Warum Dawkins Unrecht hat
Eine Streitschrift- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Mit seinen Büchern Der Gotteswahn (2006) und Die Schöpfungslüge (2009) ist der englische Evolutionsbiologe Richard Dawkins zweifellos zum prominentesten Vertreter und Wortführer des «Neuen Atheismus« geworden. In Berufung auf die «Aufklärung« und auf die Ergebnisse der modernen Naturwissenschaften (vor allem der an Darwin orientierten Evolutionstheorie) will er den Nachweis erbringen, dass «es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Gott nicht gibt«. Es ist nicht zu übersehen, dass seine einschlägigen Auffassungen - zum Teil durch Medien wirksam unterstützt - auch im akademisch-universitären Bereich nach wie vor ein bemerkenswertes Echo finden. Besteht jedoch Dawkins’ temperamentvolle Kritik zu Recht - und kann er sich dabei legitimerweise auf das Erbe der «Aufklärung« berufen? In dieser «Streitschrift« soll zunächst gezeigt werden, dass Dawkins’ «naturalistisches Menschenbild« auf ein reduktionistisches Verständnis des Menschen hinausläuft und überdies in mancher Hinsicht widersprüchlich ist. Ebenso soll nachgewiesen werden, weshalb sein Plädoyer, die Gottesthematik als eine «(natur)wissenschaftliche Hypothese« anzusehen, auf einer grundsätzlichen Problemverkennung beruht. auch soll deutlich gemacht werden, dass der von Dawkins unermüdlich geäußerte Vorwurf einer «Schöpfungslüge« ein grobes Missverständnis darstellt und weshalb - nicht zuletzt - auch seine von ihm beanspruchte kritische Prüfung der traditionellen «Gottesbeweise« den darin leitenden Fragestellungen überhaupt nicht gerecht zu werden vermag (sondern lediglich schlechte Karikaturen anbietet). Gezeigt werden soll also, weshalb die mit Dawkins’ Position verbundenen Ansprüche einer philosophischen Kritik in keiner Weise standhalten.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-495-48749-5
- ISBN-Online
- 978-3-495-80797-2
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 584
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 13 - 20
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 21 - 52
- 1.1 Eine milde Schizophrenie: Dawkins’ Entlarvung des »Ich« als »Illusion« und seine erhellende »Spiegel«-Erfahrung: »Was ich [!] hier sehe, ist eine raffinierte Maschine zur Weitergabe der Gene« – un... Kein Zugriff
- 2.1.1 Dawkins’ anti-platonische/anti-aristotelische Kampfansage gegen den »Essentialismus« als eine »Tyrannei des unsteten Geistes« – ein beispielhaftes Missverständnis Kein Zugriff
- 2.1.2. Anmerkung: Ergänzende kritische Hinweise Kein Zugriff
- 2.2.0 Anmerkung: Wo ein »szientistischer Naturalismus« und »Erbaulichkeit« sich begatten … Kein Zugriff
- 2.2.1 Dawkins’ »Mem-Theorie« im Spiegel der aristotelischen Lehre von der »Geistseele« Kein Zugriff
- 3.1.1 Exkurs: Vom »Gotteszentrum« im Gehirn zur neurobiologischen »Meditationsforschung« Kein Zugriff
- 4.1.1 Die notwendige Unterscheidung verschiedener Ebenen Kein Zugriff
- 4.1.2 Nagels Teleologie-Konzeption – eine Spielart des »anthropischen Prinzips«? Eine indirekte Antwort auf Dawkins Kein Zugriff
- 4.2.1 Eine Anmerkung: Nagels Naturalismus-Kritik im Spiegel der philosophischen Anthropologie – einige Beispiele aus der Antike und Gegenwart Kein Zugriff
- 5.1 Der reduktionistische »Naturalismus« (und darin zutage tretende erhellende Aporien bzw. Widersprüche) beim Wiener Psychologen und »Gehirnforscher« Hubert Rohracher Kein Zugriff
- 5.2 Eine Anmerkung zum »naturalistischen« Programm einer »Naturgeschichte des menschlichen Geistes« bei den Wiener Evolutionsbiologen Konrad Lorenz und Rupert Riedl Kein Zugriff
- 5.3 Eine philosophische Antwort und Naturalismus-Kritik aus Wien – mit Blick auf Nagels Teleologie-Konzeption und mit nochmaliger Bezugnahme auf Dawkins’ »Naturalismus« Kein Zugriff
- Vorbemerkung Kein Zugriff
- 1.1 Anmerkung: Jüngere kritische kirchlich-theologische Stellungnahmen zum sogenannten »Evolutionismus« Kein Zugriff
- 1.2.1 Zu Dawkins’ Befund: »There’s probably no god« (but certainly: »Dawkins is his prophet«) Kein Zugriff
- 1.2.2 Ein Ausblick: Ist Dawkins der von Kant »längst gesuchte Mann«? Eine kantische Antwort auf Dawkins’ problematisches Verständnis der Gottesfrage als einer »wissenschaftlichen Hypothese« Kein Zugriff
- 2.1 Kants Kritik an einer szientistisch verkürzten Rationalität und an einem »dogmatischen Unglauben« Kein Zugriff
- 2.2.1 Zu Dawkins’ kurzschlüssiger – unaufgeklärter – Moral-Kritik Kein Zugriff
- 2.3.1 Was Kant von einer »aufgeklärten« Theologie gefordert hat – und weshalb auch die von päpstlicher Seite eingemahnte »Weite der Vernunft« den kantischen Erwartungen nicht genügt: »Flügel«-Verleihu... Kein Zugriff
- 1.1 Dawkins als biblischer »Hermeneut«: Sein Missverständnis der biblischen Schöpfungstexte und sein unangemessenes »Mythos«-Verständnis Kein Zugriff
- 1.2.1 Zu einigen traditionellen schöpfungstheologischen Motiven und daran geknüpfte Unterscheidungen Kein Zugriff
- 1.3.1 Anmerkung: Zu Dawkins’ Multiversum-Theorie Kein Zugriff
- 1.3.2 Weitere Hinweise auf klassische Positionen zum »Schöpfungs«-Thema Kein Zugriff
- 2.1.1 Weshalb auch die biblische Forderung, »Rechenschaft über das Geglaubte abzulegen«, dem Entlarvungsbedarf Dawkins’ zum Opfer fällt Kein Zugriff
- 2.1.2 Zur Erinnerung: Die philosophisch-metaphysische Frage nach der »Letztbegründung« bei Thomas von Aquin: Anspruch und Ausgang der »fünf Wege« Kein Zugriff
- 2.2.1 Eine auch diesbezüglich heilsame Erinnerung an Kant Kein Zugriff
- 2.3.1 Nichts als »die Wahrheit« sucht er, die »tiefste Vernunft« erahnt er und die »leuchtendste Schönheit« bestaunt er: Richard Dawkins – ein »anonymer Platoniker« wider Willen? Kein Zugriff
- 2.3.2 Dawkins’ kuriose Degradierung der »metaphysischen Vollkommenheiten« zu »beliebigen Vergleichsgrößen« – und der aus ihrer Ersetzung erzielte »Erkenntnisgewinn« Kein Zugriff
- 2.4.1 Ein Blick auf Kants diesbezügliche Kritik am »teleologischen Gottesbeweis« – im Kontext von Dawkins’ kritischen Erörterungen Kein Zugriff
- 2.5.1 Der von Dawkins diagnostizierte angebliche »Nerv« des »ontologischen Argumentes« – oder: Weshalb er auch Kants Kritik des »ontologischen Gottesbeweises« völlig verfehlt Kein Zugriff
- 2.6.1 Anmerkung 1: Dawkins’ Verständnis von »Offenbarung« gemäß seinem »Sender-Empfänger-Signal«-Modell – eine »Offenbarung« besonderer Art Kein Zugriff
- 2.6.2 Anmerkung 2: Dawkins’ humorvoll-»substanzielle« Assoziationen zum christlichen »Dreifaltigkeits-Motiv« Kein Zugriff
- 2.6.3 Anmerkung 3: Kein Wunder: Zu Dawkins’ »bezauberndem« Wunderverständnis – mit besonderem Blick auf seine Auslegung der von ihm sogenannten biblischen »Wasser-in-Wein«-Geschichte Kein Zugriff
- Schluss Kein Zugriff Seiten 561 - 568
- Zitierte Literatur Kein Zugriff Seiten 569 - 584





