
Abwägung in Recht und Moral
- Autor:innen:
- Reihe:
- Praktische Philosophie, Band 42
- Verlag:
- 1992
Zusammenfassung
Dieses Buch behandelt Fragen einer Handlungsbegründung anhand letztbegründeter, handlungsorientierter Maßstäbe, bezogen auf die Handlungswahl in außerrechtlichen moralischen und in rechtlichen, insbesondere richterlichen Entscheidungssituationen. Im Mittelpunkt steht das Problem der Lösung von Normenkonflikten, das mit dem Begriff der Abwägung beschrieben wird. In Auseinandersetzung mit Kant und der neueren Positionen in der Moralphilosophie entwickelt die Untersuchung einen eigenständigen Begründungsansatz, an dessen Ausgangspunkt die Annahme steht, es sei selbstgerechtfertigt, aus einem näher bestimmten Vernunftmotiv heraus zu handeln. Von diesem Ansatz aus untersucht das Buch Struktur, Stellenwert und Rationalität abwägenden moralischen Denkens im Blick auf die Begründung der Handlungswahl in den genannten Entscheidungssituationen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 1992
- ISBN-Print
- 978-3-495-47724-3
- ISBN-Online
- 978-3-495-99674-4
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Reihe
- Praktische Philosophie
- Band
- 42
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 398
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 16 Download Kapitel (PDF)
- Einleitung Seiten 17 - 24 Download Kapitel (PDF)
- Der Begriff der Norm
- Der Begriff der Normgeltung
- Der Begriff der Rechtsnorm
- Die Frage nach der Geltungsweise von Konflikt- und prima facie-Normen
- „Prima facie-Geltung“ und „Geltung unter Berücksichtigung aller Umstände“ im hier verstandenen Sinne
- Echte Normenkonflikte
- Erfüllungsgrade und Rangbeziehungen
- Freistehende prima facie-Normen
- Zum Begriff des Interesses
- Zur Abwägung von Normen der Interessenbeförderung
- Die Grundform der Abwägung von Normen der Interessenbeförderung
- Das Kollisionstheorem und seine Erklärung
- Prinzipien als Optimierungsgebote
- Formen der Regelgeltung
- Prinzipien
- Generalisierende Rangaussagen
- Konstante Aufwiegungsverhältnisse
- Rangordnungen ohne Bezug auf die Erfüllungsformen einer Norm
- Abwägungsskepsis Seiten 111 - 116 Download Kapitel (PDF)
- Das Münchhausentrilemma der Handlungsbegründung
- Das Argument der Sinnlosigkeit externer Fragen
- Zur Kohärenztheorie der Begründung
- Die Argumentation Kuhlmanns
- Der Universalisierungsgrundsatz und seine Herleitung bei Habermas
- Der Rückgang auf pragmatische Fundamente (konstruktivistischer Begründungsbegriff)
- Transzendentallogische Bedingungsanalyse (Krings)
- Die Selbstrechtfertigung moralischer Normen
- Der zu verfolgende Begründungsansatz
- Handlungsmotive
- Die Ausrichtung des Vernunftmotivs
- Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Handlungsmotivation und Handlungsrechtfertigung bei Kant
- Die Willkürbestimmung durch sinnliche Triebfedern
- Die Willensbestimmung „unmittelbar durch das Gesetz"
- Anknüpfungspunkte für den oben entwickelten Begründungsansatz
- Der Maßstab der Maximierung der Motiverfüllung
- Die Richtung darauf, dahin wirksam zu sein, daß das Handeln ungebunden ist
- Das resultierende handlungsorientierende Ideal
- Zur einschränkenden Bedingung der Gebotsnorm
- Die Begründung des Gleichheitsmaßstabes
- Die Freiheit der offenen Möglichkeiten
- Zur Tauglichkeit der Freiheit der offenen Möglichkeiten als Handlungsmaßstab
- Der Begriff der Chance zur Motiverfüllung
- Zwei Prinzipien der Beförderung von Chancen zur Motiverfüllung
- Die Gewichtung der Chancen zur Motiverfüllung
- Gleichheit der Chancen
- Der Maßstab gleicher Chancen zweiter Stufe
- Der Maßstab gleicher Chancen dritter Stufe
- Praktische Vernunftintuitionen
- Grenzen des Vermögens praktischer Erkenntnis
- Das Verfahren des Überlegungsgleichgewichts bei Rawls
- Die Eignung des Verfahrens des Überlegungsgleichgewichts für die Konkretisierung des Maßstabs der Ungebundenheit
- Fundamentale Moralprinzipien
- Prinzipien niedrigerer Begründungsstufe
- Der Stellenwert moralischen abwägenden Denkens in erkenntnistheoretischer Hinsicht
- Zur Rationalität moralischen abwägenden Denkens
- Rechtliche Entscheidungssituationen Seiten 285 - 288 Download Kapitel (PDF)
- Der Begriff einer spezifischen Rechtsverbindlichkeit
- Verneinung einer spezifischen Rechtsverbindlichkeit
- Verschiedene Einwände
- Zur Geschlossenheit des Rechtssystems gegenüber der Moral auf der Kriterienebene
- Begründungsskepsis
- Warnung vor Entdifferenzierung
- Ein Beispiel
- Die moralische Begründungsebene
- Formelle und materiale Prinzipien als Maßstab für die Bewertung von Zuordnungsnormen auf der moralischen Begründungsebene
- Rechtssicherheit, Gleichgerechtigkeit, Regel/Ausnahme-Schema und Demokratieprinzip als Argumente
- Der Einwand des fehlenden Maßstabs und des dezisionären Charakters richterlicher Abwägung
- Der Einwand der Überforderung und der schwierigen Folgenabschätzung
- Einwände aus dem Vergleich zwischen Rechtsprechung und Gesetzgebung
- Zwei Begründungsebenen
- Das Überlegungsgleichgewicht teleologisch-interpretatorischer Art
- Literaturverzeichnis Seiten 369 - 388 Download Kapitel (PDF)
- Personenregister Seiten 389 - 391 Download Kapitel (PDF)
- Sachregister Seiten 392 - 398 Download Kapitel (PDF)




