Nationalismus im spät- und postkommunistischen Europa
Band 1 - Der gescheiterte Nationalismus der multi- und teilnationalen Staaten- Herausgeber:innen:
- Verlag:
- 2008
Zusammenfassung
Das oft für abgeschlossen erklärte Zeitalter des Nationalismus ist noch längst nicht zu Ende. In den Jahren 1990-93 entstanden in Europa mehr Nationalstaaten als je zuvor in einem kurzen Zeitabschnitt: 14 hybride Ethnonationalstaaten und 3 fragile Bundesnationalstaaten. Von letzteren ist die Bundesrepublik Jugoslawien seither zerfallen, die anderen beiden sind durch ethnonationale Bewegungen gefährdet. Staats- und Ethnonationalismus gehen in jedem Land eigentümliche Verbindungen ein und lassen hier und da ein gestaffeltes Nationalbewusstsein zu, das auf multinationalen Föderalismus oder nationale Autonomie als Alternative zur nationalen Sezession abzielt.
In diesem Band werden von Autoren aus Ost und West Ergebnisse langjähriger Nationalismusforschung und neue Ansätze des Nationsverständnisses erörtert. Außerdem wird das Scheitern der multinationalen Staaten Sowjetunion, Jugoslawien, der teilnationalen DDR sowie voraussichtlich auch Bosnien-Herzegowinas analysiert. Nach dem Zusammenbruch der multinationalen Staaten und der polyethnischen Reiche einige Jahrzehnte zuvor wird abschließend gefragt, ob eine sich weiter integrierende Europäische Union in der Lage sein wird, eine angemessene Antwort auf den Nationalismus und die Nationalitätenproblematik zu finden.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2008
- ISBN-Print
- 978-3-8329-3873-4
- ISBN-Online
- 978-3-8452-1183-1
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 400
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 9
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 10 - 18
- Die staatliche Transformation im Osten Europas. Die ‚zweite nationale Wiedergeburt‘ oder Nationalismus, nationale Bewegungen und Nationalstaatsbildung im spät- und postkommunistischen Europa seit 1985 Kein Zugriff Seiten 18 - 82 Egbert Jahn
- Westeuropäischer Nationalismus im 19. und frühen 20. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 82 - 98 Dieter Langewiesche
- Die historischen Bedingungen des “Nationalismus“ in den mittel- und osteuropäischen Ländern Kein Zugriff Seiten 98 - 112 Miroslav Hroch
- Gewalt und Ethnizität Kein Zugriff Seiten 112 - 137 Georg Elwert, Kristóf Gosztonyi
- Nationale Minderheiten, nationalisierende Staaten und Bezugsländer im neuen Europa Kein Zugriff Seiten 137 - 161 Rogers Brubaker
- Neue Nationalismen in Osteuropa – eine sechste Welle? Kein Zugriff Seiten 161 - 182 Hans-Jürgen Puhle
- Die Nation vergessen. Ein postnationalistisches Verständnis des Nationalismus Kein Zugriff Seiten 182 - 213 Valerij A. Tiskov
- Scheitern im Vergleich. Die Staatsnationalismen der nichtnationalen Staaten im sozialistischen Europa Kein Zugriff Seiten 213 - 223 Peter Bonin
- Der sowjetische Patriotismus 1985-1991 Kein Zugriff Seiten 223 - 249 Dmitrij M. Epstein
- Niemandsland Jugoslawien. Zum Problem einer jugoslawischen politischen Idee Ende der 1980er Jahre Kein Zugriff Seiten 249 - 272 Nenad Stefanov
- Tschechoslowakei-Patriotismus und tschechisch-slowakischer Nationalismus. Der vergebliche Versuch der Vermittlung zwischen zwei scheinbar unvereinbaren Ethnonationalismen Kein Zugriff Seiten 272 - 298 Andreas Reich
- Mit Ideologie allein war kein Staat zu machen. Vom Scheitern des sozialistischen deutschen Nationalbewußtseins in der DDR Kein Zugriff Seiten 298 - 321 Bruno Schoch
- Das Scheitern des bosnisch-herzegowinischen Patriotismus Kein Zugriff Seiten 321 - 346 Marie-Janine Calic
- Die Bedeutung des Scheiterns polyethnischer und multinationaler Staatsgebilde für die Integration Europas Kein Zugriff Seiten 346 - 384 Egbert Jahn
- Ergänzende Bibliographie Kein Zugriff Seiten 384 - 398
- Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 398 - 400





