
Erinnern als Überschritt
Reinhart Kosellecks geschichtspolitische Interventionen- Autor:innen:
- Reihe:
- Wert der Vergangenheit, Band 7
- Verlag:
- 22.03.2023
Zusammenfassung
Historiker Koselleck als geschichtspolitischer Akteur und streitbarer Intellektueller. Im Jahr 1993 stießen die Pläne der Bundesregierung zur Neugestaltung der Neuen Wache in Berlin auf erheblichen Widerspruch. Zu den schärfsten Kritikern dieser vor allem vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl forcierten Umwidmung gehörte Reinhart Koselleck, der wiederholt und für seine Verhältnisse ungewöhnlich lautstark Stellung bezog. Rückblickend erweist sich diese Kontroverse als der Beginn eines öffentlichen Engagements, das man zuvor von dem Bielefelder Historiker nicht kannte. Ob Neue Wache oder Holocaust-Mahnmal – Koselleck äußerte sich fortan ebenso deutlich wie zunehmend polemisch zu den im vereinigten Deutschland verhandelten erinnerungskulturellen Großprojekten. Das Buch setzt Kosellecks geschichtspolitische Interventionen zu seiner Verzeitlichungstheorie der Moderne in Beziehung, reflektiert sie biographisch und geht zudem seiner Verhältnisbestimmung von Erfahrung und Erinnerung nach. Das Nachleben vergangener Ereignisse im Modus des Erinnerns verstand Koselleck als ein Transformationsgeschehen, das er in Anlehnung an Martin Heidegger als Überschritt begrifflich zu fassen versuchte.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- Erscheinungsdatum
- 22.03.2023
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5435-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4988-9
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Wert der Vergangenheit
- Band
- 7
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 192
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- I. Auf der Suche nach dem negativen Gedächtnis: Zur Verhältnisbestimmung von ›Erfahrung‹ und ›Erinnerung‹ Kein Zugriff Seiten 7 - 20
- Den Geschichtsphilosophen das Wasser abgraben Kein Zugriff
- Heidelberger Konflikte Kein Zugriff
- Fiktion des Faktischen Kein Zugriff
- Traumbilder Kein Zugriff
- Dialog mit den Toten Kein Zugriff
- Weiterleben Kein Zugriff
- Bedürfnisreste und Epochenschwellen Kein Zugriff
- Symbolische Umkodierungen und unbeantwortete Briefe: Ein Streit um Formen und Formeln Kein Zugriff
- Wer darf vergessen werden? Eskalation eines geschichtspolitischen Konfliktes Kein Zugriff
- Semantiken des Scheiterns Kein Zugriff
- Glühende Lava: Primärerfahrung als Grundelement einer reflexiven Historik Kein Zugriff
- Generation: Ein Synchronisierungsmechanismus mittlerer Reichweite Kein Zugriff
- Ein metaphorisches Missverständnis Kein Zugriff
- Das Geschichtliche liegt immer dazwischen Kein Zugriff
- Ein flüchtiges Unding Kein Zugriff
- Gesättigte Erfahrungsbegriffe Kein Zugriff
- Ich versteh’ die Welt nicht mehr Kein Zugriff
- Eine einfache Regel der Geschichte Kein Zugriff
- Schleichende Diskontinuität Kein Zugriff
- Im Sog des Diskurses: Die unaufhaltsame Verdrängung des Erfahrungsbegriffs durch Rhetoriken des Erinnerns Kein Zugriff
- VI. »P« wie Professor: Reinhart Koselleck als geschichtspolitischer Akteur und streitbarer Intellektueller Kein Zugriff Seiten 165 - 174
- Wie aus einem Brief ein Buch wird ... Kein Zugriff Seiten 175 - 177
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 178 - 192




