
Die Universität zu Köln im Nationalsozialismus
Wege einer städtischen Hochschulgründung zwischen später Weimarer Republik und früher Bundesrepublik- Autor:innen:
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Als städtische Gründung war die Universität zu Köln ein Sonderfall unter den deutschen Hochschulen. Was folgte daraus für ihre Entwicklung in der Zeit des Nationalsozialismus? Die Universität zu Köln nahm im deutschen Hochschulsystem eine Sonderstellung ein. Sie zählte zu den neuen Großstadtuniversitäten, hob sich vor allem aber als von der Stadt Köln 1919 gegründete, von dieser getragene und finanzierte akademische Institution von anderen Hochschulen ab. Hans-Peter Ullmann untersucht, wie diese Besonderheiten zunächst den Weg der Universität in die nationalsozialistische Diktatur begünstigt, dann ihre Nazifizierung sowohl vorangetrieben als auch begrenzt und schließlich den Schritt in die Demokratie erschwert haben. Es zeigt einerseits, dass die Kölner Universität als Kind des »Weimarer Systems« und im katholischen Rheinland gelegen vom NS-Staat nicht gut gelitten war, weshalb ihre Schließung mehrfach zur Diskussion stand. Andererseits wird deutlich, dass viele Kölner Professoren und eine Mehrheit der Studierenden die Weimarer Republik abgelehnt, sich nach 1933 in unterschiedlichem Grad auf den Nationalsozialismus eingelassen sowie der Vertreibung jüdischer und politisch missliebiger Hochschulangehöriger nicht widersprochen haben. So fügte sich die Universität zu Köln in das Regime ein und trug dieses von Anfang bis Ende mit, nicht zuletzt im Zweiten Weltkrieg. Diese Kollaboration verdrängte die Hochschule in den Jahren des Wiederaufbaus und der Entnazifizierung nach 1945.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5767-9
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8756-0
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 508
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 16
- a) Eigenheiten einer städtischen Gründung Kein Zugriff
- b) Wachstumsschmerzen Kein Zugriff
- c) Reformversuche Kein Zugriff
- d) Kölner »Mandarine« Kein Zugriff
- e) Politisierung und Radikalisierung Kein Zugriff
- f) Kritik, Defensive, Mitarbeit Kein Zugriff
- a) Säuberungen Kein Zugriff
- b) Kampf gegen die Großstadtuniversitäten Kein Zugriff
- c) Rivalisierende Akteure Kein Zugriff
- d) Organisierung, Reglementierung und Überwachung Kein Zugriff
- e) Neuausrichtung und Selbstmobilisierung Kein Zugriff
- f) Stabilisierung durch erfundene Tradition Kein Zugriff
- a) Drohende Schließung Kein Zugriff
- b) Andere Studierende Kein Zugriff
- c) Zwischen Wehrmacht und Katheder Kein Zugriff
- d) Forschen für »Führer« und »Volksgemeinschaft« Kein Zugriff
- a) Schwieriger Wiederaufbau Kein Zugriff
- b) Entnazifizierung Kein Zugriff
- c) Personalkonflikte und Richtungsentscheidungen Kein Zugriff
- d) Studieren in Zeiten des Mangels Kein Zugriff
- e) Prekäre Expansion Kein Zugriff
- f) Scheitern der städtischen Gründung Kein Zugriff
- Schluss Kein Zugriff Seiten 417 - 434
- Dank Kein Zugriff Seiten 435 - 436
- Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 437 - 440
- Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 441 - 500
- Register Kein Zugriff Seiten 501 - 508




