
Tyrannen
Eine Geschichte von Caligula bis Putin- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Tyrannen haben wieder Konjunktur. Eine stetig wachsende Zahl von Autokraten ist dabei, dem westlichen Traum vom unaufhaltsamen Siegeszug der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein Ende zu bereiten. Darunter finden sich kriegslüsterne Despoten wie Putin, aber auch beunruhigende Gestalten vom Schlage eines Erdogan oder Kim Jong Un. Und selbst das Ursprungsland der westlichen Demokratie scheint vor dem Absturz in die Tyrannei nicht gefeit. In diesem Buch gehen renommierte Historikerinnen und Historiker der Frage nach, welche Wesenszüge und Handlungsweisen Tyrannen eigen sind - weshalb bestimmte Herrscher von der Antike bis heute so bezeichnet wurden.
Caligula • Nero • Heinrich IV. • Richard III. • Katharina v. Medici • Ibrahim «der Wahnsinnige» • Ivan IV. «der Schreckliche» u. Peter I. «der Große» • Friedrich Wilhelm I. • Napoleon Bonaparte • Leopold II. • Franco • Mao Zedong u. Jiang Qing • Pinochet • Idi Amin • Mugabe • B. al-Assad • Kim Il Sung bis Kim Jong Un • Erdogan • Trump • Putin
Was haben Verbrecher wie Putin und Assad und Finsterlinge wie beispielsweise Idi Amin oder Erdogan mit klassischen historischen Bösewichten wie Caligula, Nero, Richard III. oder Ivan dem Schrecklichen gemeinsam? Haben sie überhaupt etwas gemeinsam - außer dem Umstand, dass sie alle als "Tyrannen" oder "Despoten" bezeichnet werden? Die zwanzig hier versammelten präzisen und spannenden Portraits ausgewählter Protagonist:innen - entworfen von renommierten Historiker:innen - zeigen, dass die Antwort auf diese Frage nicht leichtfällt. Denn "Tyrannei" und "Despotie" sind keine neutralen empirischen Begriffe, sondern vielmehr Werturteile, politische Argumente. Als Tyrannen und Despoten bezeichnet man Machthaber, von denen man sich abgrenzen, gegen die man Widerstand organisieren, derer man sich entledigen oder gegen die man Krieg führen will. In diesem Buch geht es daher nicht einfach um die Frage, ob eine Person wirklich ein Despot oder Tyrann war, sondern vielmehr darum, warum und von wem jemand so wahrgenommen und bezeichnet wurde. Eine Geschichte der Tyrannen ist - wie sich zeigen wird - stets auch eine Geschichte der sich wandelnden Vorstellungen von unrechter Herrschaft, und es ist eine Geschichte der Konflikte um die politische Deutungshoheit über diese Frage.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-406-79080-5
- ISBN-Online
- 978-3-406-79082-9
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 353
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Einleitung — Barbara Stollberg-Rilinger und André Krischer Kein Zugriff Seiten 9 - 22
- 1. Gaius Caesar Germanicus alias Caligula – wie aus einem Kaiser ein wahnsinniger Tyrann wurde — Aloys Winterling Kein Zugriff Seiten 23 - 46
- 2. Nero – kaiserlicher Künstler oder Despot? — Mischa Meier Kein Zugriff Seiten 47 - 62
- 3. Kaiser Heinrich IV. – für seine Gegner ein Tyrann — Gerd Althoff Kein Zugriff Seiten 63 - 76
- 4. Richard III., König von England – ein Tyrann,wie er im Buche steht? — André Krischer Kein Zugriff Seiten 77 - 90
- 5. Katharina von Medici, Königin von Frankreich – von der Unmöglichkeit guter Herrschaft in der Zeit der Religionskriege — Mona Garloff Kein Zugriff Seiten 91 - 105
- 6. Ibrahim «der Wahnsinnige» – die osmanische Dynastie am Abgrund — Christine Vogel Kein Zugriff Seiten 106 - 120
- 7. Ivan IV. «der Schreckliche» und Peter I. «der Große» – zwischen Schreckensherrschaft und aufgeklärter Despotie — Jan Hennings Kein Zugriff Seiten 121 - 136
- 8. Friedrich Wilhelm I., König von Preußen – ein selbsternannter Tyrann — Barbara Stollberg-Rilinger Kein Zugriff Seiten 137 - 150
- 9. Warum Napoleon Bonaparte kein Despot war — Daniel Schönpflug Kein Zugriff Seiten 151 - 164
- 10. Leopold II., König von Belgien – konstitutioneller Monarch und kolonialer Despot — Julia Seibert Kein Zugriff Seiten 165 - 179
- 11. Francisco Franco und der franquismo – Grundlagen, Inszenierungen und Wahrnehmungen — Caroline Rothauge Kein Zugriff Seiten 180 - 194
- 12. Mao Zedong und Jiang Qing – Macht, Moral und Geschlechterrollen in der chinesischen Politik — Daniel Leese Kein Zugriff Seiten 195 - 209
- 13. Augusto Pinochet – der Despot als Modell — Stephan Ruderer Kein Zugriff Seiten 210 - 223
- 14. Idi Amin – Kolonialsoldat und Gewaltherrscher — Andreas Eckert Kein Zugriff Seiten 224 - 238
- 15. Robert Mugabe – ein Freiheitskämpfer als Tyrann? — Christoph Marx Kein Zugriff Seiten 239 - 252
- 16. Bashar al-Assad – der Zerstörer des modernen Syrien — Guido Steinber Kein Zugriff Seiten 253 - 267
- 17. Nordkoreas Führer – von Kim Il Sung bis Kim Jong Un — Eric J. Ballbach Kein Zugriff Seiten 268 - 282
- 18. Recep Tayyip Erdoğan – neo-osmanische Herrlichkeit — Kader Konuk Kein Zugriff Seiten 283 - 293
- 19. Donald Trump – der Milliardär als authentischer Möchtegerndespot — Michael Hochgeschwender Kein Zugriff Seiten 294 - 309
- 20. Wladimir Putin – Unvollendetes Porträt eines Großverbrechers des 21. Jahrhunderts — Karl Schlögel Kein Zugriff Seiten 310 - 326
- Literatur Kein Zugriff
- Die Autorinnen und Autoren Kein Zugriff
- Bildnachweis Kein Zugriff
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 353 - 353




