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Treffräume juristischer und ökonomischer Regulierungsrationalitäten

Herausgeber:innen:
Verlag:
 2014

Zusammenfassung

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zog sich der Staat weitgehend aus der Wirtschaftssteuerung zurück. Zugleich beschnitt er die Macht intermediärer Institutionen, die bis dahin einzelne Sektoren der Wirtschaft weitgehend wettbewerbsfrei organisiert hatten. In diesem Sinne kann man von einer Deregulierung des Marktgeschehens sprechen. Die nunmehr entstehende Lücke wurde jedoch nicht nur durch die freie vertragsmäßige Koordination der Privatrechtssubjekte ausgefüllt. Verstärkt seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelten sich neue Formen staatlicher Wirtschaftssteuerung: bei der Gestaltung von Infrastrukturen, in Reaktion auf Marktversagen, zur Ausbalancierung sozialer Ungleichgewichte, zur Sicherung der Grundversorgung im Krieg, in Reaktion auf Finanzkrisen usw. Auf diesen Feldern der Wirtschaftsregulierung trafen ökonomische Konzepte und rechtliche Gestaltungsvorstellungen in neuartiger Weise aufeinander. Die Beiträge dieses Bandes untersuchen für das 19. und das frühe 20. Jahrhundert, in welcher Weise juristische und ökonomische Regulierungsrationalitäten interagierten, in welchen organisatorischen, personellen, thematischen und disziplinären Treffräumen sie einander begegneten, wann Brückenthemen oder Brückenbegriffe die Kommunikation stimulierten und welche Interaktionsmodi dabei zutage traten, aber auch wo bzw. inwiefern Ignoranz und Sprachlosigkeit vorherrschten.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2014
Copyrightjahr
2014
ISBN-Print
978-3-465-04210-5
ISBN-Online
978-3-465-14210-2
Verlag
Klostermann, Frankfurt am Main
Reihe
Studien zur europäischen Rechtsgeschichte
Band
286
Sprache
Deutsch
Seiten
236
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - VI
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten VII - VIII
  3. Treffräume von Regulierungsrationalitäten Kein Zugriff Seiten 1 - 44 P. Collin
  4. Die Liberalisierung der Zunftverfassung im frühen 19. Jh. Kein Zugriff Seiten 45 - 66 K. Deeke
  5. Der Deutsche Handelstag als Treffraum ökonomischer und juristischer Regulierungsrationalitäten Kein Zugriff Seiten 67 - 96 B. Gehlen
  6. Mehrdimensionale Treffräume? Kein Zugriff Seiten 97 - 120 Ch. Henrich-Franke
  7. Das Jenaer "Institut für Wirtschaftsrecht" (1919-1937) Kein Zugriff Seiten 121 - 138 H. Mohnhaupt
  8. Rivalisierende Regulierungsrationalitäten Kein Zugriff Seiten 139 - 164 S. Felz
  9. Das Äquivalenzprinzip im Abgabenrecht in Kaiserreich und Weimarer Republik Kein Zugriff Seiten 165 - 210 U.J. Schröder
  10. Die Kartell- und Monopoldebatte der Nationalökonomie während der Weimarer Republik Kein Zugriff Seiten 211 - 234 R. Köster
  11. Die Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 235 - 236

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