DDR-Literatur und die Avantgarden
- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Moderne-Studien, Band 28
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Der Sammelband geht zurück auf den Workshop »DDR-Literatur und die Avantgarden«, der am 19. und 20. Juli 2021 an der Freien Universität Berlin stattfand. Veranstaltung und Publikation entstammen dem Forschungsprojekt »Writing Berlin«, das am Exzellenzcluster EXC 2020 »Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective« beheimatet ist. Das Projekt untersucht die internationalen literarischen Beziehungen und Einladungsprogramme in Berlin seit dem Mauerbau − in Ost und West bis hin zur Gegenwart, also auch im wiedervereinigten Berlin. Die Frage nach der DDRLiteratur und den Avantgarden stellte sich uns im Laufe der Projektarbeit: Denn einerseits war im literarischen Ostberlin der persönliche Austausch nur ein Aspekt der Internationalisierung − auch neue Lese- und Rezeptionsmuster sowie ein wachsendes Interesse für transnationale Literaturbewegungen trugen dazu bei. Andererseits kristallisierte sich die »Hauptstadt« in den 1970er und 1980er Jahren als wichtiges Zentrum eines neuen Avantgarde-Interesses in der DDR heraus: sei es in institutionellen Kontexten wie der Akademie der Künste, bei einem Verlag wie Volk und Welt oder den literaturwissenschaftlichen Instituten der Humboldt-Universität, sei es in den Schriftstellerkreisen um Heiner Müller, Christa Wolf, Volker Braun und anderen.
Einen besonderen Schwerpunkt innerhalb dieses Zusammenhangs bildet die als »DDR-Avantgarde« in die Literaturgeschichte eingegangene inoffizielle Kunst- und Literaturszene Ostberlins. Sie war Thema eines Masterseminars zur »Literatur des Prenzlauer Bergs«, das wir im Sommersemester 2021 am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin anboten. Mit großem Einsatz erarbeiteten die am Seminar teilnehmenden Studierenden im Laufe des Semesters interaktive Text-Bild-Collagen, Interviews, Audio-Features und Kurzfilme, die sich kreativ und medienübergreifend mit der inoffiziellen Literaturszene in der DDR auseinandersetzen. Die Beiträge wurden ebenfalls auf dem Workshop im Juli 2021 präsentiert und sorgten zusätzlich für Gesprächsstoff − sie können mittlerweile auf der Homepage des Clusters in der Rubrik »Listen, Read & Watch« abgerufen werden (Stand: August 2022).
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-8498-1831-9
- ISBN-Online
- 978-3-8498-1832-6
- Verlag
- Aisthesis, Bielefeld
- Reihe
- Moderne-Studien
- Band
- 28
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 263
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 7 - 8
- »Ein unabgeschlossenes Kapitel« Kein Zugriff Seiten 9 - 26 Jutta Müller-Tamm
- Alltägliche Arbeit am Kanon Kein Zugriff Seiten 27 - 44 Birgit Dahlke
- Allegorie, Aufbau & Avantgarde Kein Zugriff Seiten 45 - 72 Matthew Hines
- Moderner linker Konservatismus Kein Zugriff Seiten 73 - 94 Heinz-Peter Preußer
- Christa Wolf und die weibliche Avantgarde Kein Zugriff Seiten 95 - 122 Henrike Höllein-Krause
- »Uni/vers(;)« Kein Zugriff Seiten 123 - 148 Anna Horakova
- Manifeste in selbstverlegten Zeitschriften der 1980er Jahre Kein Zugriff Seiten 149 - 170 Carola Hähnel-Mesnard
- Die Lyrikerinnen Elke Erb und Raja Lubinetzki im Wechselspiel der literarischen Avantgarden Kein Zugriff Seiten 171 - 194 Lukas Nils Regeler
- Avantgarde in der DDR heute? Kein Zugriff Seiten 195 - 212 Christoph Tannert
- Schreiben zwischen On und Off Kein Zugriff Seiten 213 - 230 Johanna Käsmann
- Elke Erb, die »Prenzlauer Berg-Connection« − und die Zeit danach Kein Zugriff Seiten 231 - 258 Valentina Di Rosa
- Biobibliographische Angaben Kein Zugriff Seiten 259 - 263





