Religiöse Wissensgenerierung und Modernisierung
Wandel religiös-politischer Deutungsmuster im politischen Diskurs der Schia und Verschiebungen der inneren Machtbalance im postrevolutionären Iran- Autor:innen:
- Verlag:
- 2010
Zusammenfassung
Die Studie untersucht anhand des postrevolutionären politischen Diskurses der Schia und der inneren Machtverschiebungen in Iran die Wechselwirkung von religiöser Wissensgenerierung und Modernisierung. Die gängige Forschung setzt auf die Annahme, dass die iranische Schia ein Hindernis für Moderne darstellt. Im politischen Diskurs der Schia gibt es jedoch unterschiedliche Verständnisse von der Moderne. Jede Deutung der Schia korrespondiert mit einer bestimmten Version der Moderne bzw. einem bestimmten Modernisierungsweg. Die Auseinandersetzung mit Moderne, Modernisierung, Religion, Politik und Gewalt aus der Perspektive der Diskursforschung führte zu dem zentralen Ergebnis, dass in Iran religiös-politische Deutungskämpfe stattfinden, die sich angesichts des zunehmenden westlichen Demokratisierungsdrucks zugespitzt haben. Bei diesen Deutungskämpfen handelt es sich sowohl um Interessen- als auch Normenkonflikte. Die Diskursanalyse hat deutlich gemacht, dass Säkularisierung nicht automatisch zur Einführung von Demokratie führt, und Religion nicht per se ein Hindernis für Demokratie ist.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2010
- ISBN-Print
- 978-3-8329-5598-4
- ISBN-Online
- 978-3-8452-2618-7
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
- Band
- 8
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 342
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 11 - 12
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 13 - 14
- Glossar Kein Zugriff Seiten 15 - 18
- Problemaufriss Kein Zugriff Seiten 19 - 23
- Forschungsstand zu Religion und Modernisierung in Iran Kein Zugriff Seiten 23 - 31
- Gegenstand der Analyse und zentrale Fragestellung Kein Zugriff Seiten 31 - 35
- Aufbau der Arbeit Kein Zugriff Seiten 35 - 36
- Zum Anspruch und zur Geltung des westlichen Modernisierungskonzepts für islamisch geprägte Gesellschaften Kein Zugriff Seiten 37 - 40
- Religion und Moderne: Die vorherrschenden modernisierungstheoretischen Annahmen Kein Zugriff Seiten 40 - 45
- Kritik an den gängigen modernisierungstheoretischen Annahmen zu Religion und Moderne Kein Zugriff Seiten 45 - 47
- Plädoyer für eine diskurstheoretische Betrachtung von Religion und Moderne Kein Zugriff Seiten 47 - 48
- Theoretische und methodische Fragen zur Diskursanalyse Kein Zugriff Seiten 49 - 50
- Diskurs, Herrschaft, Wahrheit, schiitischer Glaube und kollektiver Wille Kein Zugriff Seiten 50 - 53
- Religiöse Gegenkultur, Religiosität, Spiritualität und der Wille Gottes Kein Zugriff Seiten 53 - 57
- Anknüpfungspunkte Kein Zugriff Seiten 57 - 59
- Diskurs als „Fluss von Wissen durch die Zeit“: Erweiterung und Verengung des Sagbarkeitsfeldes Kein Zugriff Seiten 59 - 61
- Religiöses Wissen Kein Zugriff Seiten 61 - 67
- Wie religiöses Wissen in religiös-politischen Diskursen (re-)produziert wird und wie es sich durchsetzt Kein Zugriff Seiten 67 - 69
- Die Struktur des Diskurses Kein Zugriff Seiten 69 - 71
- Methodische Vorgehensweise Kein Zugriff Seiten 71 - 74
- Prämissen Kein Zugriff Seiten 74 - 74
- Forschungsleitende Arbeitsthesen Kein Zugriff Seiten 74 - 77
- Identifikation von Diskurssträngen und Diskursfragmenten Kein Zugriff Seiten 77 - 81
- Diskurskontext Kein Zugriff Seiten 81 - 82
- Identifizierung von Diskursakteuren Kein Zugriff Seiten 82 - 87
- Identifizierung religiöser Wissenstypen: Motive ihrer Vermittlung im politischen Diskurs der Schia Kein Zugriff Seiten 87 - 88
- Rekonstruktion zentraler Diskursbeiträge Kein Zugriff Seiten 88 - 88
- Erweiterung/Verengung des Sagbarkeitsfeldes Kein Zugriff Seiten 88 - 89
- Fragen und Antworten der schiitischen Rechtsgelehrten als Ausdruck des Sagbaren Kein Zugriff Seiten 90 - 95
- Die eschatologische Deutung der Schia Kein Zugriff Seiten 95 - 98
- Vergegenständlichung der Usuli-Deutung: Strukturelle und institutionelle Eigenheiten der Zwölferschia Kein Zugriff Seiten 98 - 103
- Die Machtwirkung der „Strategie des Schweigens“ im Kontext des Zusammenbruchs des Safaviden-Reiches Kein Zugriff Seiten 103 - 105
- Die Produktion des traditionellen Wissenstyps durch die schiitische Geistlichkeit Kein Zugriff Seiten 105 - 107
- Verwestlichung, Nationalismus und Säkularismus Kein Zugriff Seiten 107 - 110
- Die Ausweitung des religiös-politischen Sagbarkeitsfeldes durch gesellschaftlichen Druck Kein Zugriff Seiten 110 - 112
- Die Verfassungsrevolution als Ausdruck des kollektiven Willlens und die öffentlichkeitswirksamen Antworten der schiitischen Rechtsgelehrten zu Fragen der Moderne Kein Zugriff Seiten 112 - 114
- Einengung des religiös-politischen Sagbarkeitsfeldes als Resultat von Machtverschiebungen Kein Zugriff Seiten 114 - 119
- Ausweitung des religiös-politischen Sagbarkeitsfeldes durch die Einschränkung der willkürlichen Machtausübung der Monarchie Kein Zugriff Seiten 119 - 126
- Die Entstehung von neuen Deutungen von Religion und Moderne: Verschiebungen des religiös-politischen Sagbarkeitsfeldes in den 1940er Jahren Kein Zugriff Seiten 126 - 131
- Einengung des religiös-politischen Sagbarkeitsfeldes im Sinne des traditionell-sakralen Wissens Kein Zugriff Seiten 131 - 136
- Vergegenständlichung des traditionell-sakralen Wissenstyp: Vertiefung und Verfestigung des Glaubens Kein Zugriff Seiten 136 - 141
- Wandel der inneren Machtstrukturen: Schia als Antipode zur Moderne Kein Zugriff Seiten 141 - 145
- Erweiterung des religiös-politischen Sagbarkeitsfeldes: Entstehung von neuen Deutungen von Moderne und Religion in den 1960er Jahren Kein Zugriff Seiten 145 - 153
- Träger des Gegendiskurses zur Verwestlichung Kein Zugriff Seiten 153 - 156
- Enttabuisierung der Frage der „Trennbarkeit von Religion und Politik“ Kein Zugriff Seiten 156 - 161
- Machtwirkung des westlichen Diskurses auf die iranische Machtbalance Kein Zugriff Seiten 161 - 163
- Die Islamische Revolution als Ausdruck des kollektiven Willens Kein Zugriff Seiten 163 - 164
- Rekonstruktion des Archivs – eine Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 164 - 166
- Hegemonialwerden des modernen schiitischen Staatswissens: Entstehung des hermeneutischen Wissenstyps Kein Zugriff Seiten 167 - 168
- Innerreligiöse Deutungskämpfe nach der Islamischen Revolution: Hegemonialwerden des modernen schiitischen Staatswissens und Verschiebung des religiös-politischen Sagbarkeitsfeldes Kein Zugriff Seiten 168 - 171
- Untrennbarkeit von Religion und Politik Kein Zugriff Seiten 171 - 173
- Islamische Studentenvereinigungen als Träger des hegemonialen Diskurses Kein Zugriff Seiten 173 - 178
- Vergegenständlichung des hegemonialen religiös-politischen Staatswissen auf formell-institutioneller Ebene Kein Zugriff Seiten 178 - 182
- Vergegenständlichung des hegemonialen religiös-politischen Staatswissens auf der Ebene der politischen Fraktionen Kein Zugriff Seiten 182 - 184
- Diskurs über die „Einheit der theologischen Seminare und Universitäten“ Kein Zugriff Seiten 184 - 187
- Kampf um die Verschiebung des Sagbarkeitsfeldes: Deutungskämpfe im Kontext des Iran-Irak-Krieges Kein Zugriff Seiten 187 - 193
- Verschiebung der inneren Machtverhältnisse nach dem achtjährigen Krieg: Erweiterung des religiös-politischen Sagbarkeitsfeldes zugunsten der Frage der Rechtsstaatlichkeit Kein Zugriff Seiten 193 - 198
- Staatlicher Reformdiskurs: Diskursstrategien der 2. Khordad-Diskursgemeinschaft Kein Zugriff Seiten 198 - 205
- Ausweitung des Sagbarkeitsfeldes – Ambivalenzen des staatlichen Reformkonzeptes: Bruch innerhalb der 2. Khordad-Diskursgemeinschaft Kein Zugriff Seiten 205 - 214
- Enttabuisierung der Frage der „institutionellen Untrennbarkeit von Religion und Politik“ im Kontext des staatlichen Reformdiskurses- Herausbildung des hermeneutischen Wissens Kein Zugriff Seiten 214 - 250
- Einengung des Sagbarkeitsfeldes durch Tabuisierung der Frage der Trennbarkeit von Religion und Politik Kein Zugriff Seiten 250 - 256
- Verengung des religiös-politischen Sagbarkeitsfeldes durch den transzendenten Mahdi-Diskurs und innere Machtverschiebungen Kein Zugriff Seiten 256 - 261
- Machtwirkung des westlichen Diskurses Kein Zugriff Seiten 261 - 273
- Veränderungen des religiös-politischen Sagbarkeitsfeldes durch die pragmatische Diskurselite Kein Zugriff Seiten 273 - 274
- Rekonstruktion des postrevolutionären Diskurses – eine Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 274 - 276
- Fazit Kein Zugriff Seiten 277 - 280
- Diskursanalyse und Rekonstruktion des Kontextes Kein Zugriff Seiten 280 - 287
- Rekonstruktion des Archivs Kein Zugriff Seiten 287 - 290
- Rekonstruktion des post-revolutionären Diskurses Kein Zugriff Seiten 290 - 299
- Ertrag des Untersuchungsmodells auf theoretischer und praxeologischer Ebene Kein Zugriff Seiten 299 - 301
- Verallgemeinerbare Ergebnisse: Überlegungen zu Moderne, Modernisierung, Religion, Politik und Gewalt Kein Zugriff Seiten 301 - 308
- Verzeichnis verwendeter Interviews Kein Zugriff Seiten 309 - 311
- Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 312 - 342





