Ambivalenzen der Opferzuwendung des Strafrechts
Zwischenbilanz nach einem Vierteljahrhundert opferorientierter Strafrechtspolitik in Deutschland- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat, Band 53
- Verlag:
- 2012
Zusammenfassung
Wie in beinahe der gesamten westlichen Welt wurde das Strafrecht während des vergangenen Vierteljahrhunderts auch in Deutschland umstrukturiert, um Verbrechensopfer besser vor Straftaten und deren Folgen zu schützen. Dieses Programm scheint auf den ersten Blick plausibel zu sein und einer angemessenen wohlfahrtsstaatlichen Programmatik zu entsprechen. Dennoch wird es aus einer kritischen Warte als ein scheinlegitimatorisches Unternehmen gedeutet. Nicht selten diene der Opferschutz der Rechtfertigung eines „punitive turns“, solle also für die Akzeptanz eines verschärften Strafrechts sorgen. Beide Sichtweisen wurden auf einer Tagung im Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung erwogen und anhand einer juristischen sowie empirischen Bestandsaufnahme geprüft. Dabei kamen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, aber auch Praktiker aus Justiz und Anwaltschaft zu Wort.
Der Sammelband dokumentiert alle auf dieser Tagung gehaltenen Vorträge und vermittelt dem Leser einen gleichermaßen aktuellen wie konzentrierten Eindruck von der überaus kontroversen Diskussion um die Stellung des Opfers im Strafverfahren.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2012
- ISBN-Print
- 978-3-8329-7567-8
- ISBN-Online
- 978-3-8452-3978-1
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat
- Band
- 53
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 304
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 10 Stephan Barton, Ralf Kölbel
- Einführung in den Band Kein Zugriff Seiten 11 - 26 Stephan Barton, Ralf Kölbel
- Internationale Entwicklungen bei der Stellung des Verletzten im Strafverfahren Kein Zugriff Seiten 27 - 51 Thomas Weigend
- Opferschutz in der deutschen straf- und strafprozessrechtlichen Gesetzgebung und dessen Umsetzung in die Judikatur Kein Zugriff Seiten 51 - 67 Wolfram Schädler
- Opferrechte im Lichte europäischer Vorgaben Kein Zugriff Seiten 67 - 89 Stefanie Bock
- Zum Stand der internationalen viktimologischen Forschung Kein Zugriff Seiten 89 - 111 Thomas Görgen
- Strafrechtspflege und Kriminalpolitik in der viktimären Gesellschaft. Effekte, Ambivalenzen und Paradoxien Kein Zugriff Seiten 111 - 138 Stephan Barton
- Polizeiliches Verhalten bei Opfern von Sexualstraftaten am Beispiel der Opfer von Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen Kein Zugriff Seiten 139 - 159 Wiebke Steffen
- Soziale Reaktionen auf primäre Viktimisierung: Zum Einfluss stereotyper Urteilsmuster Kein Zugriff Seiten 159 - 177 Barbara Krahé
- Zur opferorientierten Reform des Sexualstrafrechts. Eine juristische Analyse Kein Zugriff Seiten 177 - 194 Thomas Fischer
- Geschädigte im Strafverfahren: Positive Effekte oder sekundäre Viktimisierung? Kein Zugriff Seiten 195 - 213 Renate Volbert
- Kriminalpolitische Instrumentalisierung der „Gefahr sekundärer Viktimisierung“? Kein Zugriff Seiten 213 - 233 Ralf Kölbel
- Nebenklage - eine Erweiterung, keine Demontage des liberalen Strafverfahrens Kein Zugriff Seiten 233 - 248 Oliver Tolmein
- Opferstatus, Traumafolgen und Grundsätze der Traumatherapie aus psychologischer Sicht Kein Zugriff Seiten 249 - 263 Sandy Krammer, Andreas Maercker
- Bewältigung krimineller Opfererfahrungen: Entwicklungsfolgen und Entwicklungsregulation Kein Zugriff Seiten 263 - 289 Werner Greve, Sabine Hellmers, Cathleen Kappes
- Strukturelle und praktische Defizite der institutionalisierten Opferhilfe in Deutschland Kein Zugriff Seiten 289 - 300 Petra Ladenburger
- Verzeichnis der Mitwirkenden Kein Zugriff Seiten 301 - 304





