Multidirektionale Erinnerung
Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Michael Rothberg zeichnet eine erinnerungskulturelle Tradition von der Nachkriegszeit bis ins 21. Jahrhundert nach, die von wechselseitigen Bezugnahmen zwischen Kolonialismus, Sklaverei, Rassismus und Nationalsozialismus, Holocaust, Antisemitismus gekennzeichnet ist. Dieses Archiv der multidirektionalen Erinnerung, das Denker*innen und Kulturproduzent*innen wie Hannah Arendt, Aimé Césaire, W.E.B. Du Bois, Marguerite Duras Michael Haneke und andere versammelt, deutet darauf hin, dass sich Opferkonkurrenz und Aufmerksamkeitskonflikte auf dem Feld der Erinnerung vermeiden lassen. Vielmehr rücken Analogiebildungen, Querverweise und Vergleiche in den Fokus der Aufmerksamkeit, durch die die Erinnerung an spezifische historische Ereignisse verstärkt und die Spezifik der jeweiligen Gewaltgeschichten und Herrschaftsverhältnisse nicht infrage gestellt wird.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-86331-558-0
- ISBN-Online
- 978-3-7489-4685-4
- Verlag
- Metropol Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 404
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Zur Einführung: Interview mit Michael Rothberg Kein Zugriff Seiten 7 - 24 Felix Aster, Jana König
- 1. Einleitung: Die Theorie multidirektionaler Erinnerung in einem transnationalen Zeitalter Kein Zugriff Seiten 25 - 56
- 2. An den Grenzen des Eurozentrismus: Hannah Arendts Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft Kein Zugriff
- 3. »Un choc en retour«: Aimé Césaires Diskurse über Kolonialismus und Genozid Kein Zugriff
- 4. W. E. B. Du Bois in Warschau: Holocaustgedenken und die color line Kein Zugriff
- 5. Anachronistische Ästhetik: André Schwarz-Bart und Caryl Phillips über die Ruinen der Erinnerung Kein Zugriff
- 6. Das Werk der Zeugenschaft im Zeitalter der Dekolonisierung: Chronik eines Sommers und das Auftauchen des Holocaust-Überlebenden Kein Zugriff
- 7. Die gegenöffentliche Zeugin: Charlotte Delbos Les belles lettres Kein Zugriff
- 8. Eine Geschichte dreier Ghettos: Race, Gender und »Universalität« nach dem 17. Oktober 1961 Kein Zugriff
- 9. Versteckte Kinder: Die Ethik multigenerationeller Erinnerung nach 1961 Kein Zugriff
- Epilog :Multidirektionale Erinnerung in einem Zeitalter der Besatzungen Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff Seiten 359 - 360
- Nachwort: Multidirektionale Erinnerung in Deutschland Kein Zugriff Seiten 361 - 380 Felix Aster, Jana König
- Literatur Kein Zugriff Seiten 381 - 398
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 399 - 404





