
Vergangenheitskonstruktionen
Erinnerungspolitik im Zeichen von Ambiguitätstoleranz- Herausgeber:innen:
- | |
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Ein Plädoyer für die Anerkennung einer vergangenheitssensiblen Ambiguitätstoleranz. Kollektives Erinnern ist Vergangenheitsbearbeitung um einer gemeinsamen Zukunft wegen. Die aktuelle erinnerungspolitische Debatte geht davon aus, dass fragile und heterogene Gesellschaften ein Bedürfnis nach sinnstiftenden Großerzählungen haben. Im Begriff des kollektiven oder kulturellen Gedächtnisses sollen daher Wissensressourcen, Bilder und Narrative den Zusammenhalt der »geglaubten Gemeinschaft« (Max Weber) sichern. Bestehende Verunsicherungen und Ambiguitäten werden durch eine Politik der Erinnerungs- und Konsenssteuerung überbrückt. Im Gegensatz dazu zielen die Beiträge dieses Bandes darauf, dass gegenwärtige Gesellschaften den pluralen Erinnerungsfeldern, den diversen Erinnerungsbedürfnissen und den damit einhergehenden Deutungskonflikten durch Praktiken der Ambiguitätstoleranz (Thomas Bauer) begegnen können. Ambiguitätstoleranz kann als Kompetenz verstanden werden, Weltanschauungen und Vorstellungen des gelingenden Lebens zu vergleichen und daraus neue Handlungsoptionen abzuleiten. Die daran geknüpfte Perspektivenübernahme soll die Menschen befähigen, mit kulturellen Differenzen und konkurrierenden Erzählungen umzugehen und alternative Zukunftsszenarien zu entwerfen.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5216-2
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8515-3
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 318
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vergangenheitskonstruktionen. Anmerkungen zur Geschichte der Gegenwart Kein Zugriff Seiten 9 - 20Autor:innen: |
- I. Ambiguitätstoleranz – Tugend und Zumutungen Kein Zugriff Seiten 21 - 22
- Ambiguitätstoleranz. Auf der Suche nach einer verschollenen Kompetenz Kein Zugriff Seiten 23 - 44Autor:innen:
- (Ent-)Historisierung Kein Zugriff Seiten 45 - 54Autor:innen:
- Der Verlust der Zukunft und die verlorene Ambiguität Kein Zugriff Seiten 55 - 68Autor:innen:
- II. Recht, Politik und Moral Kein Zugriff Seiten 69 - 70
- Geschichtspolitik. Begriffshistorische und begriffssystematische Anmerkungen aus politikwissenschaftlicher Perspektive Kein Zugriff Seiten 71 - 88Autor:innen:
- The Ambiguities of Agency. A Philosophical Inquiry in Dialogue with Hannah Arendt Kein Zugriff Seiten 89 - 106Autor:innen:
- Erinnerungspolitische Zurechnungskonflikte Kein Zugriff Seiten 107 - 130Autor:innen:
- Politisches Erinnern als Menschenrecht? Über Selbstermächtigung im Anschluss an Hannah Arendt Kein Zugriff Seiten 131 - 160Autor:innen:
- III. Deutungen und Aneignungen von Geschichte Kein Zugriff Seiten 161 - 162
- Kibbuz in London. Ein Experiment der Ambiguitätstoleranz Kein Zugriff Seiten 163 - 192Autor:innen:
- Deutsche Erinnerungspolitik nach dem Ende des Kalten Krieges. Nationalsozialismus, DDR und Kolonialismus zwischen Identitätsfiktionen und Ambiguitätstoleranz Kein Zugriff Seiten 193 - 208Autor:innen:
- Provenienzforschung als Instrument der Erinnerungspolitik Kein Zugriff Seiten 209 - 222Autor:innen:
- IV. Religiöse Praktiken und Auslegungskonkurrenzen Kein Zugriff Seiten 223 - 224
- Erinnern, Gedächtnis und Ambiguitätstoleranz im jüdischen Denken Kein Zugriff Seiten 225 - 253Autor:innen:
- Ambiguitätstoleranz im Rahmen christlicher Wahrheit. Prominente Beispiele der katholischen Mission in Lateinamerika: Bartolome de Las Casas und Domingo de Vico Kein Zugriff Seiten 254 - 276Autor:innen:
- V. Anspruch und Grenzen der Versöhnung Kein Zugriff Seiten 277 - 278
- Versöhnung oder doch Rache? Über die Vereinnahmung jüdischer Stimmen im Erinnerungsdiskurs und die Ambiguität der Literatur (Anne Frank, Nelly Sachs, Ruth Klüger) Kein Zugriff Seiten 279 - 300Autor:innen:
- Das Trauma der Versöhnung Kein Zugriff Seiten 301 - 314Autor:innen:
- Autorinnen- und Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 315 - 318





