
Die monetäre Maschine
Eine Kritik der finanziellen Vernunft- Autor:innen:
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
Marode Infrastrukturen, unterfinanzierte Sozial-und Gesundheitssysteme, pandemische und klimatische Notlagen: Der öffentlichen Hand mangeltes an Geld. Doch gleichzeitig scheint Geld im Überfluss vorhanden zu sein: Seit Jahrzehnten wachsen die Geldvorräte viel schneller als die Wirtschaft. Aaron Sahr zeigt in seinem Buch, wie wir von einer Ideologie beherrscht werden, die Geld zu einer unpolitischen Technologie verklären will – mit katastrophalen Folgen für Wohlstand, Stabilität und Gerechtigkeit. Es wird höchste Zeit, als demokratische Gemeinschaft monetäre Souveränität zurückzufordern und gemeinsam das Steuer der Geldmaschine zu übernehmen.
Seit Jahrzehnten wachsen die Geldvorräte viel schneller als die Wirtschaft. Trotz dieser eigendynamischen Expansion mangelt es an Mitteln für produktive Investitionen und öffentliche Güter, für den Ausbau digitaler und analoger Infrastrukturen, für die Vorbereitung auf den Klimawandel und die Überwindung ökonomischer und pandemischer Krisen. Könnte es sein, dass diese Zahlungsschwierigkeiten kein Schicksal sind, sondern auf einem eklatanten Missverständnis beruhen? Der Wirtschaftssoziologe Aaron Sahr unterwirft unsere finanzielle Vernunft einer Kritik. Er zeigt, dass Geld keine unschuldige Technologie für den Betrieb von Märkten ist – eine Ideologie, die in der Unabhängigkeit der Zentralbank oder der Schuldenbremse zementiert wurde –, sondern eine politische Institution. Indem er Wirtschaft als legitimen Verschuldungszusammenhang begreift, kann er die Betriebsprobleme der monetären Maschine pointiert benennen: Vollständig privatisiert, produziert unser Geld Reichtum für wenige statt Wohlstand für alle, destabilisiert sich selbst und die ökologischen und sozialen Gefüge. Eine Vergesellschaftung der modernen Geldmaschine ist laut Sahr der einzige Ausweg aus den vielfältigen Krisen der Gegenwart.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-406-78232-9
- ISBN-Online
- 978-3-406-78234-3
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 448
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Mangel und Überfluss Kein Zugriff Seiten 14 - 19
- Beardsley Rumls zweiter Frühling Kein Zugriff Seiten 20 - 32
- Ein anderes Betriebssystem Kein Zugriff Seiten 33 - 46
- Was ist eine Zahlung? Kein Zugriff
- Geld als Werkzeug des indirekten Tauschens Kein Zugriff
- Wie eine Ware, nicht als Ware Kein Zugriff
- Die Unschuldsforderung Kein Zugriff
- Der Preiskampf Kein Zugriff
- Lose Enden Kein Zugriff
- Wo entsteht Zahlungsfähigkeit? Kein Zugriff
- Geld wird «erwirtschaftet»! Kein Zugriff
- Das Tabu monetärer Staatsfi nanzierung Kein Zugriff
- Geldwirtschaft als Praxis der Positionierung Kein Zugriff
- Geld als generalisierte Gläubigerschaft Kein Zugriff
- Moderne Ordnungen Kein Zugriff
- Holzwege Kein Zugriff
- Vorleistungsmaschinen Kein Zugriff
- Gesellschaftliche Reproduktion Kein Zugriff
- Bauteile: Woraus Geld besteht Kein Zugriff
- Gestalt: Modernes Geld als Beziehungsgefl echt Kein Zugriff
- Dynamische Verschaltung: Wie Geld entsteht und vernichtet wird Kein Zugriff
- Leistung: Der Vorteil modernen Geldes Kein Zugriff
- Zusammenfassung und Ausblick Kein Zugriff
- Über den Geldwert Kein Zugriff
- Herrschaftliche Forderungen Kein Zugriff
- Wozu Steuern? Kein Zugriff
- Wer regiert das Geld? Kein Zugriff
- Die Bindung der öffentlichen Hand in Europa Kein Zugriff
- Reichtum statt Wohlstand Kein Zugriff
- Destabilisierungsdynamiken Kein Zugriff
- Jenseits des Ökonomischen Kein Zugriff
- Ein besseres Betriebssystem Kein Zugriff
- Geldschöpfungspolitik Kein Zugriff
- Die Maschine vergesellschaften Kein Zugriff
- Für einen neuen Pragmatismus Kein Zugriff
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 384 - 415
- Literatur Kein Zugriff Seiten 416 - 440
- Dank Kein Zugriff Seiten 441 - 441
- Register Kein Zugriff Seiten 442 - 447
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 448 - 448
- Über den Autor Kein Zugriff Seiten 448 - 448




