
Warum Kritik?
Begründungsformen kritischer Theorien- Herausgeber:innen:
- |
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Seit ihrer Entstehung ging es der kritischen Theorie in ihren unterschiedlichen Ausführungen stets darum, die bestehende Gesellschaft mit ihren normativen Ordnungen zu kritisieren. Dabei differenzierten sich die unterschiedlichen Formen der kritischen Theorie hinsichtlich verschiedener Aspekte aus: Wurde die kapitalistische Gesellschaft in der frühen kritischen Theorie ausgehend von Hegel und Marx vor allem in ihrer Produktionsweise kritisiert, so rückten später die in ihr wirksamen Verständigungs- und Anerkennungsverhältnisse in den Vordergrund. Mit der Veränderung des Gegenstandsbereichs veränderten sich jedoch auch die normativen Maßstäbe der Kritik, wodurch die Frage nach den Gründen, aus denen Kritik geübt wird, für das Selbstverständnis der kritischen Theorie eine bedeutende Rolle spielt.
Der Band geht den unterschiedlichen Begründungsformen von Kritik nach, die sich in klassischen und gegenwärtigen kritischen Theorien finden lassen. Dabei werden sowohl zu klassischen Positionen der Frankfurter Schule (Adorno, Habermas, Honneth), zu Reaktualisierungen kantianischer, hegelianischer und marxistischer Theorien als auch zu aktuellen Ansätzen des Critical Realism und des Perfektionismus Beiträge geliefert. Der Leser findet einen differenzierten Überblick über die unterschiedlichen Begründungsstrategien kritischer Theorien und erfährt, inwiefern die kritische Theorie einen unverzichtbaren Beitrag zur Philosophie und Gesellschaftstheorie der Gegenwart darstellt.
Mit Beiträgen von Peggy Breitenstein, Hauke Brunkhorst, Volkan Cidam, Fabian Freyenhagen, Christoph Henning, Steffen Herrmann, Philip Hogh, Hannes Kuch, Frank Kuhne, Christine Kirchhoff, Johanna Müller, Stefan Müller-Doohm, Hartmut Rosa.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-95832-063-5
- ISBN-Online
- 978-3-8452-8744-7
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 392
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Warum Kritik? Zur Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 21 Sven Ellmers, Philip Hogh
- Apathie Kälte Verdinglichung. Zur gesellschaftlichen Wirklichkeit moralischer Indifferenz Kein Zugriff Seiten 22 - 50 Philip Hogh
- Perfektionismus als kritische Theorie. Bemerkungen zur Selbstentfaltung als Kategorie sui generis Kein Zugriff Seiten 51 - 72 Christoph Henning
- Ist Kritik erlaubt? – Zu einigen konzeptionellen Schwierigkeiten des Begriffs Kritik bei Kant Kein Zugriff Seiten 73 - 102 Jochen Gimmel
- Touching the Void – Kritische Theorie als dialektischer Negativismus. Thesen zur Hegelschen Logik Kein Zugriff Seiten 103 - 133 Hauke Brunkhorst
- Ökonomie, Subjektivität und Sittlichkeit. Hegel und die Kritik des kapitalistischen Marktes Kein Zugriff Seiten 134 - 163 Hannes Kuch
- Drei Pathologien der Anerkennung. Grundlagen einer kritischen Gesellschaftstheorie nach Rousseau, Hegel und Marx Kein Zugriff Seiten 164 - 189 Steffen K. Herrmann
- Moral im »Kapital«? – Hat Marx’ Kritik der politischen Ökonomie normative Grundlagen? Kein Zugriff Seiten 190 - 209 Frank Kuhne
- Kultur und Illusion. Die Begründung von Kritik mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds Kein Zugriff Seiten 210 - 228 Christine Kirchhoff
- »Aber was das Unmenschliche ist, das wissen wir sehr genau« Zur Normativitätsproblematik bei Adorno Kein Zugriff Seiten 229 - 257 Fabian Freyenhagen
- Genealogie als kritische Theorie. Methodologische Überlegungen zur Gesellschaftskritik bei Foucault Kein Zugriff Seiten 258 - 280 Peggy H. Breitenstein
- Axel Honneths Neubegründung der kritischen Gesellschaftstheorie: Die kritische Theorie der Anerkennung Kein Zugriff Seiten 281 - 300 Kristina Lepold
- Zum Verhältnis von Normativität, Sprache und Kritik. Aspekte der Sozialtheorie von Jürgen Habermas Kein Zugriff Seiten 301 - 312 Stefan Müller-Doohm
- ›De-Reifizierung‹ der politischen Philosophie. Rainer Forsts Grundlegung einer kritischen Theorie der Macht Kein Zugriff Seiten 313 - 338 Hendrik Wallat
- Eskalation oder Ausweg? – Das Ende der dynamischen Stabilisierung und das Konzept der Resonanz Kein Zugriff Seiten 339 - 363 Hartmut Rosa
- Kritik im Critical Realism – Zwischen Diskursethik und formaler Anthropologie Kein Zugriff Seiten 364 - 387 Johanna M. Müller
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 388 - 392



