Hergeträumt
Weltenbau fiktiver Kulturen durch Musik in Film und Fernsehen- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Bei der Konstruktion fiktiver Kulturen kommt Musik eine wesentliche Rolle zu, sei es bei der Vertonung von Märchen- und Mythenstoffen im Musiktheater, der Symphonischen Dichtung oder der filmmusikalischen Gestaltung eines Fantasy- oder Science-Fiction-Films. Soundtracks zu erfolgreichen Filmen wie George Lucas' "Star Wars", Peter Jacksons "Lord of the Rings"-Trilogie oder zu Serien wie "Game of Thrones" haben dazu beigetragen, das musikalische Ausmalen fiktiver Kulturen im Kanon filmmusikalischer Ausdrucksweisen und in populären Rezeptionsgewohnheiten zu etablieren. An diese Beobachtung schließt der Band an: Ausgehend von Don Marksteins Begriff des "fictional universe" werden fiktive Kulturen und deren musikalische Konstruktion in den Blick genommen. Musik wird hierbei einerseits als kulturelle Praxis verstanden, die Handlungsakteur:innen kulturelle Identifikation ermöglicht, etwa im Fall diegetischer Volksmusik, als auch als filmmusikalische Technik, die kulturelle Zuschreibungen ermöglicht, Realitätsverschiebungen erzeugt und narrative Ebenen miteinander verknüpft. Durch das Untersuchen genrebasierter Fallbeispiele – wie etwa dem Musical-, Fantasy-, oder Science-Fiction-Film – werden wesentliche filmische Rezeptionsorte der musikalischen Konstruktion fiktiver Kulturen beleuchtet. Gleichzeitig sollen genreübergreifende Mechanismen aufgedeckt und verschiedene Funktionen von Musik als Konstrukteurin fiktiver Kulturen identifiziert werden. Dazu zählen u.a. die Funktion von Musik als Brücke zwischen dem Vertrauten und dem Fremden sowie Mechanismen kultureller Aneignung. Mit Beiträgen von Maria Behrendt, Stefan Drees, Christoph Hust, Julin Lee, Stefan Menzel, Nina Noeske, Robert Rabenalt, Nepomuk Riva, Sarvenaz Safari, Laura Schwinger und Dan White.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2025
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-96707-917-3
- ISBN-Online
- 978-3-96707-918-0
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 257
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 3 - 6
- Einleitung: Von der »Ainulindalë« bis Westworld – Perspektiven auf imaginierte Klangwelten Kein Zugriff Seiten 7 - 18Autor:innen: |
- Raffgier oder Romantik? – Tolkiens Lied der Zwerge im filmmusikalischen Vergleich Kein Zugriff Seiten 21 - 45Autor:innen:
- Mermaids, Frogs and Weird Sisters – Harry Potter, Worldbuilding and the Diegetic Music of the Wizarding World Kein Zugriff Seiten 46 - 65Autor:innen:
- Only Lovers Left Alive – Jim Jarmuschs liebende Vampire als filmmusikalisches Diversitätskonzept Kein Zugriff Seiten 66 - 80Autor:innen:
- Elektronische Transitionen – Zur klanglichen Markierung von ›Übergängen‹ im Science-Fiction-Film Kein Zugriff Seiten 83 - 97Autor:innen:
- Musikalische Fiktion – Die Rolle der Musik für die Glaubwürdigkeit des Erzählten in Interstellar Kein Zugriff Seiten 98 - 116Autor:innen:
- »This is the new world« – Metafiktionaler Weltenbau durch Musik in HBOs Westworld Kein Zugriff Seiten 117 - 142Autor:innen:
- Markierung von Differenzen – Zur klanglichen und musikalischen Gestaltung utopischer Räume in filmischen Dystopien Kein Zugriff Seiten 145 - 165Autor:innen:
- Repressive Rituale – Musik und Sound auf Partys in den dystopischen Welten von Severance und The Lobster Kein Zugriff Seiten 166 - 190Autor:innen:
- (N)Irgendwo in Afrika – Fiktive Klanglandschaften als Erbe der deutschen Kolonialzeit Kein Zugriff Seiten 193 - 209Autor:innen:
- Japanische Jugendkultur als Dystopie – Penpals’ »Tell Me Why« und das Anime Berserk. The Swordwind Chronicles Kein Zugriff Seiten 210 - 225Autor:innen:
- Fakten und Fiktionen zwischen Film- und Spielemusik – Überlegungen zur musikalischen Repräsentation fiktionalisierter und fiktiver Kulturen Kein Zugriff Seiten 226 - 250Autor:innen:
- Abstracts Kein Zugriff Seiten 251 - 257





