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Monographie Kein Zugriff

Die Kunst des Richtens und die Richter der Kunst

Die Rolle des Literaturkritikers in der Aufklärung
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Der Rezensent als Schulmeister – Steuerung von Publikumsgeschmack und literarischer Produktion.

Als das von Immanuel Kant ausgerufene »Zeitalter der Kritik« ist die Aufklärung auch der Ausgangspunkt für eine Literaturkritik im modernen Sinn: Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts entwickelte sich im deutschsprachigen Raum die Rolle des Rezensenten als Literaturexperte. In zahllosen Rezensionsjournalen verkündeten die sogenannten »Kunstrichter« fortan ihre Urteile über neue Bücher und nahmen für sich in Anspruch, auf diese Weise Publikumsgeschmack und literarische Produktion gleichermaßen zu verbessern.

Der Erfolg einer solchen schulmeisterlichen Wertungsinstanz ist in der Ära des eigenständigen Vernunftgebrauchs und der Autoritätenskepsis jedoch alles andere als selbsterklärend. Inga Schürmann zeichnet vor diesem Hintergrund die Inszenierungs- und Legitimationsstrategien nach, mit denen sich die neue Rolle des Literaturkritikers und das zugehörige Modell der Kritik dennoch in der aufklärerischen Diskursordnung etablieren konnten. Dabei macht sie sichtbar, wie in konzeptionellen und literaturkritischen Texten die Notwendigkeit des Rezensionswesens, die Verbindlichkeit der gefällten Urteile und die Überlegenheit des Kritikers gegenüber dem Laienleser herbei- und festgeschrieben und mit aufklärerischen Denk- und Redemustern in Einklang gebracht wurden.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-8353-5139-4
ISBN-Online
978-3-8353-4890-5
Verlag
Wallstein, Göttingen
Reihe
Das achtzehnte Jahrhundert. Supplementa
Sprache
Deutsch
Seiten
576
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
    1. 1.1. Zum Stand der Forschung Kein Zugriff
    2. 1.2. Der Literaturkritiker als Experte: Begrifflichkeiten und Fragestellungen Kein Zugriff
    3. 1.3. Vorgehen und Quellenkorpora Kein Zugriff
  2. 2. »… eine Art von neuerlich entstandenen Geschöpfen …«. Die Anfänge der Literaturkritik im Kontext der Aufklärung Kein Zugriff Seiten 43 - 70
  3. Aus der Theorie: Die aufklärerische Kritikkonzeption Kein Zugriff Seiten 71 - 74
    1. 3.1. Literaturkritik als Garant und Katalysator der Aufklärung Kein Zugriff
    2. 3.2. Förderung von kultureller Identitätsfindung und nationaler Vergemeinschaftung Kein Zugriff
    3. 3.3. Regulierung und Wirtschaftlichkeit: Kritik als Kontrollinstanz des Buchmarkts Kein Zugriff
    1. 4.1. Zur Objektivierbarkeit literaturkritischer Wertung Kein Zugriff
        1. Leitbilder: Wissenschaftlichkeit, Normierbarkeit, Vernunft Kein Zugriff
        2. Rationalisierung der Fiktion: Wunderbares und Wahrscheinliches Kein Zugriff
        3. Rationalisierung literarischer Produktion und Rezeption Kein Zugriff
        1. Systematisierung und Normierung: Der Fortbestand rationalistischer Paradigmen Kein Zugriff
        2. Regelkonforme Empfindung: Die Wirkungsästhetik Kein Zugriff
      1. 4.3.1. Subsidiarität und Normgehorsam des Geschmacks: Die Lösungen von Regelpoetik und Ästhetik Kein Zugriff
      2. 4.3.2. »Subjective Allgemeinheit«: Die intersubjektive Verbindlichkeit des Geschmacksurteils Kein Zugriff
    2. 4.4. Exkurs: Das kunstrichterliche ›Prozessrecht‹. Einblicke in die Normierung kritischen Schreibens Kein Zugriff
    1. 5.1. Zwischen Spezialist und Universalgelehrtem: Die fachlichen Anforderungen an den Kritiker Kein Zugriff
    2. 5.2. Bescheidene Aufrichtigkeit und unparteiische Kritik: Der kunstrichterliche Moralkodex Kein Zugriff
  4. 6. Vom »unverständigen Pöbel« zum obersten »Richterstuhl des Publici«. Der Stellenwert des Publikums als Aporie aufklärerischer Literaturkritik Kein Zugriff Seiten 289 - 312
  5. Aus der Praxis: Formen der Kritik Kein Zugriff Seiten 313 - 316
      1. 7.1.1. Die literaturkritischen Gesprächszeitschriften der Frühaufklärung Kein Zugriff
      2. 7.1.2. Funktionen und Implikationen der Gesprächsform Kein Zugriff
        1. Figurenkonzeption und -konstellation Kein Zugriff
        2. Sprechmodi und -muster Kein Zugriff
        3. Der literaturkritische Dialog als Modell einer Experten-Laien-Kommunikation Kein Zugriff
      1. 7.2.1. Die literaturkritische Briefpublizistik der Aufklärung Kein Zugriff
      2. 7.2.2. Funktionen und Implikationen der Briefform Kein Zugriff
        1. Die Auflösung der subjektiven Meinung im objektiven Urteil Kein Zugriff
        2. Evidenz und empirischer Beweis des Urteils Kein Zugriff
        3. Leserlenkung durch Lesereinbezug Kein Zugriff
        4. Hierarchisierung der Kommunikation Kein Zugriff
    1. 8.1. »Ich, der Recensent …«: Die Sprechinstanzen der Rezensionen Kein Zugriff
      1. Subjektivität und Bescheidenheit Kein Zugriff
      2. Objektivierungsgesten und Autoritätsmarker Kein Zugriff
      3. Dialogische Momente Kein Zugriff
    2. 8.3. (Un-)Kritische Selbstporträts: Legitimation und Inszenierung der Rezensentenrolle Kein Zugriff
  6. 9. Fazit: »Den gesetzgebenden Ton zu führen haben unsere ›Kunstrichter‹ und ›Bibliothekare‹ vortreflich verstanden …« Kein Zugriff Seiten 515 - 522
    1. 1. Zur Zitierweise Kein Zugriff
      1. 2.1. Quellen Kein Zugriff
      2. 2.2. Forschungsliteratur Kein Zugriff
      3. 2.3. Übersicht zu den in Kapitel 8 analysierten Rezensionen, sortiert nach rezensierten Werken Kein Zugriff
    2. 3. Dank Kein Zugriff

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