
Rassistisches Wissen in der Transformation der Bundesrepublik Deutschland in eine Einwanderungsgesellschaft 1940-1990
- Autor:innen:
- Verlag:
- 28.08.2024
Zusammenfassung
Rassistisches Wissen über »Ausländer« verschwand nicht in der »Stunde Null« 1945, sondern prägte die sich formierende Einwanderungsgesellschaft grundlegend. Rassistische Wissensbestände über »Ausländer«, die als »fremdvölkisch«, minderwertig, kulturell-biologisch unerwünscht oder gar gefährlich, aber gleichzeitig als ökonomisch brauchbar galten, zirkulierten seit dem Kaiserreich und bekamen in der Phase der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkrieges weite Verbreitung. Hier setzt Maria Alexopoulou mit ihrer Studie ein und fragt, was mit dem akkumulierten rassistischen Wissen über »Ausländer« in der sogenannten Stunde Null 1945 geschah. Migrant*innen waren in dieser Zeit durchgängig präsent und prägten mit der sogenannten Gastarbeiter- und späteren Asylmigration immer mehr das Bild vor allem der Industriestädte. Ausgehend von der Stadt Mannheim und von dort die Landes- und Bundesebene einbeziehend, zeigt die Autorin, inwiefern Bereiche der Lebensrealität von Migrant*innen auf institutioneller und struktureller Ebene, in Diskursen und im Alltag von rassistischem Wissen durchzogen waren: im Aufenthaltsrecht, dem Wohnungsmarkt, der politischen Partizipation sowie der Einbürgerung. Dabei wurde die Binarität »Deutsche und Ausländer« in immer neuen Othering-Schleifen verfestigt und neue Hierarchien zwischen »Ausländern« produziert, während sich die alte BRD gleichzeitig auch durch die widerständigen und eigensinnigen Praktiken von Migrant*innen transformierte und demokratisierte.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- Erscheinungsdatum
- 28.08.2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5761-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8755-3
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Studien zu Ressentiments in Geschichte und Gegenwart
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 456
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- 1. Rassismuskritische Zeitgeschichte Kein Zugriff
- 2.1 Der absente Rassismus Kein Zugriff
- 2.2 Der präsente Rassismus Kein Zugriff
- 3. Methoden und Tools: Rassistisches Wissen, Fuzziness, Black Boxen und die Stadt Kein Zugriff
- Kontinuitäten Kein Zugriff Seiten 53 - 76
- 1. ›Ausländer‹ im »Dritten Reich« Kein Zugriff
- 2.1. Alte und »neue« Andere Kein Zugriff
- 2.2 Mannheim und die DPs Kein Zugriff
- 3.1 Die heimatlosen (und andere) ›Ausländer‹ Kein Zugriff
- 3.2 Wohnen für »heimatlose Ausländer« Kein Zugriff
- 3.3 Die »Niemands« Kein Zugriff
- 4.1 Das Machen der Stunde Null Kein Zugriff
- 4.2 Die Zukunft der »Rasse« und des Rassismus Kein Zugriff
- 1. »Gastfreundschaft« Kein Zugriff
- 2.1 Baracken für die Arbeiter Kein Zugriff
- 2.2 (Keine) Familienwohnungen Kein Zugriff
- 2.3 Wohnung als Einwanderungsbarriere Kein Zugriff
- 2.4 ›In the Ghetto‹ Kein Zugriff
- 2.5 »Deutsche Sorgen« Kein Zugriff
- 3.1 Zweierlei Übergang – »volksdeutsche Aussiedler« und »außereuropäische Flüchtlinge« Kein Zugriff
- 3.2 »Laßt die Ratten doch verbrennen!« Kein Zugriff
- 3.3 Pogrom als Prekarisierung Kein Zugriff
- 3.4 Parenthese: Leben in der Industriestraße im Jahr 2012 Kein Zugriff
- 4. Die Bürger*innenrechte der Anderen Kein Zugriff
- 5.1 Vorsichtiger Optimismus in der Ära Lidy Kein Zugriff
- 5.2 Warten auf Stuttgart Kein Zugriff
- 5.3 Misslungene Gegenstrategien Kein Zugriff
- 5.4 Kultur statt Mitsprache Kein Zugriff
- 6.1 Black Box Einbürgerung Kein Zugriff
- 6.2 Fuzzy Konzepte in »objektiven« Wissensordnungen Kein Zugriff
- Doing Racism, Doing Ignorance Kein Zugriff Seiten 395 - 408
- Quellenverzeichnis Kein Zugriff
- Sekundärliteratur Kein Zugriff




