
Fördern und Zensieren
Die Medienpolitik des Bundesinnenministeriums nach dem Nationalsozialismus- Autor:innen:
- Verlag:
- 13.09.2023
Zusammenfassung
Im Zweifel stellten die Beamten des Bundesinnenministeriums den Schutz des Staates über die Presse- und Meinungsfreiheit. Die Medienpolitik des Bundesinnenministeriums stand in vielen Bereichen im Schatten des Nationalsozialismus. Mit Initiativen zu einem Bundespressegesetz, zur Einschränkung der Presse im Notstand oder zum Ehrenschutz entzündete das Ressort in der deutschen Öffentlichkeit Konflikte. Stefanie Palm zeigt, wie das Ministerium, das im Medien- und Kulturbereich übergeordnete Kompetenzen besaß, beständig versuchte, eine plurale Medienöffentlichkeit einzuschränken, aber häufig an der öffentlichen Kritik scheiterte. Die Autorin verbindet in ihrer Studie das kaum erforschte medienpolitische Handeln des Bundesinnenministeriums mit biographischen Analysen. Diese zeigen, wie das mediale und gesellschaftliche Ordnungsdenken sich nach dem Nationalsozialismus wandelte. Deutlich wird das Beharrungsvermögen der ehemaligen NS-Funktionseliten über Systemgrenzen hinweg und ihre hohe Prägekraft für die politische Kultur der frühen Bundesrepublik. Im Konfliktfall stellten diese Beamten Staatsschutzinteressen über Freiheitsrechte, etwa den Schutz von Presse- und Meinungsfreiheit. Die Autorin wirft damit anhand bisher unbekannter Archivakten einen neuen Blick auf die Fragilität der Nachkriegsdemokratie.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- Erscheinungsdatum
- 13.09.2023
- ISBN-Print
- 978-3-8353-3480-9
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8512-2
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Veröffentlichungen zur Geschichte der deutschen Innenministerien nach 1945
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 592
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 32
- Am Scheideweg zwischen Kontinuität und Neuanfang Kein Zugriff
- Graustufen der NS-Belastung: Der Typus Ernst Schaar Kein Zugriff
- Biografiepolitik als Eintrittskarte in das Bundesinnenministerium Kein Zugriff
- Die Kulturabteilungsleiter Kein Zugriff
- Vergangenheiten und Prägungen der Kultusbeamten Kein Zugriff
- Der Gründungsmythos Kein Zugriff
- Die Zwergen-Abteilung des Bundesinnenministeriums: Empfindlicher Kompetenzverlust Kein Zugriff
- Debatten um ein Bundeskultusministerium Kein Zugriff
- »Eine besondere Qualifikation«: Die Medienreferenten des Bundesinnenministeriums Kein Zugriff
- Einflussreicher Medienreferent: Carl‑Heinz Lüders Kein Zugriff
- Lenz’ Informationsministerium Kein Zugriff
- Die Bundeszentrale für Heimatdienst Kein Zugriff
- »Im deutschen Interesse«. GARIOA-Mittel für den Pressemarkt Kein Zugriff
- »Hier geht es um das Prinzip«: Amerikanische Rundfunksender auf deutschem Boden Kein Zugriff
- Pläne für eine »Bundes-Filmzensurstelle« Kein Zugriff
- Der Bundesfilmpreis Kein Zugriff
- Das Bundesinnenministerium und die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft Kein Zugriff
- »Kolberg«, »Jagd auf Eichmann« und ausländische »Hetzfilme«. Eingriffe des Bundesinnenministeriums in die Prüfpraxis der FSK Kein Zugriff
- Ein Maulkorb für den Medienreferenten Kein Zugriff
- »Die Presse ist frei«: Der Entwurf für ein Bundespressegesetz Kein Zugriff
- Auf der Anklagebank: Die Pressekonferenzen als Krisenbeschleuniger Kein Zugriff
- Das Scheitern des »Maulkorb-Gesetzes« Kein Zugriff
- Nach Lüders: Die neue Garde der Medienreferenten Kein Zugriff
- Abkehr von den medialen Großthemen Kein Zugriff
- Personalpolitik im Referat für Schul-, Erziehungs- und Bildungswesen Kein Zugriff
- Das Bild der Jugend und ihre staatsbürgerliche Erziehung Kein Zugriff
- Der SDS und die Skandalisierung einer Renazifizierung der Ministerialbürokratie Kein Zugriff
- Planungen für ein Zeugnisverweigerungsrecht Kein Zugriff
- Konflikte um die Informationsfreiheit und die Professionalisierung des PR-Referates Kein Zugriff
- Die Nayhauß-Affäre: Staatsfeind oder Aufklärer? Kein Zugriff
- Doppelte Sicherheit: Staats- und Behördenschutz Kein Zugriff
- Die Suche nach dem Whistleblower Kein Zugriff
- Der Diskurs um Landesverrat und die Disziplinierung der Bundesanwaltschaft Kein Zugriff
- Passivität in der »Spiegel-Affäre« Kein Zugriff
- Katalysator: Deutsch-deutsche Kampagnen gegen »Ehemalige« Kein Zugriff
- »Anständig geblieben«: Erich Kreter Kein Zugriff
- »Ungenügend«: Motive für die Reform des Ehrenschutzes Kein Zugriff
- Carl-Heinz Lüders als Ideengeber: Vorläufer eines Notstandspressegesetzes Kein Zugriff
- Die Notstandsplaner der Kulturabteilung Kein Zugriff
- »Gefährliche Nachrichten«. Die Entwürfe für ein Notstandspressegesetz Kein Zugriff
- 1. Die Politikberatung im polarisierten Medienmarkt Kein Zugriff
- 2. Karl-Ulrich Hagelberg und die Studierendenproteste Kein Zugriff
- Fazit Kein Zugriff Seiten 512 - 533
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 534 - 536
- Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 537 - 589
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 590 - 590
- Dank Kein Zugriff Seiten 591 - 592




