
Regulierte Selbstregulierung in der westlichen Welt des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts
- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Studien zur europäischen Rechtsgeschichte, Band 290
- Verlag:
- 2014
Zusammenfassung
Regulierte Selbstregulierung ist ein Regelungsmechanismus, der private Interessen und staatliche Zwecke zu neuen Aufgabenarrangements vereint. Wenngleich dieses Phänomen vor allem in gegenwartsbezogener Weise beobachtet wird, so lässt es sich doch auch in der Vergangenheit verorten. Der Beobachtungsschwerpunkt lag dabei bisher auf Deutschland, das eine spezielle Tradition der staatlichen Einbindung intermediärer Kräfte vorweisen kann. Andererseits lassen sich ab Ende des 19. Jahrhunderts in vielen westlichen Gesellschaften interventionsstaatliche Schübe verzeichnen. In ihrem Zuge wurden bestehende staatliche Aufgabenfelder erweitert und neue hervorgebracht. Dies verband sich mit einer Intensivierung administrativer Einflussnahme und gesetzlicher Programmierung, aber auch mit einer verstärkten Einbindung privater Akteure, denen in unterschiedlichem Maße Spielraum zur eigenverantwortlichen Gestaltung gelassen wurde. Die Spielarten derart entstandener regulierter Selbstregulierung waren mannigfaltig: neben der Integration in korporatistische Konzepte findet man eher liberale Varianten, die die Eigeninitiative größtenteils bei privaten Organisationen beließen, kooperative Verhandlungslösungen oder versteckte Formen, in denen die staatliche Entscheidungsprärogative nach außen hin gewahrt blieb, intermediäre Kräfte aber diskret einbezogen wurden. Diese vielgestaltigen Ausprägungen werden in diesem Band am Beispiel Deutschlands, Österreichs, der Niederlande, Frankreichs, Schwedens, Italiens und der USA verdeutlicht.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2014
- ISBN-Print
- 978-3-465-04229-7
- ISBN-Online
- 978-3-465-14229-4
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Studien zur europäischen Rechtsgeschichte
- Band
- 290
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 272
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - VI
- Vorwort Kein Zugriff Seiten VII - XII
- Regulierte Selbstregulierung - normative Ordnung eines deutschen Sonderwegs? Kein Zugriff Seiten 3 - 26 P. Collin
- Regulierte Selbstregulierung - Gewährleistungsstaat - Kooperativer Staat - Governance Kein Zugriff Seiten 27 - 56 M. Seckelmann
- Wahrnehmungen "regulierter Selbstregulierung" in der angelsächsischen und kontinentaleuropäischen Literatur Kein Zugriff Seiten 57 - 74 M.Mercè Darnaculleta
- Rights of Way, Red Flags, and Safety Valves Kein Zugriff Seiten 77 - 126 E.J. Balleisen
- Regulated self-regulation in the Netherlands, 1850-1940 Kein Zugriff Seiten 127 - 148 S. Couperus, N. Randeraad
- Regulierte Selbstregulierung im Frankreich der III. Republik Kein Zugriff Seiten 149 - 188 S. Rudischhauser
- Regulated self-regulation in Belgium Kein Zugriff Seiten 189 - 212 B. Debaenst
- Berufsständische "Selbstverwaltung" in der österreichischen Diktatur 1933-1938 Kein Zugriff Seiten 213 - 234 I. Reiter-Zatloukal
- Regulierte Selbstregulierung in Italien in der Transition vom liberalen zum faschistischen Staat Kein Zugriff Seiten 235 - 256 A. Somma
- Der Weg zum schwedischen Modell Kein Zugriff Seiten 257 - 270 K.Å. Modéer
- Autoren Kein Zugriff Seiten 271 - 272




