Wessen Traum, wessen Gesang?
Traum und Musiktheater bei Kaija Saariaho und Salvatore Sciarrino- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Kaum ein anderer Komponist hat das europäische Musiktheater zu Beginn des 21. Jahrhunderts geprägt wie Kaija Saariaho (1952–2023) und Salvatore Sciarrino (*1947). In ihrer jeweiligen Poetologie sowie in der dramaturgischen und kompositorischen Faktur ihrer Werke räumen beide Künstler dem Traum eine zentrale Stellung ein. Als alogische Erfahrung im Inneren des Subjekts fordert der Traum tradierte Identitäts- und Rationalitätskonzepte heraus: Quer durch alle Künste verhandeln ästhetische Traumdarstellungen anthropologische Modelle, Subjektivitätskonzepte und Gesellschaftsentwürfe neu und stellen tradierte Gattungstypologien und mediale Grenzen infrage. Vor diesem Hintergrund untersucht das Buch die poetologischen Positionen beider Komponisten und jeweils zwei ihrer musiktheatralischen Werke: "L'amour de loin" (UA 2000) und "Adriana Mater" (UA 2006) für Saariaho, "Lohengrin" (UA 1983) und "Superflumina" (UA 2010) für Sciarrino. Abschließend wird nach einem gemeinsamen ästhetischen und kulturgeschichtlichen Horizont jenseits poetologischer und stilistischer Unterschiede gefragt – und damit nach einer Standortbestimmung des europäischen Musiktheaters der Gegenwart.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-68930-067-8
- ISBN-Online
- 978-3-68930-068-5
- Verlag
- edition t+k, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 393
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Danksagung Kein Zugriff
- Editorische Hinweise Kein Zugriff
- 1. Traum – Kulturgeschichte – Musikwissenschaft: Forschungsstand und -desiderata Kein Zugriff
- 2. Traum – Musik – Moderne: Der kultur- und musikgeschichtliche Rahmen Kein Zugriff
- 3. Das Musiktheater von Kaija Saariaho und Salvatore Sciarrino: Leitlinien der Untersuchung Kein Zugriff
- 1.1 Künstlerklischees: Eine biografische Skizze Kein Zugriff
- 1.2 Traum als Erfahrungswissen. Saariahos Poetik und Musikverständnis Kein Zugriff
- 2.1 Der Zusammenhang zwischen Timbre, Harmonie und Form Kein Zugriff
- 2.2 Zeit und Narration Kein Zugriff
- 2.3 Die Interaktion zwischen Klang und Melodie und die Dimension des Ausdrucks Kein Zugriff
- 2.4 Die Rolle von Metaphern Kein Zugriff
- 2.5 Psychoanalytische Ansätze Kein Zugriff
- 2.6 Wohin damit? Kein Zugriff
- 3.1 Der musikalische Kontext: Die Spektralmusik Kein Zugriff
- 3.2 Spektralmusik und Kognitionspsychologie: From the Grammar of Dreams zwischen Timbre und Traum Kein Zugriff
- 3.3 Undoing Plath? Saariaho und die Unannehmlichkeiten der (Freud’schen) Hermeneutik Kein Zugriff
- 3.4 Traum und Musik: Erweiterte Klanglichkeit und Erfahrungswissen Kein Zugriff
- 3.5 Überleitung: Von From the Grammar of Dreams zu L’amour de loin Kein Zugriff
- 4.1 Saariaho, Maalouf und ein Troubadour: L’amour de loin zur Einführung Kein Zugriff
- 4.2 Deutungsansätze: Die Sekundärliteratur zu L’amour de loin Kein Zugriff
- 4.3 Weichenstellen: Die Ouvertüre Kein Zugriff
- 4.4 Auf Wagners Spuren Kein Zugriff
- 4.5 Worum geht es eigentlich? Die Lücke im Inneren des Traums Kein Zugriff
- 4.6 Warum Jaufré nicht Tristan ist: Strategien der Traumverweigerung Kein Zugriff
- 4.7 Das Finale: Traum und Sein Kein Zugriff
- 4.8 Eine konsequente Entwicklung / Eine offene Frage: Von L’amour de loin zu Adriana Mater Kein Zugriff
- 5.1 Ein bedingter Erfolg: Adriana Mater zur Einführung Kein Zugriff
- 5.2 Die Ouvertüre: Motivisch-thematische Arbeit und das Menschliche Kein Zugriff
- 5.3 Stimme – Herz – Haut: Adrianas Eintrittsarie Kein Zugriff
- 5.4 Die erste Traumszene Kein Zugriff
- 5.5 Refkas Traumerzählung: An den Grenzen der Vernunft Kein Zugriff
- 5.6 „Une sorte d’acte sacrificiel“. Der dritte Traum Kein Zugriff
- 5.7 Jenseits des Traums: Adrianas abschließender Monolog Kein Zugriff
- 5.8 Humanismus und Mitleid Kein Zugriff
- 1.1 Rissige Mauer und Klangobjekte: Die Stille betrachten Kein Zugriff
- 1.2 Ein Autodidakt und sein Werdegang: Sciarrinos kompositorische Phasen und seine musikwissenschaftliche Rezeption Kein Zugriff
- 2.1 Ein seltsames Paar: Sciarrino und der Traum Kein Zugriff
- 2.2 Gaston Bachelard: Imagination, Traum und „rêverie“ Kein Zugriff
- 2.3 Sciarrinos Musikpoetik: Mit Bachelard, jenseits Bachelard Kein Zugriff
- 3.1 Ein vernichtendes Urteil … und die Lehren daraus Kein Zugriff
- 3.2 Libretto, Dramaturgie und musiktheatralische Konzeption: Laforgue avec Lacan Kein Zugriff
- 3.3 Die Musik: Stimme, Orchester und Fensterform Kein Zugriff
- 3.4 Fast wie ein Exkurs. Richard Wagner und Charlie Chaplin oder: Liebesmetaphysik als Politikum Kein Zugriff
- 3.5 Sciarrinos Lohengrin: Wagner Neu-Schreiben Kein Zugriff
- 4.1 Ein „Déjà-vu-Erlebnis“? Superflumina zur Einführung Kein Zugriff
- 4.2 Novalis, Smart und die Bibel: Libretto und Dramaturgie Kein Zugriff
- 4.3 „Tore zum Nicht-Leben“: Sciarrinos Werkkommentar Kein Zugriff
- 4.4 Vokalität und Dramaturgie: Warum Superflumina nicht Lohengrin ist Kein Zugriff
- 4.5 Giorgio Agamben: Inklusive Exklusion, Biopolitik, Humanismus Kein Zugriff
- 4.6 Sciarrino avec Agamben: Superflumina als biopolitische Oper Kein Zugriff
- 1. Versunkene Kathedralen und musikalisches Unbehagen Kein Zugriff
- 2. Was für ein Subjekt auf der Bühne? Subjektiver Ausdruck und subjektive Destitution Kein Zugriff
- 3. Ausblick: Eine gemeinsame Ästhetik? Kein Zugriff
- Appendix: Handlung der untersuchten musiktheatralischen Werke Kein Zugriff Seiten 361 - 364
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 365 - 393





