Theater als therapeutische Erinnerungsarbeit
Das Amanat-Projekt in Sati / Kurdistan- Autor:innen:
- Reihe:
- Theaterwissenschaft, Band 28
- Verlag:
- 20.04.2020
Zusammenfassung
Gedichte über kurdische Frauen, die 1988 Opfer der Al-Anfal-Ereignisse wurden, bei denen 182 000 Menschen im Irak verschleppt worden waren, bewegten mich zum Schreiben des Theaterstücks Amanat. Unter Gefahren wurde Amanat mit und für Menschen 2007 in der Nähe von Kirkuk einmalig an zwei verschiedenen Orten aufgeführt. Mit Beteiligung der Angehörigen wurde ein Gedenkstein mit den Namen der Vermissten aufgestellt und ein Baum für jedes Opfer gepflanzt. 2016 wurde ein Theatermonument innerhalb eines theatralen Rituals eingerichtet. Diese Produktion erweitert die Vorstellungen des europäischen Theaters.
Vielfältige belastende Erinnerungen machen das Leben und Denken schwer. Der Zugang zu Therapie ist in vielen Ländern keine etablierte Kultur. Das Ende eines Krieges ist nicht das Ende des Krieges in den Köpfen vieler Menschen. Welche therapeutische Wirkung hat das Theater auf Menschen, die Angehörige durch ein Gewaltereignis verloren haben? An wen richtet sich ein therapeutisches Theatermodell?
Biographische Informationen
Hawre Zangana ist der Künstlername von Husain Zangana. Er ist Autor und Regisseur in Deutschland und Kurdistan. Neben vielen Veröffentlichungen über kurdisches und interkulturelles Theater publizierte er 2002 das Buch „Theater als Form des Widerstandes in Kurdistan“. Er war zwei Jahre Mitglied des Migrationsbeirats der Landeshauptstadt München. Er ist Mitbegründer der kurdischen Kulturschule Rojin in München und Mitbegründer des Münchner internationalen Theaters. Zangana arbeitet als Pädagoge und therapeutischer Berater in München.
Reihe
Theaterwissenschaft - Band 28
Schlagworte
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Bibliographische Angaben
- Erscheinungsjahr
- 2020
- Erscheinungsdatum
- 20.04.2020
- ISBN-Print
- 978-3-8316-4699-9
- ISBN-Online
- 978-3-8316-7563-0
- Verlag
- utzverlag, München
- Reihe
- Theaterwissenschaft
- Band
- 28
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 312
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 16
- 1.1 Warum gerade Theater als Therapie? Kein Zugriff
- 1.2 Die Erforschung von Kriegstraumata und ihre Heilung Kein Zugriff
- 1.3 Angst Kein Zugriff
- 1.4 Therapiekultur in Kurdistan Kein Zugriff
- 1.5 Ritual – Abschiedsritual und das sogenannte Ritual des Steins Kein Zugriff
- 1.6 Theater und therapeutische Wirkung Kein Zugriff
- 1.7 Das Ziel der Untersuchung Kein Zugriff
- 2.1 Die therapeutische Wirkung der Katharsis Kein Zugriff
- 2.2.1. Jacob Lewis Morenos Pionierarbeit im Einsatz des Theaters in der Therapie Kein Zugriff
- 2.2.2. Der therapeutische Weg Morenos im Soziodrama Kein Zugriff
- 2.2.3. Spontaneität und Reaktion bei Morenos Arbeit Kein Zugriff
- 2.3 Augusto Boals therapeutische Auseinandersetzung mit dem Rollenspiel Kein Zugriff
- 2.4 Augusto Boal: Der Schnittpunkt des pädagogischen und therapeutischen Einsatzes Kein Zugriff
- 3.1 Definitionen Kein Zugriff
- 3.2 Was passiert mit dem Menschen? Kein Zugriff
- 3.3.1. Sexuelle Traumata Kein Zugriff
- 3.3.2. Kriegstraumata und deren Besonderheit Kein Zugriff
- 3.3.3. Die kulturell unterschiedlichen Vorstellungen von Gesundheit, Krankheit und Heilung – Die Vielfältigkeit der Therapieansätze Kein Zugriff
- 4.1 Psychotherapie Kein Zugriff
- 4.2 Gestalttherapie Kein Zugriff
- 4.3 Gesprächstherapien Kein Zugriff
- 5.1 Die unsichtbaren Folgen des Krieges Kein Zugriff
- 5.2 Das Ende des Krieges bedeutet den Beginn des Krieges im Kopf Kein Zugriff
- 5.3 Die Notwendigkeit eines therapeutischen Modells an einem dafür geeigneten Ort Kein Zugriff
- 6.1 Die Vielfältigkeit der Erinnerung Kein Zugriff
- 6.2 Der Stein als Gedächtniscode Kein Zugriff
- 6.3 Die Verwandlung des Steins in ein Symbol Kein Zugriff
- 6.4 Zeichen versus Symbol Kein Zugriff
- 7.1 Die Wahrnehmung der theatralischen Atmosphäre Kein Zugriff
- 7.2 Die Atmosphäre als erlebte Ganzheit Kein Zugriff
- 8.1 Der Raum als Ort der Begegnung und Erinnerung Kein Zugriff
- 8.2 Der Raum als Gedächtnis Kein Zugriff
- 8.3 Der Raum innerhalb eines Raumes Kein Zugriff
- 8.4 Die Wahrnehmung der Räumlichkeit Kein Zugriff
- 9.1 Al-Anfal und die Instrumentalisierung des Korans Kein Zugriff
- 9.2 Die Motivation zur Inszenierung des Amanat-Projekts Kein Zugriff
- 9.3 Die Konstruktion der Handlungsintention Kein Zugriff
- 9.4 Die Figurenkonstellation in der Amanat-Struktur Kein Zugriff
- 9.5 Die Handlung des Amanat-Projekts mit einführenden Hinweisen zum Ablauf Kein Zugriff
- 9.6 Innerer Auftrag – In Ungewissheit nach Kirkuk Kein Zugriff
- 10.1 Die Theatralität des Raumes, der Probe und des Ortes Kein Zugriff
- 10.2 Idee und Vorbereitung Kein Zugriff
- 10.3 Kontaktaufnahme und die Suche nach einem geeigneten Probenraum Kein Zugriff
- 11.1 Das erste Treffen Kein Zugriff
- 11.2 Der zweite Probenraum Kein Zugriff
- 11.3 Der Unfall auf der Bühne. Wohin jetzt? Kein Zugriff
- 11.4 Ahmad und die Aufführung Kein Zugriff
- 12.1 Der Besuch des Ortes Kein Zugriff
- 12.2 Der Tag der Aufführung Kein Zugriff
- 12.3 Das Missverständnis mit dem Imam des Dorfes Kein Zugriff
- 12.4 Die Rolle der Zuschauer Kein Zugriff
- 12.5 Die Aufstellung des Steins Kein Zugriff
- 13.1 Die Vorbereitung und Produktion des theatralen Monuments Kein Zugriff
- 13.2 Die Vorbereitung für die Eröffnung Kein Zugriff
- 13.3 Nach der Trauerfeier: Die Gemeinschaftsfeier der Begegnung Kein Zugriff
- 13.4 Die therapeutische Wirkung Kein Zugriff
- 13.5 Improvisationsübungen Kein Zugriff
- 13.6 Zeit, um am Text zu arbeiten Kein Zugriff
- 13.7 Erkundigung und Vorbereitung für die Aufführung im Dorf Kein Zugriff
- 13.8 Menschliche Beziehungen als Kraft gegen die Angst von gestern Kein Zugriff
- 13.9 Emotionaler und kognitiv kollektiver Moment Kein Zugriff
- 13.10 Nicht Sagbares wird sagbar Kein Zugriff
- 14.1 Die theatralen Wirkungsmöglichkeiten zur Stabilisierung der eigenen Identität Kein Zugriff
- 14.2 Die theatrale Wirkung auf der emotionalen und kognitiven Ebene Kein Zugriff
- 14.3 Das Abschiedsritual und die kollektive Teilnahme an der Aufstellung des Steins Kein Zugriff
- 14.4 Die Intermedialität des theatralischen Denkmals Kein Zugriff
- 14.5 Die Integration der Natur in die theatrale Inszenierung des Denkmals Kein Zugriff
- 14.6 Programmvorbereitung und Konfliktlösung am Tag der Einweihung Kein Zugriff
- 14.7 Die seit 2007 ununterbrochene Theateraufführung Kein Zugriff
- 14.8 Die konzeptionelle Platzierung des Baumes in der Amanat-Produktion Kein Zugriff
- 14.9 Die Botschaft der Bäume - die Bäume als Botschafter des Amanat-Projekts Kein Zugriff
- 14.10 Amanat und der Einsatz einer neuen kulturspezifischen Methode: Die Soziometrie Kein Zugriff
- 15. Fazit Kein Zugriff Seiten 242 - 244
- 16. Diskurs: Das Theater als therapeutische Erinnerungsarbeit Kein Zugriff Seiten 245 - 248
- 17. Anhang Kein Zugriff Seiten 249 - 298
- LITERATURVERZEICHNIS Kein Zugriff Seiten 299 - 312





