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Monographie Kein Zugriff

Aufbruch

Heimat aus der Perspektive deutschsprachiger interkultureller Gegenwartsliteratur
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Wie schreiben interkulturelle Gegenwartsautor*innen über Heimat? Die Studie gibt erstmalig Antwort darauf, indem sie das Aufspüren einer hybriden Heimatästhetik in das Blickfeld stellt. Nicht selten ist im gesellschaftlichen Heimatdiskurs die Rede von der Unübersetzbarkeit des Wortes ›Heimat‹. So avanciert der Begriff zu einem hermetischen Konzept, dessen Verwendung auf den deutschsprachigen Kulturraum begrenzt scheint. Vor diesem Hintergrund untersucht die Studie, wie Gegenwartsautor*innen anderer kultureller Herkunft, die aber in deutscher Sprache literarische Texte veröffentlichen, Heimat narrativ entwerfen. Im Zentrum steht die These, dass das literarische Schreiben von Lena Gorelik, Melinda Nadj Abonji, José F. A. Oliver und Saša Stanišić Texte des Aufbruchs bzw. Aufbruchs-Texte hervorbringt – und dies in einem doppelten Sinn: Einerseits brechen die Protagonist*innen dieser Texte auf, um sich in einem anderen Land ein menschenwürdigeres Leben zu erarbeiten; andererseits brechen die Texte selbst überlieferte konservativ-ausgrenzende Vorstellungen von Heimat auf, die den Heimatdiskurs der Gegenwart maßgeblich mitbestimmen. Um die Auseinandersetzung der interkulturellen Literatur mit Heimat zu beschreiben, greift die Studie u.a. auf Homi K. Bhabhas postkoloniale Denkfigur der Hybridität zurück. Letztlich geht es ihr um das Aufspüren einer interkulturellen Heimatästhetik, die ein zukunftstaugliches Verständnis dieses omnipräsenten Konzepts ausformuliert.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-8353-5701-3
ISBN-Online
978-3-8353-8707-2
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
400
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. I Einleitung – Aufbruch Kein Zugriff Seiten 9 - 30
    1. 1 Perspektiven: interkulturelle Literatur und Heimat Kein Zugriff
        1. 2.1.1 Tradierte Denkfiguren von Heimat: Naturraum und Scholle Kein Zugriff
        2. 2.1.2 Raumorientierte Denkfiguren von Heimat und der ›spatial turn‹ Kein Zugriff
        1. 2.2.1 Tradierte Denkfiguren von Heimat: Heimweh, Goldenes Zeitalter, Uranfang und zyklische Zeit Kein Zugriff
        2. 2.2.2 Zeitorientierte Denkfiguren von Heimat im Kontext des Gedächtnisbooms Kein Zugriff
        1. 2.3.1 Tradierte Denkfiguren von Heimat: Sprachheimat und Dialekt Kein Zugriff
        2. 2.3.2 Sprachorientierte Denkfiguren von Heimat im Spiegel literaturwissenschaftlicher Mehrsprachigkeitsforschung Kein Zugriff
    2. 3 Homi K. Bhabhas Hybriditätskonzept und der Heimatdiskurs oder: das Aufbrechen von Heimat Kein Zugriff
    1. 1 Einführung Kein Zugriff
    2. 2 »Ich höre die Herbstblätter unter meinen Füßen rascheln […] und fühle mich zu Hause« – die Datscha, Christas Bauernhof, der Wald und das Asylantenwohnheim Kein Zugriff
    3. 3 Anjas Heimweh Kein Zugriff
    4. 4 Exkurs zur sozialen Dimension von Heimat: Familie und Freunde Kein Zugriff
    5. 5 »Ist Sprache nicht deine Heimat?« Von der Sprachlosigkeit zum erweiterten Sprachbewusstsein Kein Zugriff
    6. 6 Fazit Kein Zugriff
    1. 1 Einführung Kein Zugriff
    2. 2 Forschungsperspektiven: Sprache, Hybridität und Heimat Kein Zugriff
    3. 3 »[…] der drängende Wunsch, einen Ort zu haben, der mich definiert« – die Vojvodina, die Cafeteria Mondial, das Wohlgroth und Ildikós Züricher Stadtwohnung Kein Zugriff
    4. 4 »Die Atmosphäre meiner Kindheit« und Heimat als Zukunftsprojektion Kein Zugriff
    5. 5 Von der Komplexität mehrsprachiger Lebensrealitäten und dem Hybriditätspotenzial der Abonji’schen Romansprache Kein Zugriff
    6. 6 Fazit Kein Zugriff
    1. 1 Einführung Kein Zugriff
      1. 2.1 ›Doppelhybridität‹: Olivers Geburtsort Hausach als ›third space‹, der tradierte Heimatvorstellungen aufbricht Kein Zugriff
      2. 2.2 Die (Re-)Konstruktion einer ›alemannisch-andalusischen Kindheit‹ Kein Zugriff
      3. 2.3 Vom Aufwachsen in einem ›Mehrsprachigkeitsraum‹ – Olivers Darstellung seines Elternhauses Kein Zugriff
      1. 3.1 »den ort / hautspüren« oder die lyrische Erschließung von Heimaträumen Kein Zugriff
      2. 3.2 Heimweh-Inszenierungen und (interkulturelle) Kindheitsevokationen Kein Zugriff
      3. 3.3 »heimwärts- / w:ort« – zum Zusammendenken von Heimat und Sprache in Olivers Lyrik Kein Zugriff
    2. 4 ›kompaß & dämmerung‹ – ein hybrides Heimat- bzw. Heimattgedicht par excellence? Kein Zugriff
    3. 5 Fazit Kein Zugriff
    1. 1 Einführung Kein Zugriff
    2. 2 Von einem fremden Leben mit Fremden in der Fremde bis zur Tankstellen-Utopie Kein Zugriff
    3. 3 »Ich bin in einem Land geboren, das es nicht mehr gibt« – Jugoslawien, Višegrad und Oskoruša als Räume der Erinnerung Kein Zugriff
    4. 4 »Die Supermarktschlange sprach sieben Sprachen« oder von der Heimatfindung in einer multilingualen Realität Kein Zugriff
    5. 5 Erster Exkurs: Heimat und Herkunft – explizite Thematisierungen Kein Zugriff
    6. 6 Zweiter Exkurs: ›Wie der Soldat das Grammofon repariert‹ (2006) – Überlegungen zu zwei Heimatfiguren Kein Zugriff
    7. 7 Fazit Kein Zugriff
  3. VII Schlussbetrachtung und Ausblick – Abbruch Kein Zugriff Seiten 361 - 370
  4. Literatur Kein Zugriff Seiten 371 - 398
  5. Dank Kein Zugriff Seiten 399 - 400

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