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Monographie Kein Zugriff

Der überforderte Frieden

Versailles und die Welt 1918-1923
Autor:innen:
Verlag:
 2018

Zusammenfassung

Aus aller Welt kamen im Frühjahr 1919 Diplomaten und Staatsmänner nach Paris, um den größten Krieg, den die Welt bis dahin gesehen hatte, zu beenden und eine neue Friedensordnung zu errichten. Doch die Aufgabe musste die Akteure überfordern. Meisterhaft und mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonhard, wie die Welt vom Krieg in den Frieden schlitterte und was diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete.

Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Massenkrieg. Je länger er dauerte, desto mehr veränderte er die Gesellschaften, die ihn führten, und desto rasanter entwertete er das Wissen der Politiker. Wie sollte man ihn beenden? Jörn Leonhards eindrucksvolles Buch erkundet die Ereignisse in Europa und weit darüber hinaus, es wechselt zwischen Akteuren, Orten und Perspektiven und es zeigt, wie sich Aufbrüche und Untergänge, Revolutionen und fortdauernde Kämpfe mit der Suche nach Frieden verbanden. Dabei werden die hochfliegenden Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso deutlich wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort. Ob im Blick auf untergehende Reiche und neue Staaten, ethnische Minderheiten oder das neue Massenphänomen von Flucht und Vertreibung: Aus der Art und Weise, wie der Krieg zu Ende ging, entstand ein schwieriges Erbe – bis in unsere Zeit.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2018
ISBN-Print
978-3-406-72506-7
ISBN-Online
978-3-406-72507-4
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Seiten
1532
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
  2. I. «Die ganze Welt wird anders»: Vergangenheit und Zukunft am Ende des Krieges Kein Zugriff Seiten 11 - 30
    1. 1. Kriegsziele, Friedensinitiativen und die paradoxe Ökonomie der Opfer Kein Zugriff Seiten 30 - 69
    2. 2. Neue Utopien und entfernte Verwandtschaft: Weltrevolution, Weltdemokratie, Selbstbestimmung Kein Zugriff Seiten 69 - 92
    3. 3. Asymmetrischer Frieden und progressive Rhetorik: Brest-Litowsk und die Vierzehn Punkte Woodrow Wilsons Kein Zugriff Seiten 92 - 132
    4. 4. Die ideologischen Arsenale des Friedens Kein Zugriff Seiten 132 - 141
    1. 1. Aufteilen und Erhalten: Das Ende des Krieges im Osmanischen Reich Kein Zugriff Seiten 141 - 179
    2. 2. Loyalitätswandel und Legitimitätskrise: Der Zerfall der Habsburgermonarchie Kein Zugriff Seiten 179 - 216
    3. 3. Fragiler Konsens, überzogene Hoffnungen: Der lange Weg der Alliierten und Deutschen nach Compiègne Kein Zugriff Seiten 216 - 275
    4. 4. Drei Waffenstillstände zwischen Kapitulation und Revolution Kein Zugriff Seiten 275 - 287
    1. 1. Herausfinden und Zurückfinden: Der November 1918 der Soldaten Kein Zugriff Seiten 287 - 306
    2. 2. Emotion und Epoche: Heimatfronten zwischen Restabilisierung und Verunsicherung Kein Zugriff Seiten 306 - 348
    3. 3. Kapitulation und Ermächtigung: Das weltweite Kriegsende Kein Zugriff Seiten 348 - 368
    4. 4. Gespiegelte Geschichte? August 1914 und November 1918 Kein Zugriff Seiten 368 - 373
    1. 1. Kurze Wege nach Paris: Erschöpfte Sieger und erhoffte Friedensdividenden in Europa Kein Zugriff Seiten 373 - 407
    2. 2. Lange Reisen nach Europa: Globale Akteure und konkurrierende Erwartungen Kein Zugriff Seiten 407 - 430
    3. 3. Entscheidungen, Bedrohungen, Vorbereitungen: Die Zwischenzeit der deutschen Republik Kein Zugriff Seiten 430 - 463
    4. 4. Variationen und Improvisationen der Niederlage: Österreich und Ungarn zwischen Revolution und Frieden Kein Zugriff Seiten 463 - 476
    5. 5. Nach dem Imperium: Staatsbildung und umkämpfte Souveränität in Ostmittel- und Südosteuropa Kein Zugriff Seiten 476 - 503
    6. 6. Erosion und Intervention: Übergangszonen zwischen Russland und dem Osmanischen Reich Kein Zugriff Seiten 503 - 522
    7. 7. Ansprüche und Visionen: Kolonialgesellschaften nach dem Krieg Kein Zugriff Seiten 522 - 539
    8. 8. Vor Paris: Die Hypotheken der Zwischenzeit Kein Zugriff Seiten 539 - 550
    1. 1. Zurückkehren und empfangen werden: Von Soldaten zu Veteranen Kein Zugriff Seiten 550 - 575
    2. 2. Rekonstruktion, Reintegration und Exklusion: Die widersprüchliche Heimat des Nachkrieges Kein Zugriff Seiten 575 - 597
    3. 3. Unterwegs und dazwischen: Flüchtlinge, Staatenlose und der Kampf um Anerkennung und Status Kein Zugriff Seiten 597 - 606
    4. 4. Übergänge und Entgrenzungen: Das Kontinuum der Gewalt Kein Zugriff Seiten 606 - 622
    5. 5. Utopie und Untergang: Intellektuelle Diagnosen und Aufbrüche Kein Zugriff Seiten 622 - 645
    6. 6. Nach dem Krieg: Generationen und Frakturen Kein Zugriff Seiten 645 - 650
    1. 1. Eröffnen und Ausschließen, Anwesende und Abwesende: Die Widersprüche der Konferenz Kein Zugriff Seiten 650 - 674
    2. 2. Wissen, Arkanum und Öffentlichkeit: Die Konferenz der Experten, Diplomaten und Journalisten Kein Zugriff Seiten 674 - 687
    3. 3. Vertrauensvorschuss und Glaubwürdigkeitskrise: Der Kampf um die Völkerbundakte Kein Zugriff Seiten 687 - 708
    4. 4. Dekolonisierungsimpuls und Machtinteresse: Der Testfall der Mandate und die Zukunft des Kolonialismus Kein Zugriff Seiten 708 - 718
    5. 5. Das Vakuum der postimperialen Zusammenbruchzone: Konkurrierende Ansprüche in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa Kein Zugriff Seiten 718 - 746
    6. 6. Ansprüche und Wirklichkeiten: Der Nahe Osten in Paris Kein Zugriff Seiten 746 - 759
    7. 7. Verflochtene Agenden: Deutschlands Status, Polens Staat, Frankreichs Sicherheit Kein Zugriff Seiten 759 - 788
    8. 8. Schuld und Schulden: Von der moralischen zur politischen Ökonomie der Reparationsfrage Kein Zugriff Seiten 788 - 812
    9. 9. Der Krieg als Verbrechen: Auf der Suche nach einer internationalen Rechtsordung Kein Zugriff Seiten 812 - 819
    10. 10. Saarland und Fiume, Schantung und Kleinasien: Die Krise der Konferenz im April 1919 Kein Zugriff Seiten 819 - 837
    11. 11. Nebenbühnen, Katzentische, Hinterzimmer: Globale und postkoloniale Vorstellungen jenseits der Friedenskonferenz Kein Zugriff Seiten 837 - 852
    12. 12. Der Preis der Kompromisse: Stabilisierungsleistung und Aporien auf der Pariser Friedenskonferenz im Frühjahr 1919 Kein Zugriff Seiten 852 - 864
    1. 1. Die Präsenz der Abwesenden: Revolutionärer Internationalismus und nationale Behauptung in Russland und Ungarn Kein Zugriff Seiten 864 - 881
    2. 2. Die bedrohte Republik und die Diskussion der Schuldfrage: Das lange Warten der Deutschen bis Mai 1919 Kein Zugriff Seiten 881 - 907
    3. 3. Ermächtigung und Emanzipation: Die Eigenlogik der globalen Krisenschwellen Kein Zugriff Seiten 907 - 937
    4. 4. Universalismus der Versprechen, Partikularismus der Kontexte: Über Gleichzeitigkeit und Kausalität Kein Zugriff Seiten 937 - 945
    1. 1. Unterstellte Demütigung und verletzte Ehre: Der Vertragsentwurf vom 7. Mai 1919 Kein Zugriff Seiten 945 - 988
    2. 2. Inkrementale Lösungen und emotionale Überwölbung: Der Kampf um die Annahme des Friedensvertrags Kein Zugriff Seiten 988 - 1020
    3. 3. Die Grenzen der Inszenierung: Von der Unterzeichnung zur Friedensfeier Kein Zugriff Seiten 1020 - 1040
    4. 4. Der Weg nach Versailles und das Versagen der politischen Kommunikation Kein Zugriff Seiten 1040 - 1051
    1. 1. Rechtsnachfolge, Anschluss, Rumpfstaat? Österreich und die Konferenz von Saint-Germain Kein Zugriff Seiten 1051 - 1069
    2. 2. Innenpolitische Belastung und kollektives Trauma: Bulga rien in Neuilly und Ungarn in Trianon Kein Zugriff Seiten 1069 - 1089
    3. 3. Von Sèvres nach Lausanne, von Istanbul nach Ankara: Vertragsrevision und Souveränitätsanspruch der Türkei 1919 bis 1923 Kein Zugriff Seiten 1089 - 1143
    4. 4. Imperiale Erosion und koloniale Expansion? Der Nahe und Mittlere Osten Kein Zugriff Seiten 1143 - 1154
    1. 1. Bedingter Frieden: Revisionsanläufe und Weltvisionen nach dem Sommer 1919 Kein Zugriff Seiten 1154 - 1186
    2. 2. Fluide Formationen: Staatsbildung, Statuskonflikte und Stabilisierungsansätze in Ostmittel- und Südosteuropa Kein Zugriff Seiten 1186 - 1212
    3. 3. Belagerte Republik: Die Krisen des deutschen Nachkrieges bis 1923 Kein Zugriff Seiten 1212 - 1237
    4. 4. Untergangsvision und Aufbruchssignal: Liberalismus und Massendemokratie nach 1918 Kein Zugriff Seiten 1237 - 1254
  3. XII. Eine globale Epochenschwelle: Der überforderte Frieden und das 20. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 1254 - 1279
    1. Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 1279 - 1359
    2. Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1359 - 1455
    3. Verzeichnis der Karten Kein Zugriff Seiten 1455 - 1457
    4. Bildnachweis Kein Zugriff Seiten 1457 - 1459
    5. Dank Kein Zugriff Seiten 1459 - 1461
    6. Personenregister Kein Zugriff Seiten 1461 - 1475
    7. Sach- und Ortsregister Kein Zugriff Seiten 1475 - 1532

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