
Dekadenz
Studien zu einer großen Erzählung der frühen Moderne- Autor:innen:
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Die Autorin stellt die Dekadenz als einen wirkungsmächtigen Topos der kulturellen Selbstthematisierung dar, der speziell um die Jahrhundertwende eine herausragende Rolle einnimmt.
Die Studie versteht Dekadenz als eine »große Erzählung« der Moderne, die in der europäischen und insbesondere auch in der deutschsprachigen Literatur des fin de siècle einen herausragenden Stellenwert einnimmt. Mit komparatistischen Ausblicken in die europäische – vor allem die französische, aber auch die skandinavische und russische – Literatur rekonstruiert Caroline Pross die wissenschaftlichen (insbesondere psychiatriegeschichtlichen) Grundlagen dieses wirkungsmächtigen Topos.
Dabei legt die Autorin den Fokus auf Rezeption und Vermittlung der Dekadenz-Theoreme im gesellschaftlichen Diskurs und im literarischen Schreiben. Die literarische »Arbeit am Schema« der Dekadenz wird in einlässlichen Textlektüren dargestellt, dabei werden Romane von Emile Zola, Max Nordau, Gerard Ouckama Knoop, Eduard von Keyserling und Thoman Mann neu erschlossen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-8353-1201-2
- ISBN-Online
- 978-3-8353-2343-8
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 438
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- 1.1 Frühe Moderne Kein Zugriff
- 1.2 Selbstbeschreibungen Kein Zugriff
- 1.3 Ein deutscher Diskurs? Kein Zugriff
- 2.1 Positionen der Forschung Kein Zugriff
- 2.2 Dekadenz als Periodisierungsbegriff Kein Zugriff
- 2.3 Dekadenz als Formbegriff Kein Zugriff
- 2.4 Dekadenz als Narrativ und ›große Erzählung‹ Kein Zugriff
- 3.1 Literarische Modellbildungen Kein Zugriff
- 3.2 Generische Präferenzen Kein Zugriff
- 3.3 Gattungspoetische Voraussetzungen: Vischer, Schmidt, Fontane Kein Zugriff
- 3.4 Grenzwert und Paradigma: Zola und die Rougon-Macquart Kein Zugriff
- 3.5 Die Bedeutung der Form: Der Roman Kein Zugriff
- 3.6 Erzählgrammatik und Korpusbildung: Der europäische Dekadenzroman Kein Zugriff
- 4.1 Interdiskursivität: Anschlüsse, Schnittstellen, Koppelungen Kein Zugriff
- 4.2 Lebenswissen: dégénérescence, höhere Entartung, nervöse Schwäche Kein Zugriff
- 4.3 Medien: Körper, Dinge, Texte Kein Zugriff
- 5.1 dégénérescence, Degeneration, Entartung Kein Zugriff
- 5.2 Geteilte Welten: Max Nordau, ›Die Krankheit des Jahrhunderts‹ (1887) Kein Zugriff
- 5.3 Regel oder Ausnahme? – Nordau vs. Zola Kein Zugriff
- 5.4 Reading for the plot: Die Etablierung der Erzählgrammatik im Konflikt der Interpretationen Kein Zugriff
- 5.5 Die doppelte Moderne: Max Nordau, Entartung (1892/93) Kein Zugriff
- 5.6 »ein unheilvoller fehlerhafter Kreis«: Medienkritik Kein Zugriff
- 5.7 Exkurs: Revisionäre Überbietung: Hedwig Dohm: ›Sibilla Dalmar. Roman aus dem Ende unseres Jahrhunderts‹ (1896) Kein Zugriff
- 6.1 Entwicklung nach vorne, höhere Entartung, dégénérés supérieurs Kein Zugriff
- 6.2 Binnendifferenzierungen: Gerhard Ouckama Knoop, Die Dekadenten (1898) Kein Zugriff
- 6.3 Exkurs: Erzählstrukturelle Parallelen in Hermann Conradi, ›Adam Mensch‹ (1889) und Johannes Schlaf, ›Das dritte Reich‹ (1900) Kein Zugriff
- 6.4 Proleptische Visionen: Erzählerische Ausblicke auf das 20. Jahrhundert (›Docteur Pascal‹ und Doktor Deroge) Kein Zugriff
- 6.5 Evolution der poetischen Sprache: Poetik der Zukunft, Poetik der Dekadenz Kein Zugriff
- 6.6 »auf vorgestimmte Leser […] wirken«: Medieneffekte Kein Zugriff
- 7.1 Neurasthenie, Reizbarkeit, nervöse Schwäche Kein Zugriff
- 7.2 Achsendrehung und Ambiguierung: Thomas Mann, ›Buddenbrooks. Verfall einer Familie‹ (1901) Kein Zugriff
- 7.3 »gassenläufige Wahrheit«: Performative Verstärkereffekte des Erzählens Kein Zugriff
- 7.4 Selbstbehauptung oder Zerfall?: Die Kritik und die Form des Romans Kein Zugriff
- 7.5 »mein Wirken Ausdruck und Förderung dieses Prozesses«: Der »Massenerfolg« als Medienproblem Kein Zugriff
- 8.1 reizbarer, empfänglicher, komplizierter Kein Zugriff
- 8.2 Schließungen: Eduard von Keyserling, Abendliche Häuser (1914) Kein Zugriff
- 8.3 Medienwechsel: Von der Vererbung zur »Erbschaft von Geist« Kein Zugriff
- 8.4 ›Schloßgeschichten‹: Keyserlings Stil der Dekadenz Kein Zugriff
- 8.5 »Stille Reservoirs«: Literatur als Gedächtnis Kein Zugriff
- 9.1 »Nachzuholendes«: Thomas Mann, Der Zauberberg (1924) Kein Zugriff
- 9.2 Der Roman als Archiv: Diskursbeobachtungen und Diskurszitate Kein Zugriff
- 9.3 Diesseits der »Grenze und Wende«: Der Standort des Zauberberg-Erzählers Kein Zugriff
- 9.4 »ein Buch des Abschiedes« oder: Wie bringt man einen Diskurs zu Ende? Kein Zugriff
- Quellen Kein Zugriff
- Forschungsliteratur Kein Zugriff
- Impressum Kein Zugriff Seiten 438 - 438




