
Zeitzeugen, Zeitgenossen, Zeitgeschichte
Die frühe NS-Forschung am Institut für Zeitgeschichte- Herausgeber:innen:
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- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Als erste Einrichtung erforschte das Institut für Zeitgeschichte die NS-Diktatur – 75 Jahre nach seiner Gründung ist es Zeit für eine Bilanz. Das Institut für Zeitgeschichte wurde 1949 gegründet, um als erstes Institut überhaupt die nationalsozialistische Diktatur wissenschaftlich zu untersuchen. Bis heute gehört die Erforschung der NS-Zeit zu seinen Kernaufgaben. 75 Jahre nach ihrer Gründung ist die Einrichtung selbst Teil der Zeitgeschichte geworden. Die Beiträge analysieren kritisch die frühe NS-Forschung am Institut, benennen Erkenntnisse und Einsichten, Kontroversen und Konflikte, Leistungen und Fehler. Welche Schwerpunkte setzte das IfZ in der Forschung? Wie deuteten die damaligen Historiker den Holocaust? Welche Rolle spielten sie als Gutachter vor Gericht? Wie positionierten sie sich in öffentlichen Konflikten um die NS-Zeit? Tausende gutachterliche Anfragen an das Institut zeugten von einem enormen Aufklärungsinteresse einer Öffentlichkeit, in der gleichzeitig viele für ein Vergessen plädierten. Noch standen viele Quellenbestände nicht zur Verfügung, hingegen unzählige Zeitzeugen, deren »Zeugenschrifttum« vor allem Entlastungs-Narrative enthielt. Aus dem Inhalt: Klaus Große Kracht: »Bezeichnende Befangenheit«. Zeitzeugenbefragungen am Institut für Zeitgeschichte während der 1950er Jahre. Johannes Hürter: Von Generalsmemoiren zum »Wehrmachtsprojekt«. Wehrmachtsforschung und Militärgeschichte am IfZ. Thomas Breslauer: Ukrainischer Nationalismus vor Gericht. Ein Gutachten des IfZ im Prozess »Bandera gegen Brauner«.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5596-5
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8671-6
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 392
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Zur Einführung Kein Zugriff Seiten 7 - 24 Frank Bajohr, Magnus Brechtken
- Das Institut für Zeitgeschichte zu Beginn der 1950er Jahre. Hermann Mau, Gerhard Ritter und die Suche nach der Eigenständigkeit einer fragilen Institution Kein Zugriff Seiten 25 - 78 Magnus Brechtken
- Die Zeit der Generale. Hermann Foertsch am Institut für Zeitgeschichte, 1950–1952 Kein Zugriff Seiten 79 - 116 Johannes Hürter
- »Bezeichnende Befangenheit«. Zeitzeugenbefragungen am Institut für Zeitgeschichte während der 1950er Jahre Kein Zugriff Seiten 117 - 146 Klaus Große Kracht
- Einsichten und Irrtümer über den Holocaust in Strafprozessen der Nachkriegszeit. Helmut Krausnick und der angebliche »Führerbefehl« zur »Endlösung der Judenfrage« Kein Zugriff Seiten 147 - 168 Frank Bajohr
- Der Holocaust in Rumänien, die Wiedergutmachung und die Gutachten Martin Broszats Kein Zugriff Seiten 169 - 192 Gaëlle Fisher
- Chronologie des Scheiterns. Das Dokumentenwerk zur Judenverfolgung der Wiener Library und des Instituts für Zeitgeschichte Kein Zugriff Seiten 193 - 220 Andrea Löw, Katrin Steffen
- Das IfZ und der Reichstagsbrand Kein Zugriff Seiten 221 - 246 Benjamin Carter Hett
- Mythos Erpressung. Helmut Krausnick, Fritz Tobias und die Kontroverse um den Reichstagsbrand Kein Zugriff Seiten 247 - 274 Lutz Kreller
- Ukrainischer Nationalismus vor Gericht? Der Prozess Bandera gegen Brauner und ein Gutachten des Instituts für Zeitgeschichte Kein Zugriff Seiten 275 - 306 Thomas Breslauer
- Der Frankfurter Auschwitz-Prozess und das IfZ Kein Zugriff Seiten 307 - 328 Mathew Turner
- Fremde Welten. Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Verfolgtenorganisationen, das Institut für Zeitgeschichte und das Projekt »Widerstand und Verfolgung in Bayern 1933 bis 1945« Kein Zugriff Seiten 329 - 379 Thomas Schlemmer
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 380 - 383
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 384 - 392




