
Theresienstadt
Eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Nirgendwo kam der Zynismus der Nationalsozialisten deutlicher zum Ausdruck als in Theresienstadt. Die Weltöffentlichkeit und die zur Deportation bestimmten Juden wurden planmäßig über den Zweck der Einrichtung getäuscht. Bis heute hält sich das Bild des privilegierten «Altersghettos», in dem vor allem musiziert und gemalt wurde. Wolfgang Benz zeichnet in diesem Buch erstmals ein Bild von Theresienstadt, das der Realität zwischen Hoffnung und Vernichtung, zwischen Illusion und Untergang nahe kommt.
Die Nationalsozialisten sind mit ihren Lügen über Theresienstadt nicht erfolglos geblieben: In der Literatur findet man immer wieder Hinweise darauf, dass hier die Lebensbedingungen besser waren als in anderen Lagern, dass die Kinder und Jugendlichen in den Genuss von Schulbildung gekommen seien, nirgendwo fehlt der Verweis auf das kulturelle Leben im Ghetto. Dies alles gab es, doch wird dabei ein entscheidender Teil der Wirklichkeit ausgeblendet. Denn Theresienstadt war in das Programm der «Endlösung» eingebunden und von Hunger, Elend und einer hohen Sterblichkeit geprägt. Das Ghetto war hoffnungslos überfüllt und immer wieder gingen Transporte in die Vernichtungslager im Osten. Insgesamt wurden 141.000 Juden, vor allem aus der Tschechoslowakei, Deutschland und Österreich, nach Theresienstadt deportiert, nur 23.000 von ihnen überlebten den Holocaust.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-406-64549-5
- ISBN-Online
- 978-3-406-64550-1
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 282
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Der schwierige Ort Theresienstadt – einleitende Bemerkungen Kein Zugriff Seiten 7 - 14
- 1. Barocke Idealstadt im Zenit europäischer Festungsbaukunst Kein Zugriff Seiten 15 - 21
- 2. Die kleine Festung: «Polizeigefängnis Theresienstadt» Kein Zugriff Seiten 22 - 27
- 3. Anfänge: Transitlager für böhmische Juden Kein Zugriff Seiten 28 - 34
- Der schwäbische Viehhändler im Privilegierten-Ghetto: Adolf Haarburger Kein Zugriff
- Fünf Zigaretten in zweieinhalb Jahren: Die Wienerin Jo Singer Kein Zugriff
- Ein Blinder in Theresienstadt: Dr. Norbert Stern Kein Zugriff
- 7. Zwangsarbeit in den Außenlagern Kein Zugriff Seiten 84 - 91
- Unaufhaltbarer Niedergang: Das Honoratioren-Ehepaar Sigmund und Else Dormitzer Kein Zugriff
- Komponist von Rang: Viktor Ullmann Kein Zugriff
- Der Rabbiner: Leo Baeck Kein Zugriff
- Die Angst einer Siebenjährigen: Edith Bär Kein Zugriff
- 12. «Verschönerung» und Besuch vom Roten Kreuz Kein Zugriff Seiten 186 - 192
- 13. Der «Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet» Kein Zugriff Seiten 193 - 197
- «Erlebnisse einer deutschen Jüdin»: Beate Jacoby Kein Zugriff
- Ein düsteres Jahr in der Kleinen Festung: Sigrid Johns Erfahrungen 1945/46 Kein Zugriff
- 16. Mythos Theresienstadt: Das kulturelle Gedächtnis der Nachwelt Kein Zugriff Seiten 220 - 232
- 17. Theresienstadt heute Kein Zugriff Seiten 233 - 246
- Anmerkungen Kein Zugriff
- Chronik von Theresienstadt/Terezin Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Bildnachweis Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff
- Karte Kein Zugriff Seiten 282 - 282




