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Gegen Minister und Parlament

Der Conseil d'Etat im Gesetzgebungsverfahren des Zweiten Französischen Kaiserreichs (1852–1870)
Autor:innen:
Verlag:
 2012

Zusammenfassung

Die französische Verfassung von 1852 erhob den Conseil d’État zur Schlüsselinstitution des Gesetzgebungsverfahrens, mit deren Hilfe die Gesetzesentwürfe formal zum Staatschef als dem Inhaber der Gesetzesinitiative zurückgeführt werden sollten. Der Staatsrat sollte die Teilhabe der Minister und der Parlamentsabgeordneten am Gesetzgebungsverfahren überwachen und für eine konsequente Durchführung des konstitutionellen Gewaltentrennungsparadigmas sorgen. Dieses schloss ein parlamentarisches Zusammenwirken zwischen Ministern und Abgeordneten aus. Insofern positionierte die Verfassung den Staatsrat als Bollwerk gegen die Rückkehr zu einer parlamentarischen Ordnung und als Garanten der beherrschenden Stellung des Staatsoberhaupts im Legislativprozess. Die Arbeit untersucht, wieso die Institution die ambitionierten Funktionen als Regulator des Einflusses der Minister und der Abgeordneten auf den Gesetzgebungsprozess sowie als Trennschirm zwischen den Gewalten mit der Zeit in immer geringerem Maße auszuüben vermochte. Sie dokumentiert und hinterfragt die sukzessive Herausdrängung des Staatsrats und seiner Mitglieder aus der vorparlamentarischen wie auch aus der parlamentarischen Phase des Gesetzgebungsverfahrens, die mit einem Aufbrechen des ursprünglichen Gewaltentrennungsparadigmas einherging, bis hin zur Wiedereinführung einer parlamentarischen Ordnung und der Ablösung der Grundnorm von 1852 durch eine neue Verfassung im Jahr 1870.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2012
ISBN-Print
978-3-465-04152-8
ISBN-Online
978-3-465-14152-5
Verlag
Klostermann, Frankfurt am Main
Reihe
Studien zur europäischen Rechtsgeschichte
Band
276
Sprache
Deutsch
Seiten
386
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten I - XV
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten XVI - XVII
  3. Einleitung Kein Zugriff Seiten 1 - 16
  4. 1. Experimentierfelder der Gewaltenteilung Kein Zugriff Seiten 17 - 66
  5. 2. Der Staatsrat als Instrument zur Bewältigung des immanenten Zielkonflikts der Verfassung von 1852 Kein Zugriff Seiten 67 - 126
  6. 3. Die Ausgangslage - Ein prestigeträchtiges Korps im Schnittpunkt der Spannungsverhältnisse Kein Zugriff Seiten 127 - 186
  7. 4. Akteure und Aufbau des Staatsrats Kein Zugriff Seiten 187 - 218
  8. 5. Verfassungswandlungen als Folge der Staatsratspraxis des ersten Jahrzehnts des Zweiten Kaiserreichs Kein Zugriff Seiten 219 - 276
  9. 6. Sukzessive Herausdrängung des Staatsrats aus dem Gesetzgebungsverfahren durch Minister und Abgeordnete Kein Zugriff Seiten 277 - 338
  10. Schlussbetrachtung Kein Zugriff Seiten 339 - 352
  11. Résumé Kein Zugriff Seiten 353 - 364
  12. Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 365 - 366
  13. Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 367 - 378
  14. Personenregister Kein Zugriff Seiten 379 - 382
  15. Sachregister Kein Zugriff Seiten 383 - 386

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