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Monographie Kein Zugriff

Poetik der Wunde

Zur Entdeckung des Traumas in der Literatur der Romantik
Autor:innen:
Verlag:
 2019

Zusammenfassung

Über die Anfänge des Trauma-Konzepts in der Literatur um 1800.

Das Konzept des Traumas ist in den letzten Jahrzehnten sowohl zu einer psychiatrisch anerkannten Kategorie als auch zu einem kulturellen Paradigma avanciert. Das Wissen um psychische Verletzungen und ihre Langzeitfolgen besetzt heute einen festen Platz im menschlichen Selbstverständnis. In den Literaturwissenschaften ist die Trauma-Theorie zu einem wichtigen interpretatorischen Ansatz geworden, insbesondere für die Forschung zur Nachkriegs- und Nachwendezeit. Wie aber, wenn unser heutiges Trauma-Paradigma bereits im frühen 19. Jahrhundert begänne? Wenn es das moderne Subjekt und seine Literatur mitkonstituierte? Vor dem Hintergrund zentraler kultureller, wissenschaftlicher und medientechnischer Umwälzungen der formativen Zeit um 1800 arbeitet Nicole Sütterlin die traumatologischen Substrukturen romantischer Texte heraus, um die poetologische und subjektgeschichtliche Tragweite des Trauma-Konzepts avant la lettre zu erkunden. Im Dialog zwischen Trauma- und Romantikforschung werden neue Perspektiven auf bekannte romantische Erzählstrukturen eröffnet und die Relevanz und Problematik eines bis heute anhaltenden Denkmodells reflektiert, das den Menschen von seinen psychischen Wunden her versteht.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2019
ISBN-Print
978-3-8353-3394-9
ISBN-Online
978-3-8353-4363-4
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
440
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. I. Einleitung: Trauma – ein neues Phänomen? Kein Zugriff Seiten 7 - 32
    1. 1. Die PTBS-Diagnose zwischen Medizin, Politik und (Moral-)Ökonomie Kein Zugriff
    2. 2. Zur Genealogie des Traumas Kein Zugriff
    3. 3. Die literaturwissenschaftliche Traumatheorie, ihre Kritik und eine Kritik der Kritik Kein Zugriff
    4. 4. »Ich trauere, also bin ich«: Das Subjekt nach der Dekonstruktion Kein Zugriff
    1. 1. Der »neue Mensch«: Vom Humoralkörper zum neuronalen Organismus Kein Zugriff
    2. 2. Medien, Menschen, Monster: Leselust und Lesesucht im »Aufschreibesystem 1800« Kein Zugriff
    3. 3. Vulnerabilität als Bedingung von Identität: Die Entdeckung der Kindheit und die Anfänge der Entwicklungspsychologie Kein Zugriff
    4. 4. »Duplicität der Persönlichkeit«: Nervosität, Wahnsinn und Handlungs(un)vermögen in Psychiatrie, romantischer Psychologie und Gerichtsmedizin Kein Zugriff
    5. 5. Wunden der klassizistischen Ästhetik: Goethes Über Laokoon Kein Zugriff
    6. 6. Poetik der Versehrung: Kleists Zweikampf Kein Zugriff
    7. 7. »Poëtik des Übels«: Novalis’ Enzyklopädieprojekt zwischen Reflexion und Dissoziation Kein Zugriff
    1. 1. Das Motiv des Traumas bei E.T.A. Hoffmann Kein Zugriff
    2. 2. »eine Narbe, die die Zeit nicht vertilgen konnte«: Das Kindheitstrauma in Die Elixiere des Teufels Kein Zugriff
    3. 3. Von ödipaler Logik zu Traumato-Logik: Transgenerationale Weitergabe in den Elixieren Kein Zugriff
    4. 4. »entzweit mit meinem Ich«: Der Doppelgänger als Figuration der Dissoziation Kein Zugriff
    5. 5. (Ver-)Brechen der Narration: Traumatische Prozesse als Strukturprinzip der Elixiere Kein Zugriff
    6. 6. Medien, Vampire, Traumata: Hoffmanns Vampyrismus-Erzählung Kein Zugriff
    7. 7. Eine kryptologische Lektüre von Vampyrismus, oder: Die Trauerkrankheit der Moderne Kein Zugriff
    1. 1. Das Motiv der Wunde bei Clemens Brentano Kein Zugriff
    2. 2. »wenn du ewig zu der Wunde wieder hin mußt«: Godwi oder Das steinerne Bild der Mutter als Trauma-Erzählung Kein Zugriff
    3. 3. Sozialisierung und Trauma, oder (Mutter-)Mund und Wunde: Das Manuskriptfragment von der Chronica eines fahrenden Schülers Kein Zugriff
    4. 4. Wortwerdung des Fleisches: Die sirenische Schrift des schönen Bettlers Kein Zugriff
    5. 5. Fleischwerdung des Wortes: Die johanneische Schrift des fahrenden Schülers Kein Zugriff
    6. 6. Einfaltung auf den traumatischen Ursprung: Das Strukturprinzip der Chronica Kein Zugriff
    7. 7. Das Subjektil entspinnen, verwunden: Zum Aufschreibesystem des Linder-Konvoluts Kein Zugriff
    8. 8. Traumata und Stigmata: Die Emmerick-Schriften Kein Zugriff
  3. VI. Schlusswort: Das Trauma-Paradigma der Moderne Kein Zugriff Seiten 401 - 408
  4. Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 409 - 409
  5. Literatur Kein Zugriff Seiten 410 - 433
  6. Dank Kein Zugriff Seiten 434 - 434
  7. Register Kein Zugriff Seiten 435 - 440

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