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Monographie Kein Zugriff

Welt und Unendlichkeit

Zum Problem phänomenologischer Metaphysik
Autor:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

In der analytischen Philosophie drückt sich gelegentlich ein Erneuerungswunsch der Metaphysik aus. Nur dass dabei der von Kant zum ersten Mal gesehene Problemcharakter der Metaphysik allzu wenig beachtet wird! Das Buch Welt und Unendlichkeit wendet sich gerade dem Problem der Metaphysik zu, indem es der Frage nachgeht, ob nicht etwa die phänomenologische Tradition mit ihrem Rückgang auf die lebensweltliche Erfahrung eher in der Lage sei, hier die Richtung zu weisen. Husserls Idee einer phänomenologischen Metaphysik wurde auf diese Frage hin bisher noch nicht geprüft. Zum nicht-traditionellen Charakter dieser Metaphysik gehört, dass sie nicht nach ersten Gründen und Ursachen des Seienden als Seienden forscht. Vielmehr stützt sie sich von vornherein auf gewisse Urtatsachen. Allerdings unterscheiden sich die Urtatsachen, die Husserl herausstellt, von den gewöhnlichen Tatsachen. denn es kommt ihnen eine gewisse Notwendigkeit zu. Der Titel »Welt und Unendlichkeit« deutet zugleich einen grundsätzlichen Unterschied zwischen Totalität und Unendlichkeit an. Im Buch wird dieser Unterschied mit Georg Cantors Gegenüberstellung von Transfinitem und Absolutunendlichem verbunden. Es wird die These vertreten, dass die von Cantor gesuchte Metaphysik des Transfiniten nur als eine Phänomenologie von Ding und Welt realisierbar ist. Allerdings klingt die Rede von einer »phänomenologischen Metaphysik« in einem Zeitalter, das nicht müde wird, eine »Überwindung der Metaphysik« und sogar ein »nachmetaphysisches Denken« zu fordern, unzeitgemäß und deshalb herausfordernd. Freilich wird auch im vorliegenden Buch davon ausgegangen, dass Metaphysik als Ontotheologie nicht mehr möglich sei. Es soll aber gezeigt werden, dass die Phänomenologie einen neuen Typ der Metaphysik ermöglicht, der sich mit keiner Ontotheologie verbindet.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-495-48661-0
ISBN-Online
978-3-495-86049-6
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Seiten
604
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 22
      1. I. Heideggers Idee einer ontotheologischen Verfassung der Metaphysik Kein Zugriff
      2. 1. Der Doppelbegriff der Metaphysik Kein Zugriff
      3. 2. Entstehung »traditioneller« Metaphysik Kein Zugriff
      4. 3. Metaphysik als Ontotheologie Kein Zugriff
      5. II. Aristoteles und die katholou-protologische Grundstruktur Kein Zugriff
      6. 1. Die Doppelbestimmung der Metaphysik bei Aristoteles Kein Zugriff
      7. 2. Der aporetisch-diaporematische Charakter der aristotelischen Metaphysik Kein Zugriff
        1. a. Die fokale Bedeutungseinheit des Seienden bei Aristoteles Kein Zugriff
        2. b. Die Erfindung einer Analogie des Seins Kein Zugriff
        1. a. Die Sonderstellung des Einen in der Ideenlehre Kein Zugriff
        2. b. Theorien über die henologische Alternative zur Seinsmetaphysik Kein Zugriff
      8. III. Duns Scotus, Suárez und die katholou-tinologische Grundstruktur Kein Zugriff
      9. 1. Die kathoulou-protologische Grundstruktur bei Thomas von Aquin Kein Zugriff
        1. a. Univozität des Seins und scientia transcendens Kein Zugriff
        2. b. Allgemeine und spezielle Metaphysik Kein Zugriff
        3. c. Die katholou-tinologische Grundstruktur Kein Zugriff
        1. a. Einwände gegen Heideggers Wesensbestimmung der Metaphysik Kein Zugriff
        2. b. »Historisierung« der Ontotheologie in einer geschichtlichen Philosophie Kein Zugriff
        3. c. Die Grundtendenz zur Tinologie bei Duns Scotus und Suárez Kein Zugriff
      10. IV. Von Descartes’ epistemischer Protologie zum Leibniz’schen Satz vom Grund Kein Zugriff
      11. 1. Descartes’ epistemische Protologie und das Auftauchen des Terminus »Ontologie« Kein Zugriff
      12. 2. Verdopplung der ontotheologischen Verfassung der Metaphysik bei Descartes Kein Zugriff
      13. 3. Das Verhältnis der beiden Ontotheologien zueinander bei Descartes und seinen Nachfolgern Kein Zugriff
        1. a. Unterschiede zwischen Descartes und Spinoza Kein Zugriff
        2. b. Leibniz und der Vorrang des Grundes gegenüber der Ursache Kein Zugriff
      14. V. Kants Kritik spekulativer Metaphysik Kein Zugriff
      15. 1. Kants Kritik des transzendentalen Ideals Kein Zugriff
      16. 2. Das Zweideutige an Kants transzendentalem Ansatz Kein Zugriff
      17. 3. Kritik der Ontotheologie im Übergang von Kant zum Deutschen Idealismus Kein Zugriff
      18. VI. Der Grund und das Grundlose bei Hegel Kein Zugriff
        1. a. Das unvordenkliche Sein und der Anfang des Denkens Kein Zugriff
        2. b. Freiheit gegen das Sein Kein Zugriff
      1. I. Husserls Metaphysik der Urtatsachen Kein Zugriff
        1. a. Faktizitätsbedingtheit eidetischer Zusammenhänge Kein Zugriff
        2. b. Vier Gruppen von Urtatsachen Kein Zugriff
        3. c. Die Suche nach ersten Ursachen als ›spekulatives Abenteuer‹ Kein Zugriff
        4. d. Die Notwendigkeit eines Faktums Kein Zugriff
      2. 2. Erweiterung des Bereichs zufälliger Faktizität Kein Zugriff
        1. a. Weltwirklichkeit als Erfahrungskategorie Kein Zugriff
        2. b. Kategorien als Einstimmigkeitstendenzen der Erfahrung Kein Zugriff
        3. c. Hinweis auf die Kausalitätskategorie Kein Zugriff
        1. a. Zwei Argumente für den transzendentalen Idealismus Kein Zugriff
        2. b. Der Aufbau des Beweises des transzendentalen Idealismus Kein Zugriff
        3. c. Methodologischer Transzendentalismus und transzendentaler Idealismus Kein Zugriff
        1. a. Die lebensweltliche Erfahrung als Ort spontaner Sinnbildung Kein Zugriff
        2. b. Die Weltbezogenheit lebensweltlicher Erfahrung Kein Zugriff
        3. c. Die Kategorien lebensweltlicher Erfahrung Kein Zugriff
      3. II. Heideggers metontologische Grundlegung der Metaphysik Kein Zugriff
      4. 1. Die Idee von Metontologie Kein Zugriff
      5. 2. Philosophie und Wissenschaft Kein Zugriff
      6. 3. Philosophie und Weltanschauung Kein Zugriff
        1. a. Wahrheit und Miteinandersein Kein Zugriff
        2. b. Wahrheit und Freiheit Kein Zugriff
      7. 5. Anthropologie der Weltbildung und Metaphysik des Daseins Kein Zugriff
      8. III. Metaphysik zufälliger Faktizität in der französischen Phänomenologie Kein Zugriff
        1. a. Sartre und die Metaphysik der Urtatsachen Kein Zugriff
        2. b. Merleau-Ponty und die Idee einer Dialektik ohne Synthese Kein Zugriff
      9. 2. Das Unendliche als Überschuss in der Erfahrung von Welt bei Levinas Kein Zugriff
      10. 3. Das phänomenologische Feld als Apeiron bei Richir Kein Zugriff
      11. 4. Phänomenologie als eine andere Erste Philosophie bei Marion Kein Zugriff
    1. Die Welt und ihr Unendliches Kein Zugriff
      1. I. Das Ding als Erscheinungskontinuum im Welthorizont Kein Zugriff
      2. 1. Das Ding und sein Erfahrungshorizont Kein Zugriff
      3. 2. Das Ding als Idee im Kant’schen Sinne Kein Zugriff
      4. 3. Zwei Deutungen des phänomenologischen Transzendentalismus Kein Zugriff
      5. 4. Einstimmigkeitstendenzen der Erfahrung Kein Zugriff
      6. II. Erfahrungskategorien von Ding und Welt Kein Zugriff
      7. 1. Raum und Zeit als Ausdrücke von Einstimmigkeitstendenzen Kein Zugriff
        1. a. Der Satz vom Grund und seine Kritiker Kein Zugriff
        2. b. Der Kausalitätszusammenhang und die Idee notwendiger Verknüpfung Kein Zugriff
        3. c. Der Grundsatz der Kausalität als transzendentales Prinzip Kein Zugriff
        1. a. Absichtliches Handeln und unbeabsichtigte Handlungsfolgen Kein Zugriff
        2. b. Handlungsfreiheit als partielle Kausalität Kein Zugriff
        3. c. Kausalzusammenhang und Handlungsteleologie Kein Zugriff
        4. d. Handlungsfreiheit als Freiheit des Für und Wider Kein Zugriff
        5. e. Die Handlungsfreiheit als Mitursache und als Grund des Grundes Kein Zugriff
      8. 4. Die Wirklichkeit der Welt als Gesamtausdruck aller Einstimmigkeitstendenzen Kein Zugriff
      9. 5. Einzelne Realitätsstufen in der Gesamtwirklichkeit der Welt Kein Zugriff
      10. III. Agonale Weltentwürfe Kein Zugriff
      11. 1. Metontologischer Transzendentalismus Kein Zugriff
      12. 2. Naturalistischer Autarkismus Kein Zugriff
      13. 3. Ein Beweisgrund für die transzendentale Option – mit agonalem Respekt angeführt Kein Zugriff
      1. I. Transfinite Zahl und transzendentaler Schein Kein Zugriff
      2. 1. Metaphysik und Mathematik in der Theorie des Transfiniten Kein Zugriff
      3. 2. Das Grundgesetz »dialektischer Begriffserzeugung« im Transfiniten Kein Zugriff
      4. 3. »Arithmetik des transzendentalen Scheins« Kein Zugriff
      5. II. Das Transfinite und das Absolutunendliche in Cantors Bemerkungen über seine Vorgänger Kein Zugriff
      6. 1. Das Transfinite als eine Mischung von Grenze und Unbegrenztem Kein Zugriff
      7. 2. Das Absolutunendliche als das ›absolute Maximum‹ Kein Zugriff
      8. 3. Wege zum Zwischenreich des Transfiniten Kein Zugriff
      9. III. Cantor, Aristoteles und das Problem des Kontinuums Kein Zugriff
      10. 1. Die aristotelische Deutung von Zenons Aporien über die Bewegung Kein Zugriff
      11. 2. Die aristotelische Auffassung vom Kontinuum Kein Zugriff
      12. 3. Zwei Betrachtungsweisen des Kontinuums Kein Zugriff
      13. IV. Husserls Weg zu einer Phänomenologie des Unendlichen Kein Zugriff
      14. 1. Kritik an der Äquivalenztheorie der Zahl Kein Zugriff
      15. 2. Das Abstraktionsfundament des Begriffs der Zahl Kein Zugriff
      16. 3. Die Zahl als Gegenstand kategorialer Anschauung Kein Zugriff
      17. 4. Das Unendliche als Erfahrungskategorie Kein Zugriff
      18. 5. Die Bedeutung von Husserls Frage nach der Unendlichkeit als »Offenheit« Kein Zugriff
  3. Schluss: Metaphysik ohne Ontotheologie Kein Zugriff Seiten 549 - 556
  4. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 557 - 580
  5. Nachwort und Nachweise Kein Zugriff Seiten 581 - 584
  6. Namenregister Kein Zugriff Seiten 585 - 590
  7. Sachregister Kein Zugriff Seiten 591 - 604

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