Abkehr vom Subjekt
Zum Sprachdenken bei Heidegger und Buber- Autor:innen:
- Reihe:
- Phänomenologie, Band 22
- Verlag:
- 16.07.2014
Zusammenfassung
Die philosophischen Konzeptionen Martin Heideggers und Martin Bubers eint das Ziel einer Überwindung des neuzeitlichen Subjektivitätsprinzips in seinen Gestaltungen von René Descartes bis hin zu Edmund Husserl. Von diesem gemeinsamen Anliegen ausgehend werden die Werke beider Denker in ein Gespräch gebracht, in dem der Fokus auf der Bedeutung der jeweiligen Sprachkonzeption für das Projekt einer Neubeschreibung menschlicher Existenz als eines Seins in der Welt mit Anderen liegt. Die vergleichende Interpretation von Heideggers Existenzialanalyse in den 20er Jahren und Bubers zeitgleich entwickeltem dialogischen Ansatz zeigt das philosophische Potential auf, das in Bubers Beschreibung des sog. Ich-Du-Verhältnisses hinsichtlich einer Destruktion eines isolierten Subjekts liegt, das auch Heidegger mit seiner Betrachtung des Daseins als eines unhintergehbaren In-der-Welt-seins als Konstruktion zu entlarven sucht. Die Analysen der jeweiligen Konzeptionen von Sprache sowie der Phänomene Wahrheit und Verantwortung stellen heraus, inwieweit der dialogphilosophische Ansatz auf eine radikalere Abgrenzung vom subjektzentrierten Denken der Neuzeit abzielt als Heideggers Entwurf in »Sein und Zeit«. In einer anschließenden Interpretation der Konzeption des späten Heidegger mit seiner Hinwendung zur Sprache als »Haus des Seins« wird jedoch gezeigt, inwiefern diese als eine Annäherung an eine ›dialogische‹ Konzeption im Sinne Bubers gedeutet werden kann.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2014
- Erscheinungsdatum
- 16.07.2014
- ISBN-Print
- 978-3-495-48443-2
- ISBN-Online
- 978-3-495-86013-7
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Reihe
- Phänomenologie
- Band
- 22
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 544
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 7 - 16
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 17 - 30
- 1. Heidegger: Echt verstandene Phänomenologie als Fragen nach dem Sinn von Sein Kein Zugriff
- 2. Buber: Philosophie als Hinzeigen auf eine ursprüngliche ›Wirklichkeit‹ Kein Zugriff
- 3. Zwei Modelle: Philosophie als Heimkehr und Philosophie als Aufbruch? Kein Zugriff
- 1. Einleitender Exkurs: Die Orientierung am ›ich bin‹ in Heideggers frühen Freiburger Vorlesungen und Ebners Das Wort und die geistigen Realitäten Kein Zugriff
- 2.1 Dasein: Jeweilig Welt bewohnen – Die Abkehr vom Subjekt-Objekt-Schema Kein Zugriff
- 2.2.1 Welt als bedeutungshafte Ordnung Kein Zugriff
- 2.2.2 Die ›Ökonomie‹ des In-Seins und die Frage nach deren Irritation durch Natur, Kunst und Leib Kein Zugriff
- 2.2.3 Die Freigabe – Konstitutionsakt oder Sein-lassen? Kein Zugriff
- 2.3.1 Das Begegnen der Anderen – Kritik an der ›Einfühlungsdebatte‹ Kein Zugriff
- 2.3.2 Die Frage nach dem Verhältnis von Um- und Mitwelt – Heideggers Auseinandersetzung mit dem ›Ich-Du‹ Teil I Kein Zugriff
- 2.3.3 Das Man als gesteigerte ›Heimeligkeit‹ des In-Seins Kein Zugriff
- 2.3.4 Die »metaphysische Egoität« – Heideggers Auseinandersetzung mit dem ›Ich-Du‹ Teil II Kein Zugriff
- 3.1 Die grundlegende Bipolarität von Ich und Welt Kein Zugriff
- 3.2.1 Die Erfahrungswelt als Ordnung der Dinge Kein Zugriff
- 3.2.2 Das erfahrende Ich als ›klassisches‹ neuzeitliches Subjekt? Kein Zugriff
- 3.3.1 Das Du als Unverortetes Kein Zugriff
- 3.3.2 Die zwischenmenschliche Begegnung als ausgezeichnetes Ich-Du Kein Zugriff
- 3.3.3 Das Ich als »Subjektivität« Kein Zugriff
- 3.3.4 Der ›dritte Ort‹: Das Zwischen Kein Zugriff
- 3.4 Das Eigen-wesen als ›Annexion‹ und das Zwischen als machtfreie Zone Kein Zugriff
- 1.1 Da-sein als Erschlossenheit Kein Zugriff
- 1.2 Befindlichkeit und Verstehen Kein Zugriff
- 1.3 Auslegung und Aussage Kein Zugriff
- 1.4 Die Frage nach der ›Vorsprachlichkeit‹ der Auslegung Kein Zugriff
- 1.5 Rede und Sprache Kein Zugriff
- 1.6 Das Gerede: Die Verselbständigung der Worte Kein Zugriff
- 1.7.1 Exkurs: Husserls 1. Logische Untersuchung über »Ausdruck und Bedeutung« Kein Zugriff
- 1.7.2 Heideggers Differenzierung zwischen Verweisung und Zeichen Kein Zugriff
- 1.8.1 Die Mitteilung als ein ›Teilen‹ von Welt Kein Zugriff
- 1.8.2 Die Stimme: Anklang einer ›Betroffenheit‹ in jeder Rede Kein Zugriff
- 1.9 Vorsagen und Nachreden – Die Ambivalenz der Sprachauffassung in Sein und Zeit Kein Zugriff
- 2.1 Die Bedeutung der Sprachthematik für Bubers dialogischen Ansatz Kein Zugriff
- 2.2 Besprechen und Ansprechen – Der Vorrang der Gesprochenheit des Wortes Kein Zugriff
- 2.3 Das echte Gespräch und sein Verfall im Gerede Kein Zugriff
- 2.4 Die Frage nach der Welt- und Regellosigkeit des Sprechens im Ich-Du Kein Zugriff
- 2.5 Exkurs I: Józef Tischners Analyse des Vorstellungsaktes Kein Zugriff
- 2.6 Jedes Wort ein Gespräch? – Die Frage nach einer fundamentalen Dialogizität des Wortes Kein Zugriff
- 2.7 Eine ›neue‹ Grammatik auf der Basis der Grundworte Ich-Du und Ich-Es? Kein Zugriff
- 2.8 Exkurs II: Bubers und Rosenzweigs Projekt einer »Verdeutschung der Schrift« Kein Zugriff
- 2.9 Das Schweigen und die Sehnsucht nach einem vollkommenen Ich-Du Kein Zugriff
- 2.10 Mittel-loses Sprechen vs. unmittelbares Entdecken Kein Zugriff
- 1.1 Die Erschlossenheit des Daseins als ursprünglichste Wahrheit Kein Zugriff
- 1.2 Wahrheit und Sprache – Die Öffentlichkeit als Hort der Unwahrheit? Kein Zugriff
- 1.3 Die nicht überwundene Orientierung an der Aussage Kein Zugriff
- 1.4 Gemeinsamkeit als ein Sich-teilen von Wahrheit Kein Zugriff
- 2.1 Das echte Gespräch als Manifestation von Wahrhaftigkeit Kein Zugriff
- 2.2 Wahrheit als Allgemeingut vs. Wahrheit als Aufgabe eines jeden Einzelnen Kein Zugriff
- 2.3 Die Dimension der ›Treue‹ – Eine Anbindung an das Seiende vor jeder konkreten Verbindlichkeit? Kein Zugriff
- 2.4 Ent-deckendes Reden vs. redliches Sprechen? Kein Zugriff
- 1.1 Die Frage nach Ganzheit und Eigentlichkeit des Daseins Kein Zugriff
- 1.2.1 Da-sein als ein Sein zum Tode Kein Zugriff
- 1.2.2 Der Tod als Möglichkeit und sein beständiger Aufschub Kein Zugriff
- 1.2.3 Die Angst als Erschlossenheit von Unheimlichkeit und Unzuhause Kein Zugriff
- 1.2.4 Das angstbereite Vorlaufen als ursprünglichste Selbstgewissheit: sum moribundus statt cogito sum Kein Zugriff
- 1.3.1 Das Gewissen als Bezeugung eigentlichen Wählenkönnens Kein Zugriff
- 1.3.2 Das Gewissen als schweigender Ruf der Sorge Kein Zugriff
- 1.3.3 Das existenziale Schuldigsein Kein Zugriff
- 1.4 Die vorlaufende Entschlossenheit als Selbst-ver-antwortung Kein Zugriff
- 2.1 Die Bedeutung der Verantwortungskonzeption für den dialogischen Ansatz Kein Zugriff
- 2.2 Der ›Monologismus‹ des Daseins – Bubers Kritik in Das Problem des Menschen Kein Zugriff
- 2.3.1 Die Ausweitung des Sprachbegriffs Kein Zugriff
- 2.3.2 Verantwortung als Antworten auf einen Anspruch Kein Zugriff
- 2.3.3 Exkurs: Verantwortung bei Emmanuel Lévinas und der Bezug zu Bubers Konzeption Kein Zugriff
- 2.3.4 Die Verantwortung des Einzelnen Kein Zugriff
- 2.4 Bubers Rückgriff auf ein hebräisches Sprachdenken Kein Zugriff
- 2.5 Das ewige Du Kein Zugriff
- 2.6 Griechisches Denken vs. hebräisches Denken? Kein Zugriff
- 1.1 Der Abbau alltäglicher wie philosophischer Vorurteile zur Zeit und die Entdeckung einer ursprünglichen Zeitlichkeit Kein Zugriff
- 1.2 Die ursprüngliche ekstatisch-horizontale Zeitlichkeit des Daseins Kein Zugriff
- 1.3 Die Deutung der Tradition als ›Metaphysik der Präsenz‹ Kein Zugriff
- 2. Ein mögliches Zeitdenken mit Buber Kein Zugriff
- 3. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse des Vergleichs im Hinblick auf die Dimension der Zeit Kein Zugriff
- 4.1 Heideggers Ent-deckung der Temporalität in Die Grundprobleme der Phänomenologie vom SS 1927 Kein Zugriff
- 4.2 Das Scheitern einer geplanten »Kehre« und dessen Konsequenzen Kein Zugriff
- 1. Die Hinwendung zur Sprache und die verschärfte Abkehr vom ›Subjekt‹ Kein Zugriff
- 2. Das Phänomen ›Sprache‹ in den Vorlesungen von 1929/30–1933/34 – Korrekturen an der Sprachkonzeption von Sein und Zeit Kein Zugriff
- 3. Die Logik-Vorlesung vom SS 1934: Logik als Wissen von der Sprache Kein Zugriff
- 1. Ein Philosoph ›schaltet sich ein‹ Kein Zugriff
- 2. Heideggers Konzeption von Volk, Bestimmung und Arbeit 1933/34 Kein Zugriff
- 3. Die Existenzialanalyse aus Sein und Zeit und die Bestimmung des Menschen um 1933/34 Kein Zugriff
- 1. Von der Arbeit zur Dichtung Kein Zugriff
- 2. Schaffen als ein »Stiften« Kein Zugriff
- 3. Dichtung als die »Ursprache eines Volkes« Kein Zugriff
- 4. Die »Flucht der Götter« – Heideggers Diagnose zum Zustand des Abendlandes Kein Zugriff
- 5. Kunst und Künstlichkeit – Erste Hinweise auf das ›Wesen‹ der Technik Kein Zugriff
- 6. Der Dichter und die Schriftstellerei – Distanzierung vom ›Prosaischen‹ Kein Zugriff
- 1. Nietzsche als der letzte Metaphysiker und Heideggers Entdeckung des ›wahren‹ Nihilismus Kein Zugriff
- 2. Das Wort, die Hand und die Maschine Kein Zugriff
- 3. Sprechen, Handeln, Denken – Zum ›Wesen‹ der Philosophie Kein Zugriff
- 1. Vom Zeichen zur »Zeige« Kein Zugriff
- 2. Die Sprache als Monolog? Kein Zugriff
- 3. Gespräch und Übersetzung: Spiel der Differenzen oder Sammlung auf das ›Eine‹? Kein Zugriff
- 1. Fundamentalontologie und seinsgeschichtliches Denken Kein Zugriff
- 2. Heideggers eigene Rückblicke und die Frage nach der ›Kehre‹ Kein Zugriff
- Schluss: Heideggers seinsgeschichtliches Denken und Bubers Dialogik – Anbahnung einer echten ›Begegnung‹? Kein Zugriff Seiten 489 - 508
- Schriften von Buber Kein Zugriff
- Schriften von Heidegger Kein Zugriff
- Andere Schriften Kein Zugriff
- Personen- und Sachregister Kein Zugriff Seiten 537 - 544





