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Kommunikation und Ausdruck

Sprachphilosophie nach Adorno
Autor:innen:
Verlag:
 2015

Zusammenfassung

»Philosophie, die nicht Sprachphilosophie ist, kann heute eigentlich überhaupt gar nicht vorgestellt werden.« Das vorliegende Buch nimmt diesen Satz Theodor W. Adornos zum Ausgangspunkt für eine systematische Rekonstruktion der sprachphilosophischen Überlegungen in seinem Werk und liefert damit sowohl einen originellen Beitrag zur Adorno-Forschung als auch zu gegenwärtigen Diskussionen in der Sprachphilosophie.

Dabei wird in einer umfassenden, detaillierten und in der Sache unvoreingenommenen Weise das Vorurteil korrigiert, Adornos Philosophie sei eine letzte Form der seit dem linguistic turn überholten Bewusstseinsphilosophie.

Zunächst wird die Rolle beleuchtet, die der Sprache in der naturgeschichtlichen Genese von Subjektivität zukommt, worin die Sprache als eine zweite Natur bestimmt wird, die den menschlichen Weltzugang sowohl grundsätzlich ermöglicht als auch auf eine je spezifisch historische und soziale Weise entfaltet und zugleich einschränkt. Dieses dialektische Verhältnis von Freiheit und Herrschaft, von Befreiung und Verschließung, von dem die Sprache bestimmt ist, wird anhand von Adornos Theorie des Namens, des Begriffs, des Urteils, der Konstellation, der Sprache der Kunst und der gesellschaftlichen Kommunikation ausdifferenziert. Erstmalig liefert das Buch so eine systematische Semantik Adornos, die sprachlichen Gehalt sowohl durch das inferentielle Verhältnis von Begriffen und Sätzen zueinander als auch durch die Beziehung von Begriffen und Sätzen auf die nichtsprachliche gesellschaftliche Realität bestimmt sieht. Indem Adornos Gedanken stets in der Diskussion mit gegenwärtigen sprachphilosophischen Ansätzen entwickelt werden – wobei der materiale Inferentialismus Robert Brandoms, John McDowells Theorie begrifflicher Erfahrung und die Diskursethik von Jürgen Habermas die wichtigsten Bezugs-punkte darstellen –, gelingt dem Buch eine Pointierung einer aktuellen kritischen Theorie der Sprache im Anschluss an Adorno, die vorschlägt, die Bestimmtheit der Sprache durch kritikwürdige soziale Verhältnisse gerade dann ernst zu nehmen, wenn am befreienden Potential der Sprache festgehalten werden soll.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2015
ISBN-Print
978-3-958-32054-3
ISBN-Online
978-3-8452-7746-2
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
316
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 18
    1. Zum Begriff der Naturgeschichte Kein Zugriff
    2. Mensch, Tier und Sprache Kein Zugriff
    3. Lorenzers Spezifizierungen Kein Zugriff
    4. Anthropologische Sprachursprungstheorien Kein Zugriff
    5. Die Genese der Sprache Kein Zugriff
    6. Sprache als zweite Natur 48 – Gesellschaft als zweite Natur Kein Zugriff
    7. Sprache, Gesellschaft und Freiheit Kein Zugriff
    1. Die Hoffnung des Namens Kein Zugriff
    2. Die List und der Bann des Namens – Eigennamen Kein Zugriff
    3. Verbote Kein Zugriff
    4. Der Versuch der Musik Kein Zugriff
    1. Logik Kein Zugriff
    2. Zur bedeutungstheoretischen Ausgangssituation Kein Zugriff
    3. Der Überschuss des Begriffs Kein Zugriff
    4. Denken und Sprechen, Identifizieren und Urteilen Kein Zugriff
    5. Analytische und synthetische Urteile Kein Zugriff
    6. Sprache und Welt (I) Kein Zugriff
    7. Gewohnheit und Bestimmtheit Kein Zugriff
    8. Synthesis und Kopula Kein Zugriff
    9. Sprache und Welt (II) Kein Zugriff
    10. Zweierlei Normativität Kein Zugriff
    11. Semantische Konstellationen Kein Zugriff
    12. Sachliche Konstellationen Kein Zugriff
    13. Konstellatives Sprechen Kein Zugriff
    14. Wissenschaftssprache Kein Zugriff
    15. Alltagssprache Kein Zugriff
    16. Die Sprache der Philosophie Kein Zugriff
    17. Sprachliche Bedeutung in der Kunst Kein Zugriff
    18. Das Sprechen der Sprache und das Sprechen des Subjekts Kein Zugriff
    1. Das Zeichensystem Sprache Kein Zugriff
    2. Zeichen, langue und parole bei Saussure Kein Zugriff
    3. Verdinglichte Sprache Kein Zugriff
    4. Verarmte Erfahrung und Leiden Kein Zugriff
    5. Zwischen Subjekt und Objekt Kein Zugriff
    6. Zwischen den Subjekten Kein Zugriff
    7. Der Vorrang des Objekts in der Kommunikation Kein Zugriff
    8. Der kategorische Imperativ in der Kommunikation Kein Zugriff
    9. Ästhetische Kritik der Kommunikation Kein Zugriff
    10. Das menschenwürdige Gespräch Kein Zugriff
    11. Kommunikation als Versöhnung? Kein Zugriff
  3. Schluss: Adornos sprachphilosophische Gegenwart Kein Zugriff Seiten 293 - 300
  4. Danksagung Kein Zugriff Seiten 301 - 302
  5. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 303 - 303
  6. Bibliographie Kein Zugriff Seiten 304 - 314
  7. Personenregister Kein Zugriff Seiten 315 - 316

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