
Recht brechen
Eine Theorie des zivilen Ungehorsams- Autor:innen:
- Reihe:
- C.H.Beck Paperback, Band 4610
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Unverhältnismäßig? Verfassungsfeindlich? Moralistisch? Kriminell? Die aktuellen Erscheinungsformen des zivilen Ungehorsams sind enorm umstritten. Doch was zeichnet zivilen Ungehorsam eigentlich aus? Rechtfertigen „Klimakleber*innen“, Reichsbürger*innen und Bauernproteste zu Recht ihr Handeln mit diesem Begriff? Wir brauchen dringend eine überzeugende und allgemeinverständliche Theorie des zivilen Ungehorsams – und die preisgekrönte Rechtswissenschaftlerin Samira Akbarian hat sie uns geliefert. Akbarian argumentiert, dass die Potenziale des zivilen Ungehorsams für unsere Demokratie gerade in seinen Gefahren liegen: indem er Defizite in demokratischen Verfahren aufzeigt, Teilhabebedingungen infragestellt und uns den Spiegel vorhält. Recht zu brechen, so zeigt sie, kann daher gerade der Verwirklichung demokratischer Ideale dienen. Die Auffassung, dass ziviler Ungehorsam Demokratie und Rechtsstaat schadet, müssen wir demnach hinterfragen. Es geht nicht darum, alle Arten des zivilen Ungehorsams zu rechtfertigen, sondern zu lernen, seine demokratischen Äußerungen von autoritären zu unterscheiden. Akbarians These lautet, dass gelingende Formen des zivilen Ungehorsams als „Verfassungsinterpretation“ verstanden werden sollten. In ihrem Buch erläutert sie diese überraschende These und erklärt, wie ziviler Ungehorsam eine direkte demokratische Einflussnahme ermöglicht, die Ungleichgewichte in politischen Verfahren ausgleichen kann.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-406-82336-7
- ISBN-Online
- 978-3-406-82338-1
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Reihe
- C.H.Beck Paperback
- Band
- 4610
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 174
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Gefahren und Potenziale des zivilen Ungehorsams bedingen sich gegenseitig Kein Zugriff
- Die rechtsstaatliche Funktion: Ziviler Ungehorsam als Loyalität zur Verfassung Kein Zugriff
- Die demokratische Dimension: Warum ziviler Ungehorsam stören darf Kein Zugriff
- Die ethische Funktion: «Ich habe einen Traum» Kein Zugriff
- Der Fall Sokrates: Drei Argumente für den unbedingten Gesetzesgehorsam Kein Zugriff
- Interpretation und Verfassung Kein Zugriff
- Fundamentlosigkeit vs. universelle Menschenrechte Kein Zugriff
- Recht auf Rechte Kein Zugriff
- Die «Gewalt» der Verletzlichkeit? Kein Zugriff
- Von Ställen und Straßen Kein Zugriff
- Die «klassischen» Rechtfertigungsmodelle zivilen Ungehorsams Kein Zugriff
- Integration durch Verfassungsinterpretation Kein Zugriff
- Drei Einwände: Rechtsunsicherheit, Neutralität, Sprengkraft Kein Zugriff
- Radikale Demokratietheorie Kein Zugriff
- Ziviler Ungehorsam als Praxis der Infragestellung Kein Zugriff
- Infrage stellen, Teil I: Das liberale Paradigma Kein Zugriff
- Infrage stellen, Teil II: Das deliberative Paradigma Kein Zugriff
- Zwei Einwände: Elitismus und destruktive Kritik Kein Zugriff
- Ethische Konzeptionen zivilen Ungehorsams Kein Zugriff
- Thoreau, Gandhi, King Kein Zugriff
- Rechtswelten im Konflikt Kein Zugriff
- Erlösung durch Verfassung? Kein Zugriff
- Noch einmal: Freiheit und Gleichheit als universalistische Prinzipien Kein Zugriff
- Wahrsprechen vs. Besserwisserei Kein Zugriff
- Schluss Kein Zugriff Seiten 153 - 156
- Dank Kein Zugriff Seiten 157 - 158
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 159 - 170
- Register Kein Zugriff Seiten 171 - 172
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 173 - 173
- Vita Kein Zugriff Seiten 174 - 174




