz-Studien
Sprache
Deutsch
Seiten
369
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
  2. 1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 30
    1. 2.1 Kontingenz und Zufall – eine erste begriffliche Annäherung Kein Zugriff
    2. 2.2 Kontingenz, Ordnungsschwund und Unbestimmtheit Kein Zugriff
    3. 2.3 Die Großformation ‚Geschichtsphilosophie‘ – Ihre Funktion und Krise Kein Zugriff
    4. 2.4 Rahmenkrise – Fremdheitserfahrung des postidealistischen Subjekts Kein Zugriff
    5. 2.5 Zur Interdependenz von Handlung und Kontingenz Kein Zugriff
    1. 3.1 Begriffliche Spezifikationen Kein Zugriff
    2. 3.2 Handlungstheoretische Grundzüge der aristotelischen Poetik Kein Zugriff
    3. 3.3 Das Drama als „fiktionale Darstellung der Handlungswelt“ Kein Zugriff
    4. 3.4 Handlung und Tat Kein Zugriff
    5. 3.5 Schicksal und Schicksalsdrama – Ein Exkurs Kein Zugriff
  3. 4. Zufall und Kontingenz aus dramentheoretischer Perspektive – Ein Exkurs Kein Zugriff Seiten 148 - 151
      1. 5.1.1 Tiecks Brief an Grabbe: Leiden am „unpoetischen Materialismus“ Kein Zugriff
      2. 5.1.2 Grabbes Anmerkungen an Tiecks Brief: Realismus als Antiidealismus Kein Zugriff
      1. 5.2.1 Iterative Handlung statt unterbrechendes Zögern Kein Zugriff
      2. 5.2.2 Die Tragödienparodie und das Ende des Schicksals Kein Zugriff
      3. 5.2.3 Kontingenz und Komik: Meteorologische Iterationen Kein Zugriff
      1. 5.3.1 Kontingente Wirklichkeit: ‚Nacheinander‘ vs. ‚Nebeneinander‘ Kein Zugriff
      2. 5.3.2 Das moderne Subjekt und das Meer Kein Zugriff
      3. 5.3.3 Der traditionslose Souverän Kein Zugriff
      4. 5.3.4 Zeit-Imperialismus vs. Idiochronie Kein Zugriff
      1. 6.1.1 „Willst du noch länger zaudern? Wir werden ohne dich handeln.“ Kein Zugriff
      2. 6.1.2 Vom Fatalismus zur bewussten Handlung: der Schrei Kein Zugriff
      3. 6.1.3 Sprengkraft des Zitats Kein Zugriff
      4. 6.1.4 Anthropologie vs. Geschichtsphilosophie Kein Zugriff
      1. 6.2.1 Kants „Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“ als diskursiver Hypotext Kein Zugriff
      2. 6.2.2 »Leonce und Lena« als Hypertext: Parodie der (Geschichts-)Philosophie Kein Zugriff
    1. 7.1 Kommunikation, Verbindlichkeit und soziale Ordnung Kein Zugriff
      1. 7.2.1 „[U]nd stünde die Zeit über mir still, ich kann nicht zurück und auch nicht vorwärts“ Kein Zugriff
      2. 7.2.2 Offene und geschlossene Räume Kein Zugriff
  4. 8. ‚Dogmatismus der Geschlossenheit‘: Dramentheorie im Realismus – Ein Exkurs Kein Zugriff Seiten 283 - 290
    1. 9.1 Idealismuskritik als Systemkritik Kein Zugriff
    2. 9.2 Ordnungs- und Rahmenkrise: »Ein Bruderzwist in Habsburg« – Quietismus und politischer Antimachiavellismus (ein Exkurs) Kein Zugriff
      1. 9.3.1 Von der mythischen zur profanen Ordnung I: Die Kontingenz des Übergangs und die Rolle der somatischen Erfahrung Kein Zugriff
      2. 9.3.2 Von der mythischen zur profanen Ordnung II: Theorie vs. Praxis Kein Zugriff
      3. 9.3.3 Von der mythischen zur profanen Ordnung III: Zur Dialektik des Heiligen und des Profanen Kein Zugriff
      4. 9.3.4 Libussa als ‚Schwellenfigur‘: Das Scheitern des matriarchalen Projekts Kein Zugriff
      5. 9.3.5 Politik der Vision Kein Zugriff
  5. 10. Schluss und Ausblick: Gibt es Kontingenzgattungen? Kein Zugriff Seiten 340 - 344
  6. 11. Bibliographie Kein Zugriff Seiten 345 - 364
  7. Danksagung Kein Zugriff Seiten 365 - 368
  8. Autor-Kurzbio Kein Zugriff Seiten 369 - 369

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